Stadion Maksimir

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Stadion Maksimir
Maksimir
Das Stadion Maksimir (2011)
Das Stadion Maksimir (2011)
Daten
Ort Maksimirska cesta 128
KroatienKroatien 10000 Zagreb, Kroatien
Koordinaten 45° 49′ 7,3″ N, 16° 1′ 4,8″ OKoordinaten: 45° 49′ 7,3″ N, 16° 1′ 4,8″ O
Eigentümer Stadt Zagreb
Eröffnung 5. Mai 1912
Renovierungen 1997 (Umwandlung in reines Sitzplatzstadion)
2007 (Sanitäre Einrichtungen, Flutlichtanlage)
2011 (Rasenheizung, Sitze, Kampfbahn)
Erweiterungen 1952, 1999
Abriss 1998 (Nordtribüne)
Oberfläche Naturrasen
Architekt Vladimir Turina
Eugen Ehrlich
Franjo Neidhardt
Kapazität 35.123 Plätze
Spielfläche 105 × 68 m
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Stadion Maksimir, kurz Maksimir, ist ein Fußballstadion in der kroatischen Hauptstadt Zagreb und das größte Stadion des Landes. Die Anlage ist entgegen der weitläufigen Meinung nicht im Besitz des im Stadion beheimateten kroatischen Rekordmeisters Dinamo Zagreb. Die Spielstätte liegt im gleichnamigen Stadtviertel im Nordosten der Stadt und ist im Besitz der Stadt Zagreb. Es liegt direkt gegenüber dem Zagreber Zoo beziehungsweise gegenüber dem nahegelegenen Maksimir-Park.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Maksimir wurde am 5. Mai 1912 eröffnet und trägt den Namen des gleichnamigen Bezirks Maksimir. Die Stadionkapazität beträgt zurzeit 35.123 Zuschauer. Es ist die Heimspielstätte von Dinamo Zagreb und dient der kroatischen Fußballnationalmannschaft neben dem Stadion Poljud in Split als Hauptspielsort. Das Maksimir war neben dem Stadion Roter Stern in Belgrad Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 1976. Neben sportlichen Veranstaltungen werden hier auch Konzerte und andere kulturelle Ereignisse ausgetragen.

Während der Partie zwischen Dinamo Zagreb und FK Roter Stern Belgrad am 13. Mai 1990 kam es auf den Tribünen und dem Spielfeld zu Auseinandersetzungen zwischen Fans des Heimvereins und der jugoslawischen Bundespolizei. Über das jugoslawische Fernsehen fanden diese Szenen Eingang in die Wohnzimmer der jugoslawischen Bevölkerung aller Republiken. Die Ereignisse rund um dieses Spiel werden im Nachhinein als Fanal der ein Jahr später beginnenden Jugoslawienkriege betrachtet.[1]

Renovierung 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Auflagen der UEFA zu erfüllen, wurde das Stadion 2011 teilrenoviert. Dabei wurde eine Rasenheizung verlegt, die Sanitäranlagen generalsaniert und die Tribünen komplett mit Sitzen bestückt. Die Leichtathletikanlage wurde komplett entfernt und durch blauen Kunstrasen ersetzt. Die Presseräume wurden ebenfalls einer Rundumerneuerung unterzogen und es wurde eine neue V.I.P.-Loge eingerichtet. Die Kosten beliefen sich auf geschätzte 6,7 Mio. , was umgerechnet ca. 50 Mio. HRK entspricht.

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt als Eigentümer plant die Renovierung des Stadion Maksimir. Dabei soll das bisher komplett unüberdachte Maksimir Tribünendächer erhalten. Die Maßnahmen sollen rund 37 Mio. Euro kosten und Anfang 2020 starten. Die Ränge im Norden und Westen werden saniert und überdacht. Diese Arbeiten sollen die Hälfte der Kosten ausmachen. In den letzten Jahren wurde öfter die Renovierung des Stadions geplant, doch zur Umsetzung kam es nicht. 2016 wurden sogar Pläne eines Neubaus durch den Verein Dinamo Zagreb bekannt. Mit der Ankündigung soll den Spekulationen über eine neue Spielstätte ein Ende gesetzt werden. Die Modernisierung des größten Standions des Landes sei notwendig und die Stadt hofft, dass sich Dinamo, der kroatische Fußballverband HNS sowie der Staat an den Kosten beteiligen.[2]

Anfang November 2019 vereinbarten die Stadt Zagreb und der Club Dinamo den Bau eines neuen Stadions, nach den FIFA- und UEFA-Standards, auf dem Grund des Maksimir.[3] Auf der Jahreshauptversammlung hat der Vorstandschef von Dinamo, Mirko Barišić, den Auszug aus dem Stadion Maksimir angekündigt und über mehrere Jahre in andere Stadien zu Heimspielen anzutreten. Für die nationalen Partien plant man mit dem Stadion Kranjčevićeva von Stadtrivale NK Zagreb. Für internationale Spiele soll das neue Stadion NK Osijek mit 12.000 Plätzen, das Mitte 2020 fertig sein soll, genutzt werden. Für die Zagreber Fans wäre dies eine lange Anreise, da Osijek drei Autostunden entfernt, an der serbischen Grenze, liegt. Sollten die Planungen für das Bauprojekt durch die Stadt nicht schnell voran kommen, würde der Club eine neue Heimspielstätte für Dinamo und die Nationalmannschaft in Eigenregie bauen. Unter der Bedingung, dass das Stadion wieder in Besitz von Dinamo übergeben wird. Bis 1992 war das Maksimir im Besitz von Dinamo Zagreb.[4]

Kapazität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadion aus der Luft vor dem Umbau (2008)

Die Spielstätte von Dinamo bietet auf seinen Tribünen insgesamt 35.123 Sitzplätze. Neben den 34.193 unüberdachten Tribünenplätzen besitzt das Stadion 930 Logenplätze auf dem Oberrang der Westtribüne.[5]

  • Gesamt: 35.123 Plätze
  • Nordtribüne, Oberrang: 4.510 Plätze
  • Nordtribüne, Unterrang: 4.950 Plätze
  • Westtribüne, Oberrang: 4.918 Plätze
  • Westtribüne, Unterrang: 6.369 Plätze
  • Osttribüne: 9.514 Plätze
  • Südtribüne: 3.932 Plätze

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadion Maksimir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nadine Freiermuth: Bad Blue Boys: Vom Stadion in den Krieg. In: woz.ch. WOZ Die Wochenzeitung, 20. Mai 2010, abgerufen am 13. Februar 2019.
  2. Stadion Maksimir wird renoviert. In: stadionwelt.de. 13. Februar 2019, abgerufen am 13. Februar 2019.
  3. Neues Stadion in Zagreb. In: stadionwelt.de. 4. November 2019, abgerufen am 4. Dezember 2019.
  4. Dinamo Zagreb kündigt Auszug aus Maksimir an. In: stadionwelt.de. 4. Dezember 2019, abgerufen am 4. Dezember 2019.
  5. Stadionkapazität. In: gnkdinamo.hr. Dinamo Zagreb, abgerufen am 13. Februar 2019 (englisch, kroatisch).