Saibai

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Saibai Island
Landsat-Bild von Saibai
Landsat-Bild von Saibai
Gewässer Pazifischer Ozean
Geographische Lage 9° 24′ S, 142° 41′ O-9.3956972222222142.681111111112Koordinaten: 9° 24′ S, 142° 41′ O
Saibai Island (Papua-Neuguinea)
Saibai Island
Länge 21,8 km
Breite 5,2 km
Fläche 107,9 km²
Höchste Erhebung m
Einwohner 337 (2006)
3,1 Einw./km²
Hauptort Saibai
Lage der Torres-Strait-Inseln:Saibai oben, rechts.
Lage der Torres-Strait-Inseln:
Saibai oben, rechts.

Saibai Island ist neben Boigu und Dauan Teil der Nordwestgruppe der Torres-Strait-Inseln in der Meerenge zwischen Australien und Papua-Neuguinea. Saibai ist die drittgrößte Torres-Strait-Insel, nach Prince-of-Wales-Insel und Moa Island. Verwaltungsmäßig gehört die ca. 5 x 22 km messende Insel zu den Top Western Islands, einer Inselregion im Verwaltungsbezirk Torres Shire von Queensland.

Geographie[Bearbeiten]

Der Kleine Fregattvogel, Teil der reichhaltigen Vogelwelt der Neuguinea vorgelagerten Torres-Strait-Inseln

Die nur rund 4 km von der Südküste der Westprovinz von Neuguinea gelegene flache Mangroven-Insel liegt mit der höchsten Erhebung von etwa 1,7 m knapp über dem Meeresspiegel, und ist daher bei starkem Wellengang stets überflutungsgefährdet. Die lediglich kleine Küstengebiete der Insel bewohnende Bevölkerung von etwa 350 Personen, die zu einem guten Teil auch nur zeitweise auf der Insel lebt, besteht zu etwa 75 % aus Torres-Strait-Insulanern, zu 25 % aus Papua und zu 5 % aus vornehmlich angelsächsischen Europäern. Der Hauptort Saibai (Bevölkerung 171) liegt im Nordwesten, und das Dorf Churum (Bevölkerung 128) drei Kilometer davon entfernt am westlichen Ende der Insel.[1]

Die vorherrschende Sprache ist Kalaw Kawaw Ya, die die vorherrschende Gebrauchssprache, die Lingua Franca, der Mikroregion war.

Unmittelbar nördlich von Saibai liegt die Nachbarinsel Kauamag. Sie ist von Saibai durch einen sieben Kilometer langen und 180 bis 650 Meter breiten Meeresarm getrennt, der an seinem östlichen Ende nahezu geschlossen ist. Zwei weitere sehr kleine namenlose Inseln liegen vor der Nordküste.

Handelsverbindungen mit Neuguinea[Bearbeiten]

Die Saibai-Insulaner haben traditionelle Handeslverbindungen mit dem neuguineanischen Festland, wenngleich dort auch deren größten Feinde, die auch Kiwai genannten Kupamal von der Mündung des Fly River und die Thugeral, was so viel wie Krieger bedeutet, vom Morehead-Fluss an der Grenze zwischen Papua-Neuguinea und dem indonesischen West-Neuguinea, zu Hause sind.

Nachdem Saibai Anfang des 20. Jahrhunderts wieder einmal von eine Tidewelle überrollt wurde, nahmen einige der Insulaner - angeführt von Bamaga Ginau - schließlich Regierungshilfe an und ließen sich auf die Kap-York-Halbinsel umsiedeln, woraufhin dort die heute noch existenten Gemeinden Bamaga und Seisia ihren Ursprung nahmen.

Als Papua-Neuguinea 1975 von Australien in die Unabhängigkeit entlassen wurde, bestanden die Insulaner darauf, bei Australien zu bleiben. Sie verzichteten jedoch nicht darauf, die traditionelle Handels- und auch Familienbeziehungen mit dem Festland zu pflegen. Ein System von Sondererlaubnissen gepaart mit strengen Quarantänevorschriften gestattet einen kleinen Grenzverkehr.

Anmerkungen zu Religiösen Bräuchen[Bearbeiten]

Die Insulaner wurden 1871 von der London Missionary Society zum Christentum bekehrt. Die Missionare entfernten den heiligen Adhibuyastein vom Aith-Stamm auf Saibai. Der Stein stand in Ehren, weil er die Einheimischen vor den Kiwai schützte.

Während des Ersten Weltkrieges kam ein Cargo-Kult groß in Mode, der Zaman Wislin, von German Wesleyan, deutsch Wesleyisch. Das gab sich zwar bald wieder, aber gelegentlich ist dieser Kult immer noch anzutreffen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.solorecursos.com/pueblos/australia/pueblo.php?id=8004&region=State%20of%20Queensland