So geht Medien

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So geht Medien
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Öffentlich-rechtliches Online-Bildungsangebot
Betreiber ARD, ZDF und Deutschlandradio
http://www.so-geht-medien.de/

So geht Medien (Eigenschreibweise „so geht MEDIEN“) ist ein Online-Bildungsangebot von ARD, ZDF und Deutschlandradio zur Förderung der Medienkompetenz von Jugendlichen. Die Federführung liegt beim Bayerischen Rundfunk (BR). So geht Medien klärt zum Beispiel über Fake News, Urheberrecht oder die Entstehung von Nachrichten auf.

Zielsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

So geht Medien möchte Jugendliche in der Kernzielgruppe von 12 bis 16 Jahren darüber informieren und aufklären, wie Medien funktionieren. Dies soll junge Menschen darin unterstützen, Informationen insbesondere im Internet richtig einzuschätzen, Manipulation und Desinformation besser zu erkennen und sich eigenständig eine Meinung zu bilden. Daneben sollen die Jugendlichen auch über das duale Rundfunksystem in Deutschland aufgeklärt werden, insbesondere die Öffentlich-Rechtlichen. Da dies ein Verständnis für Fragen gesellschaftlicher Werte voraussetzt, richtet sich das Angebot an ältere Kinder und Jugendliche.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

So geht Medien ist für den Einsatz im Unterricht konzipiert. Basis einer Unterrichtseinheit bildet in der Regel ein Video. Auch Audios oder eine interaktive Karte können das zentrale multimediale Element bilden. Dazu werden jeweils Arbeitsblätter, Hintergrundinfos, ein Quiz und der Vorschlag für einen Stundenablauf angeboten. Die Unterrichtsmaterialien werden kostenlos und mit der Möglichkeit zum Download auf der Internetseite des Angebots zur Verfügung gestellt, die Videos zusätzlich in einer Youtube-Playliste. Eine einfach strukturierte Webseite und knapp gehaltene Texte sollen den Lehrkräften einen schnellen Überblick und möglichst kurze Vorbereitungszeiten ermöglichen.

Die Materialien sind zwar für den Unterricht konzipiert, aber online frei zugänglich.

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das thematische Angebot von So geht Medien gliedert sich in vier Rubriken: Unter "Medien-Basics" wird zum Beispiel erklärt, was Meinung und Nachricht voneinander unterscheidet, was Urheberrecht bedeutet oder wie Influencer arbeiten. "Stimmt das?" klärt vor allem über Fallen im Internet auf und zeigt unter anderem, woran man Fake News oder Extremismus im Netz erkennt, wie man Verschwörungstheorien entlarvt und was zuverlässige Quellen sind. In der Rubrik "ARD & ZDF" wird beispielsweise erklärt, warum es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt und weshalb Meinungsvielfalt wichtig für die Demokratie ist. Korrespondenten aus aller Welt geben einen kurzen Video-Einblick in ihre Arbeit und ein "Radio-ABC" widmet sich Begriffen wie "Atmo", "Collage" oder "O-Ton". Mit mehrteiligen Tutorials unter der Überschrift "Selber machen" können Schüler lernen, wie sie mit dem Smartphone professionelle Videos drehen oder vor der Kamera moderieren. Die insgesamt etwa 20 Unterrichtseinheiten werden von einem Videolexikon mit Medienbegriffen ergänzt, das sukzessive erweitert wird.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf netzpolitik.org wurde das Angebot von So geht Medien als "schülerfreundliches Material zum Thema Medienkompetenz im digitalen Zeitalter" beschrieben[1]. JUUUPORT, ein Verein in dem Jugendliche einander im Web helfen, äußert sich ebenfalls mit Empfehlungen für die Videos.[2][3] Der Blogger Matthias Andrasch kritisiert, dass die Aufführung der Videos nur im nicht-öffentlichen Bereich urheberrechtlich abgesichert sei.[4] Die Bundeszentrale für politische Bildung verweist auf ihren Seiten zu „Fake News“ sowohl unter "Medienbildung" als auch unter "politischer Bildung" auf So geht Medien.[5] Materialien von So geht Medien wurden auch in den Deutschen Bildungsserver aufgenommen.[6]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

So geht Medien ist ein abteilungsübergreifendes Projekt beim Bayerischen Rundfunk (BR): Urheberin und Projektleiterin ist Johanna Rückert, Leitung Legitimationsprojekte, verantwortliche Redakteurin ist Anja Schäfer (Redaktion "Lernen und Wissenslab"), für die pädagogische Fachberatung ist Maya Götz (Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen, IZI) zuständig. Die Moderatoren sind Christina Wolf (unter anderem für PULS und Bayern 2 tätig) und Sebastian Schaffstein (BAYERN 3).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nominierung für den Grimme Online Award 2018 (Kategorie Bildung)[7]
  • Pädagogischer Medienpreis 2017 von “SIN – Studio im Netz” (Kategorie "Websites für Jugendliche")[8]
  • Aufnahme in den Empfehlungskatalog vom Bundesverband der Verbraucherzentralen: Bewertungen "sehr gut" und "gut" einzelner Unterrichtsmodule[9][10][11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sophie Laaß: Projekt für Schüler: Bayerischer Rundfunk erklärt Medien. In: netzpolitik.org. 12. März 2018, abgerufen am 7. November 2019.
  2. Heute haben wir einen Klicktipp für Euch: "so geht MEDIEN" von @BR_Presse. In: @juuuport (Twitter). 10. Mai 2019, abgerufen am 7. November 2019.
  3. Unterhaltung, Macht, Geld: Influencer*innen. Abgerufen am 7. November 2019.
  4. Matthias Andrasch: BR-Unterrichtsmaterial „so geht Medien“: Einsatz nur bis Klasse 10... In: Matthias-Andrasch.de. 19. April 2017, abgerufen am 7. November 2019.
  5. Fake News. Bundeszentrale für politische Bildung, 12. November 2018, abgerufen am 7. November 2019.
  6. Unterrichtsmaterial von so geht MEDIEN. Abgerufen am 7. November 2019.
  7. so geht MEDIEN. Abgerufen am 7. November 2019.
  8. Preisverleihung 2017 – Pädagogischer Medienpreis. Abgerufen am 7. November 2019.
  9. Das Urheberrecht. Verbraucherzentrale Bundesverband e. V., 31. Mai 2017, abgerufen am 7. November 2019.
  10. So entlarvt man Verschwörungstheorien. Verbraucherzentrale Bundesverband e. V., 7. Juni 2017, abgerufen am 7. November 2019.
  11. Wie sich Lügen im Netz verbreiten. Verbraucherzentrale Bundesverband e. V., 31. Mai 2017, abgerufen am 7. November 2019.