Studio Braun

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Studio Braun als Fraktus live im Beatpol in Dresden (2013)

Studio Braun ist ein Trio aus Hamburg, das für seine Telefonstreiche sowie die Band Fraktus bekannt ist. Es besteht aus Heinz Strunk (bürgerlich Mathias Halfpape), Rocko Schamoni (Tobias Albrecht) und Jacques Palminger (Heiner Ebber).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe geht auf eine Idee eines Managers der Plattenfirma Mercury Records zurück. Es sollte eine deutsche Version des amerikanischen Telefonscherz-Duos The Jerky Boys entstehen.[1] Als ihr Vorbild nennen die drei Mitglieder den Graphiker und Satiriker Heino Jaeger. Der erste Name der Gruppe lautete Studio Bach.[2] Die erste Studio-Braun-CD Gespräche erschien 1998, zunächst noch mit Matthias Strzoda. Auf mehreren CDs veröffentlichten sie Telefonstreiche, Musik („depressiver Sprechgesang“) und Texte. Die Namen der Angerufenen sind häufig unkenntlich gemacht. Die Telefonstreiche sind häufig nachträglich geschnitten. Das Stück Stuhlverhalten (2002) bezieht sich auf ein 1989 im Satiremagazin Titanic veröffentlichtes Bild des Malers Michael Sowa namens Toscana-Therapie.[3]

Studio Braun absolvierten mehrere Tourneen mit Live-Programm. 2007 veröffentlichen sie die DVD 20.000 Jahre Studio Braun. Ein Jubiläum feiert Geburtstag. 2010 wurde im Hamburger Deutschen Schauspielhaus ein von Studio Braun produziertes Stück mit dem Titel Rust – Ein deutscher Messias über Mathias Rust uraufgeführt.

Fraktus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. November 2012 erschien die Mockumentary Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte über die fiktive Electropop-Band Fraktus. Gespielt werden die angeblichen Techno-Pioniere von den Protagonisten der Künstlergruppe Studio Braun.

Verwendete Pseudonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Strunk: Jürgen Dose, Jürgen Gabler, Strunker, Heinzer, Bernd Schwanenmeister, Bernd Würmer, Frau Marmelbeene, Frau Hotz, Eckhardt Gundel
  • Rocko Schamoni: Bims Brohm, Bernd Peterchen, Bernd Pöhler, Mike Strecker, Malte Börenboim, Harry Töppel, Georgie Snyder, Samuel Lightwood, 14 Euro
  • Jacques Palminger: Hans Fuchs, Kloben Sund, Kurt Sartorius, Ferdi Binger, Claudius Cornelius, Mertahens, Silvio Strecker, Sebastian Salzgeber, Bernie Thiel, Bernd Wand, Adelheid Strelicks, Benedetto Nietnagel

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gespräche (1998)
  • Gespräche 2 (2000)
  • Jeans Gags (2000)
  • 1:1:0 am Millerntor – FC St. Pauli – TSC Studio Braun (2001)
  • Fear of a Gag Planet (2002)
  • Ein Kessel Braunes (2004)
  • Bierchen (7″-Single, 2005)
  • Die andere Realität (7″-Single, 2005)
  • Studio Braun präsentiert: Fraktus – Millennium Edition (Album, 2012, Staatsakt)
  • Braunes Gold (2012)
  • Welcome to the Internet (2015)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Warum hast du deinen Glauben verloren? – Heinz Strunk im Hotel Matze. Abgerufen am 3. Juni 2021 (englisch).
  2. Humorkritik (7) | August 2000 | TITANIC – Das endgültige Satiremagazin. Abgerufen am 7. Juni 2021.
  3. TITANIC Heft September 1989 (Papier). Abgerufen am 15. Juni 2021.