Sudbury (Vermont)

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Sudbury
Kongretionalistische Kirche von Sudbury
Kongretionalistische Kirche von Sudbury
Lage in Vermont
Sudbury (Vermont)
Sudbury
Sudbury
Basisdaten
Gründung: 6. August 1761
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County: Rutland County
Koordinaten: 43° 48′ N, 73° 10′ WKoordinaten: 43° 48′ N, 73° 10′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 560 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 10,1 Einwohner je km2
Fläche: 57,6 km2 (ca. 22 mi2)
davon 55,6 km2 (ca. 21 mi2) Land
Höhe: 248 m
Postleitzahl: 05733
Vorwahl: +1 802
FIPS: 50-71050
GNIS-ID: 1462222

Sudbury[1] ist eine Town im Rutland County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 560 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sudbury liegt in den fruchtbaren, hügeligen Ebenen südöstlich des Lake Champlain und westlich der Green Mountains. Im Osten durchfließt der Otter Creek für einige, wenige Kilometer die Town.

In der Südhälfte der Town endet eine Seenplatte, die sich ab Putney parallel zu den Green Mountains entlang zieht. So gehört der Nordteil des Lake Hortonia zu Sudbury; kleinere, aber erwähnenswerte Seen sind Burr Pond, Hinkum Pond, Huff Pond und High Pond. In den Letztgenannten mündet der Willow Brook. Durch diese Seenplatte liegt der Anteil der Wasserfläche an der Fläche der Town bei 4,5 %.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Entfernungen sind als Luftlinien zwischen den offiziellen Koordinaten der Orte aus der Volkszählung 2010 angegeben.[3]

Hinweis: Zwischen Sudbury und Shoreham besteht keine gemeinsame Grenze. Die beiden Orte liegen aber so nahe beieinander, dass eine Aufnahme in diese Liste sinnvoll ist.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittlere Durchschnittstemperatur in Sudbury liegt zwischen −7,2 °C (19 °Fahrenheit) im Januar und 21,1 °C (70 °Fahrenheit) im Juli. Damit ist der Ort gegenüber dem langjährigen Mittel der USA um etwa acht Grad kühler. Die Schneefälle zwischen Oktober und Mai liegen mit etwa zweieinhalb Metern erheblich höher als die mittlere Schneehöhe in den USA. Die tägliche Sonnenscheindauer liegt am unteren Rand des Wertespektrums der USA, im Zeitraum September bis Mitte Dezember z. T. erheblich darunter.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sudbury wurde am 6. August 1761 mit einer Fläche von 13.426 acres (54,3 km²) an eine Gruppe Interessierter verkauft. Die frühen Siedler stammten meist aus Connecticut.

In Sudbury wird von Beginn an fast ausschließlich einer Landbau betrieben. Die bis etwa 1870 übliche Schafzucht wurde durch Milchviehwirtschaft ersetzt, die bis heute die Umgebung dominiert.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten Zeit nach der Gründung entwickelten sich zwei Glaubensgemeinschaften im Ort: Methodisten und Kongregationalisten. Über die Methodisten sind keine Daten überliefert; die Kongregationalisten bauten ihr erstes Meeting-House 1805 und engagierten im Januar 1806 den ersten Seelsorger.

Auch heute sind zwei Kirchengemeinden im Ort angesiedelt: eine der Assemblies of God (Living Water) und eine der United Church of Christ.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählungsergebnisse[5] – Town of Sudbury, Vermont
Jahr 1700 1710 1720 1730 1740 1750 1760 1770 1780 1790
Einwohner 258
Jahr 1800 1810 1820 1830 1840 1850 1860 1870 1880 1890
Einwohner 521 754 809 812 796 794 696 601 562 502
Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990
Einwohner 474 415 417 361 321 263 249 253 380 516
Jahr 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 2070 2080 2090
Einwohner 583 560

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verkehrsanbindung Sudburys ist durch zwei Straßen geprägt, die sich in der Hauptsiedlung Sudbury Village kreuzen. Die Vermont State Route 73 verläuft von Osten nach Westen und verbindet Sudbury mit Brandon im Osten und Orwell im Westen. Die Vermont State Route 30 verläuft dagegen mit den nördlich gelegenen Orten Cornwall und Whiting nach Süden mit den Orten Hubbardton und Castleton.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sudbury gibt es kein eigenes Krankenhaus. Das nächstgelegene Krankenhaus für die Bewohner der Town ist das Rutland Regional Medical Center in Rutland.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sudbury gehört mit Brandon, Chittenden, Goshen, Leicester, Mendon, Pittsford, Sudbury und Whiting zur Rutland Northeast Supervisory Union.[6] In der Town befindet sich die Sudbury Country School. Sie bietet Schulklassen von Kindergarten bis zum sechsten Schuljahr.[7]

Es gibt in Sudbury keine Bibliothek. Die nächstgelegene befindet sich in Brandon.


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zadock Thompson: History of Vermont, natural, civil and statistical, in three parts. 3. Band. Chauncey Goodrich, Burlington 1842, S. 168 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sudbury, Vermont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sudbury im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 1. Oktober 2014
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. Koordinaten der Orte der Census-Behörde 2010
  4. Klimadaten bei www.City-Data.com (englisch)
  5. Einwohnerzahl 1790–2010 laut Volkszählungsergebnissen
  6. Rutland Northeast Supervisory Union (Memento vom 28. Juli 2017 im Internet Archive), abgerufen am 28. Juli 2017
  7. Sudbury's Country School. In: google.com. sites.google.com, abgerufen am 28. Juli 2017.