Samtgemeinde Boffzen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Samtgemeinde Boffzen
Samtgemeinde Boffzen
Deutschlandkarte, Position der Samtgemeinde Boffzen hervorgehoben

Koordinaten: 51° 45′ N, 9° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Holzminden
Fläche: 37,8 km2
Einwohner: 6755 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: HOL
Verbandsschlüssel: 03 2 55 5403
Verbandsgliederung: 4 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Heinrich-Ohm-Straße 21
37691 Boffzen
Website: www.boffzen.de
Samtgemeinde-
bürgermeister
:
Uwe König (SPD)
Lage der Samtgemeinde Boffzen im Landkreis Holzminden
HessenNordrhein-WestfalenLandkreis Hameln-PyrmontLandkreis HildesheimLandkreis NortheimArholzenBevern (Landkreis Holzminden)Bevern (Landkreis Holzminden)BodenwerderBoffzenBoffzenDerentalDerentalDerentalDerentalBoffzen (gemeindefreies Gebiet)BrevördeDeensenDeensenDeensenGrünenplan (gemeindefreies Gebiet)Grünenplan (gemeindefreies Gebiet)Grünenplan (gemeindefreies Gebiet)DelligsenDielmissenEimenEimen (gemeindefreies Gebiet)EschershausenEschershausen (gemeindefreies Gebiet)Eschershausen (gemeindefreies Gebiet)Fürstenberg (Weser)GolmbachHalle (Weserbergland)HehlenHehlenHeinadeHeinadeHeinadeHeinsenHeyenHolenbergHolzen (bei Eschershausen)HolzmindenHolzmindenHolzminden (gemeindefreies Gebiet)KirchbrakLauenfördeLenne (Niedersachsen)LüerdissenMerxhausen (gemeindefreies Gebiet)NegenbornOttenstein (Niedersachsen)PegestorfPolleStadtoldendorfVahlbruchWangelnstedtWenzen (gemeindefreies Gebiet)Karte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Samtgemeinde Boffzen ist eine Samtgemeinde im südniedersächsischen Landkreis Holzminden; es wurden vier Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Der Verwaltungssitz der Samtgemeinde befindet sich in Boffzen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Boffzen bildet den südlichsten Teil des Landkreises Holzminden und erstreckt sich auf einer Länge von etwa 15 Kilometer am östlichen Weserufer; die Weser bildet hier die Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Das Dreiländereck Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen ist südlich nur wenige Kilometer entfernt. Im Osten reicht die Samtgemeinde mit Derental weit in den Solling hinein.

Am westlichen Weserufer liegt das nur 2 Kilometer entfernte Höxter.

Samtgemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohner in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Boffzen im Juni 2007

Zur Samtgemeinde gehören Boffzen, Fürstenberg, der Flecken Lauenförde mit seinem Ortsteil Meinbrexen sowie Derental.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen wurde die Samtgemeinde Boffzen gegründet. Die Gebietsreform wurde von im Vorfeld von den Gemeinden kritisch betrachtet. Meinbrexen, Fürstenberg, Lauenförde, Derental und Boffzen wollten sich zusammenschließen, allerdings mit dem Zugewinn von Neuhaus im Solling und Silberborn, wie es 1971 vorgeschlagen wurde. Neuhaus und Silberborn kamen allerdings zur Stadt Holzminden. Strittig blieb anfangs der Name und Sitz der neuen Samtgemeinde. In Lauenförde, das bis dahin zum Kreis Northeim gehörte, wollte man sich nicht so recht mit Boffzen als Sitz und Samtgemeindenamen abfinden und schlug als Kompromiss den Namen „Samtgemeinde Schloßberg“ vor. Boffzen wiederum bot den Alternativnamen „Samtgemeinde Sollingtor“ an. Bei den Abstimmungen in den einzelnen Gemeinderäten setzte sich dann aber doch der Name „Samtgemeinde Boffzen“ durch.

Im Dezember 1996 lebten 7.986 Einwohner in der Samtgemeinde.

Seit 2008 plant die Verwaltung nach einem Gutachten eine mögliche Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde um Einsparungen von jährlich rund 125.000 Euro zu ermöglichen. Hierzu müssten dann die bestehen Mitgliedsgemeinden Derental, Boffzen, Fürstenberg und Lauenförde aufgelöst werden und könnten dann nur noch Ortsräte oder Ortsvorsteher mit eingeschränkten Entscheidungsrechte bilden. In einem Bürgerentscheid, zeitgleich mit der Bundestagswahl am 27. September 2009, stimmten die Bürger des Fleckens Lauenförde einschließlich Meinbrexen mit 63,91 Prozent gegen eine Einheitsgemeinde mit den Nachbargemeinden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samtgemeindewahl 2011
Wahlbeteiligung: 57,54 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,28 %
27,08 %
10,86 %
9,33 %
3,52 %
2,92 %

Samtgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Samtgemeinderat der Samtgemeinde Boffzen besteht aus 20 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 7.001 und 8.000 Einwohnern.[2] Die 20 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Rat der Samtgemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Uwe König (SPD).

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:

Samtgemeindebürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Samtgemeinde Boffzen ist Tino Wenkel (unabhängig). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 15. März 2020 wurde er ohne Gegenkandidaten mit 92 % der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 27 %.[3] Wenkel trat sein Amt am 1. Mai 2020 an und löste den bisherigen Amtsinhaber Uwe König (SPD) ab, der nicht mehr kandidiert hatte.

Bisherige Samtgemeindebürgermeister
  • 1973–1991: Friedrich Rorig
  • 1991–2001: ?
  • 2001–2006: Ulrich Ammermann (SPD)
  • 2006–2014: Norbert Tyrasa (SPD)
  • 2014–2020: Uwe König (SPD)
  • seit 1. Mai 2020: Tino Wenkel (parteilos)
Bisherige Samtgemeindedirektoren
  • 1976–2001 Ulrich Ammermann (SPD)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, gegründet 1747, ist die drittälteste Porzellanmanufaktur Deutschlands.

Für die Samtgemeinde ist der Fremdenverkehr ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Derental und Fürstenberg waren bis Ende 2010 staatlich anerkannte Erholungsorte. Auf der Weser sind Dampferfahrten eine Attraktion, an ihrem Ufer die gut ausgebauten Radwege.

1866 wurde die Glashütte Bartling & Co. in Boffzen gegründet, im Jahr darauf erfolgte die Umbenennung in Glasfabrik Steinbreite bei Höxter Schmidt & Witte. Ab 1874 firmierte das Unternehmen unter der Bezeichnung Noelle & von Campe Glashütte Brückfeld und 1896 wurde das Werk ausgebaut. Seit 1934 trägt der Hersteller von Glasverpackungen den Namen Noelle & von Campe Glashütte GmbH.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 15. November 2014
  3. Neuer Boffzener Bürgermeister ist gegen Atommüll-Logistikzentrum, abgerufen am 28. Mai 2020