Rose Renée Roth

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Rose Renée Roth (* 12. Dezember 1902 in Budapest; † 10. März 1990 in Wien[1]) war eine österreichische Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie erhielt kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges Schauspielunterricht an der Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin bei Ilka Grüning. Rose Renée Roth agierte danach vor allem an Wiener Bühnen wie dem Burgtheater, aber auch in Berlin, München und Basel.

Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte die Jüdin nach London und schließlich in die USA. Sie spielte auch dort Theater und arbeitete für amerikanische Rundfunkanstalten. Zu Beginn der fünfziger Jahre kehrte Rose Renée Roth nach Österreich zurück.

Theaterauftritte führten sie an verschiedene deutschsprachige Bühnen, zum Beispiel an die Komödie München in Erich Ebermayers Zwei ahnungslose Engel (1968), Pierre Barilet/Grédys Vierzig Karat (1969) und Axel von Ambessers Max Mahnke als Mensch (1971). Ihren größten Erfolg feierte sie als mordlustige Tante in Joseph Kesselrings Arsenik und Spitzenhäubchen, womit sie bis 1984 auf Tournee ging.

Beim Film und Fernsehen gelang der nur 1,55 Meter großen Schauspielerin eine beachtliche Spätkarriere. Sie verkörperte liebenswürdige, etwas ängstlich wirkende ältere Damen, mehrmals in Tantenrollen. In Schloß Königswald (1988) versuchte sie als Gräfin Posadowsky ein böhmisches Schloss über die Nachkriegszeit zu retten. Sie erhielt für ihre schauspielerische Leistung in dieser Rolle den Bayerischen Filmpreis.

Rose Renée Roth, die unverheiratet war, moderierte ab Oktober 1973 die TV-Sendung Hitjournal, in der sie Schlager für ältere Hörer präsentierte.[2]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. knerger.de Das Grab von Rose Renée Roth; abgerufen am 12. Juni 2011
  2. Chronik der ARD auf web.ard.de; abgerufen am 12. Juni 2011