SABMiller

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SABMiller plc
SABMiller-Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN GB0004835483
Gründung 1895
Sitz Woking, Vereinigtes Königreich
Leitung Jan du Plessis (Chairman)
Alan Clark (CEO)
Mitarbeiter 70.486[1]
Umsatz 23,21 Mrd. US-Dollar[1]
Branche Brauereien
Website www.sabmiller.com
Stand: 31. März 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

SABMiller ist eine Aktiengesellschaft nach englischem Recht und weltweit der zweitgrößte Brauereikonzern nach Anheuser-Busch InBev.

Der Konzern ist in über 80 Ländern mit Brauereien vertreten. Seine größten Absatzmärkte sind Afrika, Nordamerika, Mitteleuropa und Osteuropa. Die Deutschland-Zentrale von SABMiller befindet sich in Köln.

Das Unternehmen ist an der London Stock Exchange börsennotiert und Mitglied im FTSE 100 Index. Der größte Anteilseigener mit 36 % aller Aktien der Firma ist die Altria Group, der früher Miller Brewing gehörte. 14 % gehören den Erben von Julio Mario Santo Domingo.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen entstand 2002 aus der Fusion von South African Breweries (SAB) und Miller Brewing Company.

Am 21. September 2011 gab SABMiller bekannt, dass man sich mit der australischen Foster’s Group auf eine Übernahme geeinigt habe. SABMiller bot für eine Foster’s-Aktie 5,10 AUD.[2] Damit lag die Marktbewertung von Foster’s bei 9,9 Milliarden AUD.[2] Die Übernahme wurde im Dezember 2011 vollzogen.[3] Zuvor war SABMiller im August 2011 mit einem feindliche-Übernahme-Versuch gescheitert.

Als im September 2014 das Gerücht aufkam, AB-InBev habe Interesse SABMiller aufzukaufen, reagierte diese mit einem Übernahmeangebot an Heineken, um sich durch Wachstum vor der Übernahme zu schützen.[4] Heineken lehnte ein Kaufangebot nach Rücksprache mit seinem größten Aktionär aber ab.[5]

Im Mai 2015 übernahm SABMiller die englische Craft-Beer-Brauerei Meantime aus London.[6] Meantime hatte 2013 einen Ausstoß von 50.000 hl.

Im September 2015 informierte der weltweite Marktführer Anheuser-Busch InBev über ein Kaufinteresse an SABMiller, dessen Aktienkurse daraufhin in London um 25 % stiegen.[7] Am 13. Oktober 2015 wurde bekannt gegeben, dass SABMiller von Anheuser-Busch InBev für 96 Milliarden Euro übernommen wird.[8][9] Im Februar 2016 legte die japanische Brauereigruppe Asahi ein verbindliches Angebot in Höhe von umgerechnet gut 2,5 Milliarden Euro zur Übernahme der Biermarken Grolsch, Peroni und Meantime von SABMiller vor; der Verkauf ist eine Bedingung für die behördliche Erlaubnis zur Übernahme von SABMiller durch AB InBev.[10]

Marken[Bearbeiten]

Bedeutende Marken von SABMiller sind unter anderem:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Annual Report 2013. SABMiller, 22. Juni 2013, abgerufen am 5. September 2013 (englisch, PDF; 8,65 MB).
  2. a b Recommended Proposal to Acquire Foster's at A$5.10 per share. SABMiller, 21. September 2011, abgerufen am 5. September 2013 (englisch, Pressemitteilung).
  3. Approval of Scheme of Arrangement for Acquisition of Foster’s Group Limited. SABMiller, 2. Dezember 2011, abgerufen am 5. September 2013 (englisch, Pressemitteilung).
  4. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-991640.html
  5. http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/sabmiller-blitzt-mit-kaufangebot-bei-heineken-brauerei-ab-aid-1.4527059
  6. SABMiller to enter UK craft beer market with acquisition of Meantime Brewing Company auf www.sabmiller.com, abgerufen am 14. Juni 2015
  7. http://orf.at/#/stories/2299039/ Mögliche Milliardenübernahme auf Biermarkt, orf.at, 16. September 2015, abgerufen 16. September 2015.
  8. InBev übernimmt SABMiller: Brauerei kauft Brauerei für fast 100 Milliarden Euro. Spiegel Online, 13. Oktober 2015, abgerufen am 13. Oktober 2015.
  9. Milliardenfusion der Bierkonzerne. FAZ Online, 13. Oktober 2015, abgerufen am 13. Oktober 2015.
  10. http://www.expressandstar.com/business/city-news/2016/02/10/asahi-tables-1-98bn-bid-to-buy-peroni-and-grolsch/

51.3186-0.5624Koordinaten: 51° 19′ 7″ N, 0° 33′ 44,6″ W