Sankt Lorenz (Kempten)

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St. Lorenz
Kreisfreie Stadt Kempten (Allgäu)
Wappen von St. Lorenz
Koordinaten: 47° 46′ N, 10° 16′ O
Fläche: 18,29 km²
Einwohner: 2609 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahlen: 87439, 87435, 87437
Vorwahl: 0831
Karte
Seit 1972 in dieser Form bestehende kreisfreie Stadt Kempten mit allen amtlichen Ortsteilen

Die ehemalige Ruralgemeinde Sankt Lorenz (weitere gebräuchliche Schreibweise: St. Lorenz) im damaligen Landkreis Kempten (Allgäu) gehört seit dem 1. Juli 1972 zur Stadt Kempten (Allgäu)[1] und bildet heute den nordwestlichen Teil des Kemptener Stadtgebietes. Das Gegenstück zu St. Lorenz war die Gemeinde Sankt Mang. Namensgebend für diese beiden jeweils mehrere Ortsteile umfassenden Gemeinden waren nicht die größten Ortschaften, sondern die beiden Kemptener Stadtpfarreien St. Lorenz und St. Mang.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Lorenz befindet sich westlich der Iller und bildet heute eine der drei Gemarkungen der Stadt Kempten und entspricht genau dem heutigen Stadtteil 6 der Stadt Kempten[2] mit 2609 Einwohnern zum 31. Dezember 2012.[3] Damit ist Sankt Lorenz der Stadtteil mit der geringsten Einwohnerzahl und der niedrigsten Bevölkerungsdichte; im Gegensatz zu Teilen von Sankt Mang hat Sankt Lorenz seinen ländlichen Charakter weitgehend bewahrt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil 6 wird für statistische Zwecke weiter in zwei Bezirke gegliedert, von Nord nach Süd:[4]

  • 60 Heiligkreuz/Neuhausen/Oberwang (1574 Einwohner)
  • 61 Hinterbach/Hirschdorf/Zollhaus (1035 Einwohner)

Die Bezirke werden weiter in Blöcke untergliedert.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu Sankt Mang gibt es im früheren Gemeindegebiet von Sankt Lorenz keinen gleichnamigen Ortsteil. Historisches Gemeindezentrum war der Ort Heiligkreuz mit dem gleichnamigen Kloster und der Wallfahrt, als bei weitem größte Ortschaft. 1987 hatte Heiligkreuz 493 Einwohner. Weitere Orte in der Gemeinde Sankt Lorenz mit einer Bevölkerung von mehr als 100 Personen waren damals Neuhausen (249), Zollhaus (240), Oberwang (149), Hinterbach (141) und Hirschdorf (121).[5]

Die Tabelle enthält nur die zum Zeitpunkt der Eingemeindung am 1. Juli 1972 noch bestehenden und noch zur Gemeinde gehörigen amtlich benannten Gemeindeteile. Die bereits in früheren Jahren ausgegliederten (und nach Kempten eingegliederten) Gemeindeteile sind nicht aufgeführt.

 

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

Gemeindeteil-
schlüssel
(Kempten)
Name Typ Bevölkerung
25. Mai 1987
Koordinaten Postleitzahl Postleitzahl
alt
003 Ajen Einöde 2 !547.7645535510.307392547° 45′ 52″ N, 010° 18′ 27″ O 87439 8227
005 Atzenried Weiler 7 !547.7633785510.261267547° 45′ 48″ N, 010° 15′ 41″ O 87439 8227
009 Bahnholz Einöde 11 !547.7425585510.264614547° 44′ 33″ N, 010° 15′ 53″ O 87439 8227
010 Batzen Weiler 13 !547.7727315510.264719547° 46′ 22″ N, 010° 15′ 53″ O 87439 8227
011 Bezachmühle Einöde 11 !547.7707615510.277822547° 46′ 15″ N, 010° 16′ 40″ O 87439 8227
015 Borstadels Weiler 10 !547.7577145510.251372547° 45′ 28″ N, 010° 15′ 05″ O 87439 8227
017 Bremberg Weiler 13 !547.7715395510.244197547° 46′ 18″ N, 010° 14′ 39″ O 87439 8227
019 Bühl Einöde 1) !547.7611675510.293944547° 45′ 40″ N, 010° 17′ 38″ O 87439 8227
020 Bühls Einöde 3 !547.7561315510.269114547° 45′ 22″ N, 010° 16′ 09″ O 87439 8227
021 Burkarts Einöde 6 !547.7494115510.276258547° 44′ 58″ N, 010° 16′ 35″ O 87439 8227
023 Dorns Weiler 26 !547.7671835510.277406547° 46′ 02″ N, 010° 16′ 39″ O 87439 8227
024 Dottenried Weiler 10 !547.7507255510.269853547° 45′ 03″ N, 010° 16′ 11″ O 87439 8227
028 Ellatsberg Einöde 11 !547.7679585510.279328547° 46′ 05″ N, 010° 16′ 46″ O 87439 8227
030 Elmatried Weiler 15 !547.7399035510.270358547° 44′ 24″ N, 010° 16′ 13″ O 87439 8227
032 Feigen Einöde 7 !547.7351645510.275222547° 44′ 07″ N, 010° 16′ 31″ O 87439 8227
036 Härtnagel Weiler 18 !547.7536755510.300422547° 45′ 13″ N, 010° 18′ 02″ O 87439 8227
044 Heiligkreuz Pfarrdorf 493 !547.7507725510.284856547° 45′ 03″ N, 010° 17′ 05″ O 87439 8227
045 Hinterbach Dorf 141 !547.7623675510.294494547° 45′ 45″ N, 010° 17′ 40″ O 87439 8227
049 Hirschdorf Kirchdorf 121 !547.7650175510.298558547° 45′ 54″ N, 010° 17′ 55″ O 87439 8227
053 Hohenrad Weiler 13 !547.7680815510.238122547° 46′ 05″ N, 010° 14′ 17″ O 87439 8227
062 Kollerbach Weiler 31 !547.7575645510.269358547° 45′ 27″ N, 010° 16′ 10″ O 87439 8227
063 Kornangers Weiler 19 !547.7642815510.253833547° 45′ 51″ N, 010° 15′ 14″ O 87439 8227
064 Lämmlings Weiler 12 !547.7306365510.267372547° 43′ 50″ N, 010° 16′ 03″ O 87439 8227
067 Leinschwenden Weiler 18 !547.7620365510.268369547° 45′ 43″ N, 010° 16′ 06″ O 87439 8227
078 Mayrhof Weiler 18 !547.7661645510.236306547° 45′ 58″ N, 010° 14′ 11″ O 87439 8227
079 Mollenmühle Einöde 12 !547.7718505510.250444547° 46′ 19″ N, 010° 15′ 02″ O 87439 8227
084 Mühlbach Einöde 8 !547.7610445510.265200547° 45′ 40″ N, 010° 15′ 55″ O 87439 8227
085 Neuhausen Dorf 249 !547.7525175510.290242547° 45′ 09″ N, 010° 17′ 25″ O 87439 8227
087 Obergrünenberg Weiler 21 !547.7609115510.246914547° 45′ 39″ N, 010° 14′ 49″ O 87439 8227
090 Oberschmieden Einöde 11 !547.7400945510.278939547° 44′ 24″ N, 010° 16′ 44″ O 87439 8227
091 Oberwang Dorf 149 !547.7460475510.304764547° 44′ 46″ N, 010° 18′ 17″ O 87439 8227
092 Oberwies Einöde 2 !547.7271725510.265367547° 43′ 38″ N, 010° 15′ 55″ O 87439 8227
094 Öschberg Einöde 12 !547.7442535510.268961547° 44′ 39″ N, 010° 16′ 08″ O 87439 8227
095 Ohnholz Weiler 11 !547.7522865510.273656547° 45′ 08″ N, 010° 16′ 25″ O 87439 8227
096 Prestlings Weiler 8 !547.7328945510.271522547° 43′ 58″ N, 010° 16′ 17″ O 87439 8227
097 Rappenscheuchen Weiler 29 !547.7700315510.287267547° 46′ 12″ N, 010° 17′ 14″ O 87439 8227
101 Reisachmühle Einöde 6 !547.7589315510.277625547° 45′ 32″ N, 010° 16′ 39″ O 87439 8227
102 Reiters Einöde 3 !547.7364565510.281633547° 44′ 11″ N, 010° 16′ 54″ O 87439 8227
103 Ried Einöde 3 !547.7571285510.273203547° 45′ 26″ N, 010° 16′ 24″ O 87439 8227
113 Schlatt Einöde 4 !547.7720065510.290578547° 46′ 19″ N, 010° 17′ 26″ O 87439 8227
115 Schwabelsberg3) Weiler 11 !547.7468395510.289200547° 44′ 49″ N, 010° 17′ 21″ O 87439 8227
116 Schwarzen Weiler 22 !547.7471195510.276519547° 44′ 50″ N, 010° 16′ 35″ O 87439 8227
123 Staudach Einöde 12 !547.7681645510.257758547° 46′ 05″ N, 010° 15′ 28″ O 87439 8227
130 Stiftbleiche Weiler 2) !547.7494445510.301756547° 44′ 58″ N, 010° 18′ 06″ O 87439 8227
131 Stockers Weiler 9 !547.7689315510.241269547° 46′ 08″ N, 010° 14′ 29″ O 87439 8227
132 Stöcken Weiler 19 !547.7463085510.286658547° 44′ 47″ N, 010° 17′ 12″ O 87439 8227
133 Stölzlings Einöde 7 !547.7547695510.276122547° 45′ 17″ N, 010° 16′ 34″ O 87439 8227
135 Stürmers Einöde 4 !547.7265285510.271628547° 43′ 36″ N, 010° 16′ 18″ O 87439 8227
137 Tannach Einöde 11 !547.7462835510.281936547° 44′ 47″ N, 010° 16′ 55″ O 87439 8227
141 Untergrünenberg Einöde 11 !547.7645565510.242844547° 45′ 52″ N, 010° 14′ 34″ O 87439 8227
144 Unterschmieden Weiler 27 !547.7400565510.282875547° 44′ 24″ N, 010° 16′ 58″ O 87439 8227
145 Unterwang Dorf 42 !547.7477785510.308056547° 44′ 52″ N, 010° 18′ 29″ O 87439 8227
150 Vorderhalden Weiler 9 !547.7583865510.264797547° 45′ 30″ N, 010° 15′ 53″ O 87439 8227
152 Wegflecken Weiler 13 !547.7559365510.262197547° 45′ 21″ N, 010° 15′ 44″ O 87439 8227
153 Weidach Einöde 7 !547.7647945510.273414547° 45′ 53″ N, 010° 16′ 24″ O 87439 8227
155 Weihers Einöde 4 !547.7352945510.262978547° 44′ 07″ N, 010° 15′ 47″ O 87439 8227
157 Wies Weiler 26 !547.7738895510.280000547° 46′ 26″ N, 010° 16′ 48″ O 87439 8227
158 Zollhaus Dorf 240 !547.7581085510.296128547° 45′ 29″ N, 010° 17′ 46″ O 87439 8227
  Sankt Lorenz ehemalige
Gemeinde
2031 !547.7627785510.265556547° 45′ 46″ N, 010° 15′ 56″ O 87439 8227

1) Die Einöde Bühl wurde 1970 noch mit 11 Einwohnern nachgewiesen. Bei dem 1987 nachgewiesenen Bühl mit 1789 Einwohnern handelt es sich um einen neueren Stadtteil in der Gemarkung Kempten rechts der Iller (B12/Stephanstraße). Die Einöde Bühl ging in Zollhaus auf.
2) Die Stiftbleiche wurde 1970 noch als Weiler mit 19 Einwohnern nachgewiesen, 1987 als unbewohnter Gemeindeteil ohne Typisierung.
3) Schwabelsberg gehört inzwischen nicht mehr zur Gemarkung Sankt Lorenz, sondern zur Gemarkung Kempten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand im Jahr 1818 durch die Abtrennung ländlich geprägter Ortsteile westlich von Kempten. Die Gemeinde St. Lorenz wurde 1818 aus den Hauptmannschaften Hirschdorf, Hofammannschaft (es gibt keinen Ort dieses Namens), Mariaberg und Neuhausen gebildet.[6] Eine weitere Quelle nennt noch eine fünfte Hauptmannschaft Grünberg.[7] Vor der Säkularisation 1802 gehörte das gesamte Gemeindegebiet zum Fürststift Kempten.

Mit Entschließung vom 6. Dezember 1869 erfolgte die erste Gebietsabtretung; etwa 360 Tagwerk mit Schwaighausen, Anwanden und dem Fischerösch wurden der Stadt Kempten angeschlossen. 1904 kam es zu kleinen Gebietsübergaben. Für Kempten war besonders der Landgewinn wichtig, denn 1924 bestand St. Lorenz aus 3270 Hektar mit 4144 Einwohnern, was das sehr kleine Kemptener Stadtgebiet beträchtlich erweiterte.[8]

1933 wurde die Stadt Kempten deshalb wieder aktiv und wandte sich an die Regierung. Nach zweijährigen Verhandlungen kam es zur größten Gebietsabtretung an Kempten. Mit der Wirkung vom 1. Oktober 1934 verlor St. Lorenz gut ein Drittel seiner bisherigen Fläche, was knapp 1000 Hektar entsprach. Folgende Weiler und Hofgruppen wurden Kempten angegliedert: Lotterberg, Reichelsberg ohne Hintere Rottach, Haubensteig, Stiftallmey, Stadtweiher, Eggen, Haslach, Moos, Seibäumen, Letten, Ellharten, Rothkreuz, Steufzgen, Stadtallmey, Bucharts, Steinberg, Kaurus, Adelharz, Eich, Moosers, Breiten, Lugemanns, Rottach und Teile von Oberwang, Unterwang und Halden.[8] Von dieser Eingliederung war auch das Anwesen Franzosenbauer betroffen.

Aufgrund einer neuen Gemeindeordnung vom 1. April 1935 büßte St. Lorenz erneut Flächen ein. Es waren diesmal rund 790 Hektar, bestehend aus den Orten: Rauhen, Thingers, Ober- und Unterheggers, Staudach, Lauben ob der Bruck, Lauben unter der Bruck, Kindo, Mariaberg, Hinteregg, Stoffels, Bachtelsteig, Höflings, Eppenried, Kniebos, Härtnagel am Mariaberg, Jägers, Johannisried, Ober- und Unterried, Zur Rottach, Wittleiters und der Rest des Flurs Reichelsberg (Hintere Rottach).[8]

Kempten errang – unterstützt durch den Flächenzuwachs – die Kreisunmittelbarkeit und war damit keiner Kreisbehörde unterstellt. Für die nun sehr geschwächte Gemeinde St. Lorenz folgten Zeiten leerer Kassen, denn viele steuerkräftige Gewerbe- und Industriebetriebe gehörten von nun an zur Stadt Kempten. Kempten verfolgte dennoch weitere Eingemeindungen.[8]

Im Jahr 1945 wurde der Verwaltungssitz der Gemeinde St. Lorenz von Hirschdorf nach Heiligkreuz verlegt. Drei Jahre später wurde Heiligkreuz eigenständige Pfarrei. Trotz der Einschnitte in die Finanzen durch Kempten erholte sich die Gemeinde rasch. Es entstanden Schulen und ein Gewerbezentrum im Oberwang. Ebenso wurden etwa 30 Kilometer Straßen ausgebaut; bis 1952 war allerdings keine davon asphaltiert. In den Hauptorten wurden Straßenbeleuchtung und Bürgersteige aufgebaut. Die Gemeinde St. Lorenz entwickelte ein eigenständiges Leben durch Kultur, Sport und einer eigenen Feuerwehr.[8]

Die 1925 erbaute Brücke über die Iller von Hirschdorf nach Lauben, die den Fährbetrieb ersetzte, wurde 1945 von der deutschen Wehrmacht teilweise gesprengt, um das Vorrücken der alliierten Truppen zu erschweren. Im Juni 1957 kam es in der Nähe von Hirschdorf zum Iller-Unglück, einem Unfall, bei dem mehrere Wehrpflichtige ums Leben kamen. 1966/67 bauten die zwei Gemeinden eine neue Brücke über den Fluss. 1960 wurde in Heiligkreuz eine Volks- und Gemeindebücherei eröffnet.[8]

Die Gemeinde umfasste zuletzt 57 Ortsteile, großteils Weiler und Einöden.[9] Die vor der vollständigen Gemeindeauflösung (1869 bis 1935) nach Kempten eingegliederten Ortsteile gehören zur Gemarkung Kempten, während das Gebiet der Gemeinde Sankt Lorenz in den Grenzen von 1972 (d. h. zum Zeitpunkt der Auflösung) der heutigen Gemarkung Sankt Lorenz entspricht, einer der drei Gemarkungen der Stadt Kempten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevorsteher und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzter Bürgermeister in St. Lorenz war Josef Kammerlander von der FDP. Er regierte von 1952 bis zur Gemeindeauflösung 1972. Bis 1869 gab es nur Gemeindevorsteher, das Amt des Bürgermeisters wurde durch die 1869 entstandene neue Gemeindeordnung eingeführt.

  • 1818–1848: Anton Mayr
  • 1848–1870: Johannes Herberg
  • 1870–1888: Heinrich Schmid (letzter Gemeindevorsteher und erster Bürgermeister)
  • 1888–1913: Georg Brack
  • 1913–1933: Josef Weinhart
  • 1933–1945: Hans Wegscheider
  • 1945–1951: Josef Herb
  • 1951–1952: Josef Rist

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Weiß ein rotes Ankerkreuz, darüber liegend ein blauer Rost.

Die Gemeinde St. Lorenz erhielt 1961 vom bayerischen Ministerpräsidenten ein eigenes, asymmetrisches Wappen: Es nimmt mit dem Gitterrost das Attribut des Heiligen Lorenz auf. Darunter befindet sich ein rotes Gabelkreuz.[10] Die Farben rot und blau sind die ehemaligen Farben des Fürststifts Kempten, zu dessen Territorium Sankt Lorenz und der frühere Landkreis Kempten gehörte.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ehrte Bürger, die sich Verdienste um die Gemeinde und um das Gemeinwohl erworben haben. Nach der Eingemeindung wurden diese durch die Stadt Kempten übernommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  2. Flächennutzungsplan der Stadt Kempten (Allgäu), Begründung, 2009 (PDF; 26,7 MB)
  3. Auskunft aus dem Melderegister der Stadt Kempten (Allgäu) vom 7. März 2013, ohne Zweitwohnsitze
  4. Kempten Allgäu: Bürgerbefragung 2010 (PDF; 469 kB)
  5. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991, S. 385–386
  6. Peter Blickle: Historischer Atlas von Bayern: Kempten. München 1968, S. 362
  7. Franz Ludwig Baumann, Josef Rottenkolber: Geschichte des Allgäus, Band 4, 1973, S. 148
  8. a b c d e f Franz-Rasso Böck, Ralf Lienert, Joachim Weigel (Hrsg.): Jahrhundertblicke auf Kempten 1900–2000. Verlag Tobias Dannheimer – Allgäuer Zeitungsverlag, Kempten (Allgäu) 1999, ISBN 3-88881-035-3, S. 29–32.
  9. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus d. Volkszählung 1961, München, 1964, Spalte 961
  10. Friedrich Zollhoefer (Hrsg.): In Eduard Zimmermann, Friedrich Zollhoefer: Kempter Wappen und Zeichen umfassend Stadt- und Landkreis Kempten und die angrenzenden Gebiete des oberen Allgäus. In: Heimatverein Kempten (Hrsg.): Allgäuer Geschichtsfreund. 2. Lieferung, Nr. 62, Kempten 1962, S. 304.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg J. Abröll, Martin Fuchsenthaler: Heimatbuch Sankt Lorenz. Kempten 1988.
  • Michael Wenz: Die Geschichte der Gemeinde St. Lorenz mit dem Sitz in Heiligkreuz. In: Teure Heimat. Wochenbeilage zum Lokalanzeiger Dietmannsried.
    • Nr. 5, 1. Februar 1958, 2. Seite (ohne Nummerierung).
    • Nr. 6, 8. Februar 1958, 2. Seite (ohne Nummerierung).