Ruth Dajan

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Ruth Dajan sitzend bei einem Empfang im Dezember 2014, hinter ihr der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin.

Ruth Dajan, geborene Ruth Schwartz (* 7. März 1917 in Haifa, Palästina, Osmanisches Reich) ist eine israelische Modedesignerin und Aktivistin für politische und soziale Themen ihrer Heimat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dajan heiratete 1935 den späteren General und israelischen Verteidigungsminister Mosche Dajan. Das Paar zog in den Moschaw Nahalal östlich von Haifa. Dort wurden drei Kinder geboren, die Parlamentarierin Jael Dajan, der Schriftsteller Ehud Dajan und der 2014 verstorbene Schauspieler und Filmregisseur Assi Dajan (1945–2014).

Nach einem Umzug nach Tzahala, heute ein Stadtteil von Tel Aviv, gründete Dajan Maskit, eine Einrichtung, die sich um Mode unter Einbeziehung der verschiedenen Traditionen der Neueinwanderer und Erhalt der künstlerischen Fertigkeiten dieser Gruppen bemüht. Das Modehaus besteht noch heute und verbindet noch immer modernen Design mit jüdischen Traditionen aus verschiedensten Ländern.[1] Ein weiterer Aspekt war für die Gründerin, die Notwendigkeit für die Frauen der Neuankömmlinge Arbeitsplätze zu schaffen.

Dajan ist die Schwester von Reuma, der Frau des späteren Luftwaffengenerals und israelischen Staatspräsidenten Ezer Weizman.

Politische Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dajan kümmerte sich um Neueinwanderer, die Beduinen Israels und richtete in dem jüdisch-arabischen Genossenschaftsdorf Newe Schalom (arabisch: Wahat as-Salam) 1978 zusammen mit der palästinensischen Dichterin und Nationalistin Raymonda Tawil einen Friedenshain ein. Tawil stammt aus einer alten christlichen Familie Ost-Jerusalems und ist Mutter von Suha at-Tawil, der Ehefrau des Palästinenserführers Jassir Arafat.

Dajan gründete die arabisch-jüdische Frauenvereinigung Brit Bnei Shem/Ibnaa Sam.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Partners of Peace-Preis der Gemeinde Newe Schalom/Wahat as-Salam.
  • 2010: Ehrenbürgerin der israelischen Stadt Herzlia.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Helga Dudman: Or Did I Dream the Dream? The Story of Ruth Dayan. Weidenfeld and Nicolson, London 1973, ISBN 0-297765256.
    • deutsch: War alles nur ein Traum?. Hoffmann und Campe, Hamburg 1974, ISBN 3-455-01365-1.
  • Crafts of Israel, mit Wilburt Feinberg. Macmillan, New York City, USA, ISBN 0-900063-03-3.
  • Lecture on National Crafts among the Israelis & Arabs. One Path to Peace. Anglo-Israel Association, ISBN 0-02-534420-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sich bedecken, um sich zu zeigen in FAZ 23. Juni 2014, Seite 9