Skandal in Ischl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Skandal in Ischl
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1957
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Rolf Thiele
Drehbuch Eberhard Keindorff und Johanna Sibelius
Produktion Otto Dürer
Musik Bruno Uher
Kamera Klaus von Rautenfeld
Schnitt Hilwa von Boro
Besetzung

Skandal in Ischl ist ein österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 1957 von Rolf Thiele. Er basiert auf Hermann Bahrs Lustspiel Der Meister.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dr. Franz Duhr ist vor dem Ersten Weltkrieg Modearzt im österreichischen Kurort Bad Ischl. Im Sommer 1910, die Ankunft eines Mitglieds der kaiserlichen Familie wird in Ischl erwartet, gerät Duhr ins Gerede. Er soll dem jungen Dienstmädchen Therese Holzapfel nach einem Selbstmordversuch zu einem Schwangerschaftsabbruch verholfen haben. Duhr lässt sich vom Getuschel der Ischler High-Society nicht irritieren und denkt nicht daran, die wahren Hintergründe der Geschichte offenzulegen, obwohl er zusehends Patienten verliert. Seine Frau Viola hält tapfer zu ihm. Mit dem Geld des Großwildjägers Graf Vanin, eines Freundes der Familie, eröffnet Duhr ein Heim für ledige Mütter: ein Affront für die Gesellschaft von Bad Ischl.

Das Blatt wendet sich, als Duhr den siebenjährigen Urenkel der Erzherzogin Marie-Antoinette, Prinz Franz, von einem langwierigen Leiden befreit. Er wird geehrt und zum Professor ernannt. Nun stellt sich heraus, dass Duhr das Kind des Dienstmädchens nicht abgetrieben, sondern im Gegenteil die junge Mutter finanziell unterstützt, in andere Stellung nach Salzburg vermittelt und überredet hat, das Kind auf die Welt zu bringen.

Während Dr. Duhr wieder zu einem anerkannten Bürger wird, trifft die Geheimniskrämerei seine Frau schwer. Sie hat alle Schmähungen erhobenen Hauptes ertragen und fühlt sich jetzt von ihrem Mann hintergangen. Sie trifft sich mit Graf Vanin; das Zimmer gerät in Brand und in einer dramatischen Rettungsaktion werden sie und der Graf aus der Feuerfalle befreit. Die Situation kompromittiert sie und sie verlässt das gemeinsame Haus und den Gatten. Am Bahnhof von Bad Ischl kommt es zur Versöhnung der Eheleute. Duhr sieht seine Arroganz ein und verspricht Besserung. Graf Vanin verlässt Ischl, um in Indien auf die Jagd zu gehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorin Popa: O. W. Fischer, seine Filme - sein Leben. Heyne Verlag, München 1989, ISBN 3-453-00124-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]