Schübelbach

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Schübelbach
Wappen von Schübelbach
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Schwyz Schwyz (SZ)
Bezirk: March
BFS-Nr.: 1346i1f3f4
Postleitzahl: 8854 Siebnen
8862 Schübelbach
8863 Buttikon
UN/LOCODE: CH SBB (Schübelbach)
CH BTK (Buttikon)
Koordinaten: 712802 / 225807Koordinaten: 47° 10′ 25″ N, 8° 55′ 36″ O; CH1903: 712802 / 225807
Höhe: 433 m ü. M.
Höhenbereich: 407–1895 m ü. M.[1]
Fläche: 29,01 km²[2]
Einwohner: 9289 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 320 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
30,5 % (31. Dezember 2020)[4]
Website: www.schübelbach.ch
Dorfplatz mit Kirche

Dorfplatz mit Kirche

Lage der Gemeinde
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Schübelbach ist eine politische Gemeinde im Bezirk March des Kantons Schwyz in der Schweiz. Zu Schübelbach gehören die Orte Buttikon und ein Teil von Siebnen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1953

Schübelbach liegt nahe dem oberen Teil des Zürichsees und reicht vom Chopfenberg auf 1879 m bis an die Linth. Der Schübelbachner Bann, das Waldgebiet zwischen Müllerspitz und Stockberg, bedeckt 43 % der Gemeindefläche, er ist steil und nicht sehr produktiv. Die Hälfte der Fläche ist die in der Linthebene liegende Talsohle und wird landwirtschaftlich genutzt. Die Gemeinde Schübelbach umfasst die Dörfer Schübelbach, Buttikon und den östlichen, grösseren Teil von Siebnen und liegt an der Verkehrsachse Zürich – Chur. Die Gemeinde zählt mit rund 9125 Einwohnern (Siebnen: 4098, Schübelbach: 2551, Buttikon: 2476) zu den grossen Gemeinden des Kantons Schwyz. Begrenzt wird das Gemeindegebiet vorwiegend durch Flüsse und Bäche (Wägitaler Aa, Trepsenbach, Mühlebach).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine gewisse regionale Bedeutung erlangte im 19. Jahrhundert die industrielle Ausnutzung der Wasserkraft der Wägitaler Aa. Die in Siebnen erbaute Weberei war der Entstehungsort der Honegger Webstühle. Die Kraftwerk Wägital AG wurde 1921 gegründet und durch das dazugehörende Stauwerk das Dorf vor Hochwasser geschützt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Autobahnanschlüsse der Autobahn A3 in Lachen SZ und Reichenburg, die S-Bahn und den Bus Pfäffikon–Reichenburg ist Schübelbach gut mit der Agglomeration Zürich verbunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 972 wird Siebnen erstmals in Urkunden des Klosters Einsiedeln erwähnt. Buttikon wird als Butinchouen im Jahre 1045 unter dem Namen genannt, das Kloster Schänis hat grossen Grundbesitz in der Gegend. Erst im Jahr 1184 wird das Dorf Schübelbach in der Urkunde von Papst Lucius III. als Subelnebach erwähnt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auf Grund des Gesetzes zur Bekämpfung der Heimatlosigkeit jenische Familien eingebürgert. Früher lag Schübelbach am Tuggnersee. Dieser See war mit dem Zürichsee und mit dem Walensee fest verbunden, heute ist er jedoch verlandet. So geschah es, dass die Schübelbachner, die früher noch keine eigene Kirche hatten, mit dem Schiff nach Tuggen in den Gottesdienst fahren mussten. Bekannte Geschlechter aus der Gemeinde Schübelbach sind im Dorf Schübelbach «Schalch» sowie «Bruhin» und im Dorf Buttikon «Ruoss».

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Nationalratswahlen 2019 betrugen die Wähleranteile in Schübelbach: SVP 42,5 %, FDP 20,3 %, SP 16,7 %, CVP 12,5 %, glp 4,3 %, Grüne 2,4 %, EVP 1,2 %.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band I: Die Bezirke Einsiedeln, Höfe und March. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 1). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1927.
  • Albert Jörger: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band 2: Der Bezirk March. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1989 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 82). ISBN 3-909158-22-6. S. 334–366.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schübelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz.ch
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 16. Januar 2017.