SV Bockum-Hövel

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SV Bockum-Hövel
Logo
Voller Name Spielverein Bockum-Hövel
von 1920 e.V.
Ort Hamm, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 1920
Aufgelöst 1971
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion  ?
Höchste Liga Verbandsliga Westfalen
Erfolge Meister der Landesliga Westfalen, Gruppe 5 1964

Der SV Bockum-Hövel (offiziell: Spielverein Bockum-Hövel von 1920 e.V.) war ein Fußballverein aus dem Hammer Stadtteil Bockum-Hövel. Die erste Herrenmannschaft spielte sieben Jahre in der höchsten Amateurliga Westfalens.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde im Jahre 1920 gegründet[1] und stand in enger Verbindung mit der Zeche Radbod. Ende der 1920er Jahre erreichte die Mannschaft die damals zweitklassige 1. Bezirksklasse Westfalen. Dort wurden die Bockum-Höveler im Jahre 1933 Meister, blieben aber aufgrund der Einführung der Gauliga Westfalen zweitklassig.[2] Nach Kriegsende gelang im Jahre 1951 der Aufstieg in die 2. Landesliga Westfalen, wo die Bockumer auf Anhieb Vizemeister hinter dem VfJ 08 Paderborn wurde. Nach der Auflösung der 2. Landesliga am Saisonende spielte die Mannschaft nun in der Landesliga, die gleichzeitig die höchste Amateurliga Westfalens darstellte.

In der Saison 1952/53 wurden die Bockumer Vizemeister der Gruppe 5 hinter dem Hombrucher FV 09. Drei Jahre später qualifizierte sich die Mannschaft für die neu geschaffene Verbandsliga Westfalen. Dort kämpften die Bockumer stets gegen den Abstieg und mussten 1960 als Tabellenletzter wieder in die Landesliga zurück. In der Saison 1960/61 wurde die Mannschaft in die Bezirksklasse durchgereicht. Erst zwei Jahre später schafften die Bockumer die Rückkehr in die Landesliga, nachdem sie im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen den punktgleichen SC Oelde 09 in der neutralen Ahlener Theresienkampfbahn mit 1:0 gewann. Allerdings musste die Mannschaft prompt wieder absteigen.

Der direkte Wiederaufstieg wurde als Vizemeister hinter dem SSV Werne verpasst, ehe 1966 der erneute Aufstieg in die Landesliga gelang. Sportlicher Höhepunkt des SV Bockum-Hövel war die Vizemeister der Landesligagruppe 5 hinter der SpVg Beckum. In der folgenden Relegation zur Verbandsliga scheiterte die Mannschaft bereits in der ersten Runde, als die Bockumer im neutralen Unna mit 1:2 gegen den TuS Eving-Lindenhorst verloren. Ein Jahr später fusionierte der SV Bockum-Hövel mit dem 1937 gegründeten Verein Arminia Bockum-Hövel zum SVA Bockum-Hövel.[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntester ehemaliger Spieler des SV Bockum-Hövel ist Bernard Dietz. Er war Kapitän der deutschen Europameistermannschaft von 1980 und spielte für den MSV Duisburg und den FC Schalke 04 in der Bundesliga. Von 1963 bis 1968 trainierte Günter Luttrop die Mannschaft. Später trainierte Luttop die Zweitligisten DSC Wanne-Eickel, SC Herford und Rot-Weiß Lüdenscheid. Harry Garstecki spielte für Phönix Lübeck in der seinerzeit erstklassigen Oberliga Nord.

Nachfolgevereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SVA Bockum-Hövel hielt sich bis zum Abstieg 1975 in der Landesliga. Nach drei Vizemeisterschaften in Folge zwischen 1980 und 1982 hinter Arminia Hamm, dem Herringer SV und dem TuS Wiescherhöfen kehrte der SVA erst 1988 zurück. Drei Jahre später wurde der SVA Vizemeister hinter dem BSV Menden, ehe die Mannschaft 1994 nach einer 1:3-Niederlage im Entscheidungsspiel gegen Rot-Weiß Unna wieder in die Bezirksliga abstieg. Nach Gastspielen von 1997 bis 1999 und von 2004 bis 2007 kehrte der SVA im Jahre 2008 erneut in die Landesliga zurück. Im Jahre 2013 folgte der erneute Abstieg in die Bezirksliga. Für den SVA Bockum-Hövel spielten die ehemaligen polnischen Nationalspieler Andrzej Fischer und Zygfryd Szołtysik. Am 1. Juli 2013 fusionierte der SVA Bockum-Hövel wiederum mit Sportfreunden Bockum und Westfalia Bockum-Hövel zur SG Bockum-Hövel.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b hwa: Neuer Blickfang für Fußballfreunde. Westfälischer Anzeiger, abgerufen am 10. August 2014.
  2. Hartmut Hering: Im Land der tausend Derbys. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2010, ISBN 978-3-7307-0209-3, S. 166–169.
  3. Daniel Schmitz: Mit fünf Teams zur Nummer drei in Hamm. RevierSport, abgerufen am 10. August 2014.