Sacrow (Potsdam)

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Schloss Sacrow, im Frühjahr 2015

Sacrow (slawisch: za krowje „hinter Gebüsch“, „Hinterm Busch“[1]) ist ein Gemeindeteil von Potsdam, der vor seiner Eingemeindung ein eigenständiges Dorf war. Bekannt ist das am Sacrower See in die märkische Wald- und Seenlandschaft eingebettete Sacrow vor allem durch sein Schloss und dessen von Peter Joseph Lenné in den 1840er-Jahren weiträumig umgestaltete Parkanlage sowie durch die am Ufer des Jungfernsees stehende Heilandskirche. Nicht weit entfernt liegt auch die sogenannte Römerschanze, eine aus der Bronzezeit stammende Befestigungsanlage.

Ein historischer Postweg, der Priort über Ferbitz mit Sacrow verbindet, wurde am 8. August 2009 als Wanderweg wiedereröffnet. Dabei wird in Ferbitz die alte Dorfstraße genutzt. Der Postweg lag über 100 Jahre lang weitgehend in militärischem Sperrgebiet.[2]

In den ersten vierzig Jahren des 20. Jahrhunderts ließen sich in Sacrow Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Kultur nieder, z. B. Jörgen Rasmussen (Eigentümer der DKW-Werke), Erik Charell (Regisseur), führende Vertreter der Deruluft (der späteren Lufthansa) sowie der Autor Fritz Kahn. Auch heute befinden sich einige Häuser im Besitz prominenter Berliner.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Potsdam-Sacrow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Sacrow – Artikel beim PotsdamWiki

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 147 ISBN 3-937233-30-X, ISSN 1860-2436.
  2. Historischer Postweg für Wanderer, Potsdamer Neueste Nachrichten vom 11. August 2009

Koordinaten: 52° 25′ 49″ N, 13° 5′ 54″ O