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Sonja Heiss

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Sonja Heiss (* 1976 in München)[1] ist eine deutsche Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin.

Sonja Heiss wurde in München geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Parallel zum Studium arbeitete sie als Casting-Direktorin für Werbung und führte Werbefilmregie. Sie schloss mit ihrem ersten Kinospielfilm „Hotel very welcome“ ab. Der Film hatte seine Premiere bei der Berlinale, lief auf einer Vielzahl internationaler Festivals und erhielt u. a. den First Steps Award.

Auch Heiss zweiter Kinofilm „Hedi Schneider steckt fest“ wurde auf der Berlinale uraufgeführt, erhielt den Hessischen Filmpreis und war für den Deutschen Filmpreis für das beste Drehbuch nominiert.[2] Laura Tonke erhielt für ihre Rolle der Hedi Schneider den Deutschen Filmpreis für die beste Hauptrolle.

2011 erschien Heiss’ erstes Buch, der Erzählband „Das Glück geht aus“, beim Berlin Verlag.[3] Ihr Roman „Rimini“ erschien 2017 bei Kiepenheuer & Witsch und schaffte es in die Spiegel-Bestsellerliste.[4]

Im Februar 2023 wurde ihr Film „Wann wird es endlich wieder so wie es nie war“, die Adaption des gleichnamigen Romans von Joachim Meyerhoff, produziert von Komplizen Film und Warner Brothers Germany auf der Berlinale uraufgeführt. Er erreichte über 500.000 Kinozuschauer in Deutschland. Der Film wurde in der Kategorie „Bester Film“ für den Deutschen Filmpreis 2023, Sonja Heiss zudem in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert.

2024 war sie Ko-Autorin und alleinige Regisseurin der dritten Staffel der ZDF Neo Serie „Deadlines“, die den Preis für die beste Serie beim Filmfest Hamburg erhielt. 2025 verfilmte sie das von ihr verfasste Drehbuch zu dem Kinofilm „Raging Moms, am Ende der Geduld“, Produktion Wiedemann & Berg, Verleih Leonine. Der Film befindet sich in der Postproduktion.

Sonja Heiss arbeitet darüber hinaus als Werbefilmregisseurin, gibt Lesungen, schreibt Kurzgeschichten und Beiträge für Magazine und Zeitungen wie Harpers Bazaar, Madame, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung oder FAZ Quarterly. Sie überarbeitet Drehbücher, arbeitet als dramaturgische Beraterin und unterrichtet als Gastdozentin an Filmhochschulen. Sie erhielt ein Stipendium der Villa Aurora sowie das Tel Aviv Stipendium und das Rom-Stipendium des Medienboard Berlin Brandenburg. Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Auszeichnungen und Stipendien

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Literatur von Sonja Heiss

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  • 2011: Das Glück geht aus: Storys. Berlin Verlag/Bloomsbury (Erzählband)[12]
  • 2017: Rimini, Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017, ISBN 978-3-462-05044-8.

Einzelnachweise

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  1. Sonja Heiss - 2 Bücher - Perlentaucher. Archiviert vom Original am 21. Juni 2024; abgerufen am 21. Januar 2026.
  2. Hessischer Filmpreis für "Hedi Schneider steckt fest" / Das kleine Fernsehspiel des ZDF als "Bester Spielfilm" ausgezeichnet (FOTO). 13. Oktober 2014, abgerufen am 22. Januar 2026.
  3. Wolfgang Höbel: (S+) Leidende Fruchtfliegen. In: Der Spiegel. 9. Oktober 2011, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 22. Januar 2026]).
  4. Peter Henning: "Rimini": Rezension Romandebüt von Sonja Heiss. In: Der Spiegel. 17. August 2017, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 22. Januar 2026]).
  5. Karma Cowboy auf der Website von Komplizenfilm (Memento vom 9. März 2014 im Internet Archive), abgerufen am 29. März 2013
  6. Christina ohne Kaufmann auf der Website von Komplizenfilm (Memento vom 12. April 2012 im Internet Archive), abgerufen am 29. März 2013
  7. a b c d e f Hotel Very Welcome auf der Website von Komplizenfilm (Memento vom 22. Februar 2016 im Internet Archive), abgerufen am 29. März 2013
  8. Sonja Heiss: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. Komplizen Film, Warner Bros. Film Productions Germany, Frakas Productions, 23. Februar 2023, abgerufen am 21. Januar 2026.
  9. Nachwuchstalente erhalten Bayerischen Dokumentarfilmpreis "Junge Löwe". In: ShortNews vom 29. Juni 2002 (Memento vom 28. Mai 2016 im Internet Archive), abgerufen am 29. März 2013
  10. shortfilm.de: 2005. Archiviert vom Original am 12. Januar 2011; abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch).
  11. First Steps: Preisträger (Memento vom 25. April 2019 im Internet Archive), abgerufen am 18. April 2013
  12. a b Sonja Heiss auf der Website von Komplizenfilm (Memento vom 29. August 2014 im Internet Archive), abgerufen am 29. März 2013
  13. Stipendiaten Details - Villa Aurora (de). Archiviert vom Original am 19. Januar 2017; abgerufen am 21. Januar 2026.
  14. a b c d 2023 • Deutscher Filmpreis. In: Deutscher Filmpreis. Abgerufen am 21. Januar 2026 (deutsch).
  15. "Sonne und Beton" erhält 13. Günter-Rohrbach-Filmpreis. In: sr.de. 3. November 2023, abgerufen am 4. November 2023.