Susanne Knaack

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Susanne Knaack, 2012

Susanne Knaack (* 13. März 1962 in Berlin) ist eine deutsche Malerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susanne Knaack wurde 1962 in Berlin geboren. Dort studierte sie nach dem Abitur zunächst ab 1982 Kunstgeschichte und Germanistik, bevor sie 1985 ein Studium der Malerei bei Georg Baselitz an der Hochschule der Künste Berlin aufnahm, das sie 1989 beendete. Sie war von 1984 bis 1986 Mitglied der Künstlergruppe Gras Fressen. In der gleichnamigen Selbsthilfegalerie hatte sie in dieser Zeit mehrere Ausstellungsbeteiligungen. Von 1989 bis 1995 publizierte sie gemeinsam mit dem Künstler H. H. Zwanzig, mit dem sie sich seitdem das Atelier NOSITIV teilt, Werkstatthefte und initiierte hier regelmäßig Atelierausstellungen.

Susanne Knaack lebt und arbeitet in Berlin und wird von der Galerie Semjon Contemporary, Berlin, vertreten.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susanne Knaack ist eine zeitgenössische Vertreterin der deutschen konzeptuellen Malerei. Stark beeinflusst vom amerikanischen Abstrakten Expressionismus und einem ihrer Hauptvertreter, Jackson Pollock, schafft sie eine Malerei, die nicht klassisch mit dem Pinsel ‚ermalt’ wird, sondern mittels ihrer über Jahre entwickelten und verfeinerten Schütt-Technik entsteht. Der Berliner Kunsthistoriker und Kunstkritiker Dr. Sebastian Preuss schreibt nicht umsonst von den ‚inneren Landschaften’, die hierbei entstehen. Die in Schwarz-Weiß und ihren Abmischungen (mit leichten Braun- und Blaunuancen) gehaltene Malerei lässt vor dem menschlichen Augen Formationen entstehen, die in der Wahrnehmung und Erinnerung des Betrachters zur Landschaftsmalerei und als ‚Seestück’ interpretiert wird, auch wenn das für die Landschaftsmalerei untypische Hochformat dem entgegenspricht. Die abstrakten Malereien evozieren im Betrachter ein Sichversenken in die Bildlandschaft, die von ihm unbewusst mit Landschaftsmalerei gleichgesetzt wird.

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 "Malerei & Monotypie", Semjon Contemporary, Berlin
  • 2015 "Encounter – Colin Ardley: Susanne Knaack", Semjon Contemporary, Berlin
  • 2014 "Landschaft & Gärten - Teil 1", zusammen mit Takayuki Daikoku, Schloss Ribbeck im Havelland
  • 2013 Schwarzzeit – Weißzeit. Deutsche Werkstätten Hellerau, Dresden; Susanne Knaack, Agentur GoArt!, Berlin
  • 2012 Susanne Knaack – Neue Malereien. Semjon Contemporary, Berlin
  • 2011 Seestücke. Die Hamburger Galerie
  • 2010 Landschaften und Seestücke. Galerie Poll, Berlin; Susanne Knaack, Kunsthalle Zellingen
  • 2009 Meer. Wasser. Seen. Galerie Riddagshausen, Braunschweig
  • 2007 Neue Arbeiten. Galerie Hermeyer, München; Kommunale Galerie Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
  • 2006 Paysages. Galerie Lavignes-Bastille, Paris; Malerei und Zeichnung, Berenberg-Gossler-Haus, Hamburg
  • 2005 Malerei. Kunststiftung Poll, Berlin; Computerbögen, Galerie Pillango, Berlin
  • 2004 Susanne Knaack. Galerie Norbert Ebert, Darmstadt; Seestücke, Galerie Magdalena Kaiser, Siegen
  • 2003 Galerie der Druckerei Conrad, Berlin
  • 2001 Neue Arbeiten. Kunststiftung Poll, Berlin
  • 1999 Malerei und Zeichnung. Kunststiftung Poll, Berlin
  • 1998 Seestücke. Kunststiftung Poll, Berlin

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke in Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • HSH Nordbank, Hamburg
  • Artothek des NBK, Berlin
  • Artothek der Kommunalen Galerie Berlin

Werke in Archiven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Morris-Trasov-Archive, Vancouver
  • documenta-Archiv, Kassel
  • Archiv des Künstlerhauses Stuttgart

Messebeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015 Art Bodensee und Positions Berlin, Semjon Contemporary
  • 2014 Art Bodensee, Semjon Contemporary
  • 2012 Preview Berlin, Semjon Contemporary
  • 2009 Contemporary Art Ruhr, Essen, Galerie per-seh; Art Karlsruhe, Galerie Eva Poll
  • 2008 Art Karlsruhe, Galerie Eva Poll
  • 2007 Tease Art Fair, Köln, Kunststiftung Poll; Berliner Kunstsalon, „Aaperto“, Agentur GoArt!
  • 2006 Berliner Kunstsalon, Kunststiftung Poll
  • 2005 Berliner Kunstsalon, Kunststiftung Poll
  • 2002 Art Forum Berlin, Kunststiftung Poll
  • 2000 Art Forum Berlin, Kunststiftung Poll

Literatur über Susanne Knaack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Lieber Künstler, zeichne mir! - Teil 2: Figuration, Illustration, Notation und Zeichen", Ausst.-Katalog, Semjon Contemporary, Berlin 2015, ISBN 978-3-9816830-0-4
  • Sabrina Buchholz: Susanne Knaack. Blaue Stunde. Ausst.-Kat. Galerie per-seh, Hannover 2015, ISBN 978-3-940576-76-7.
  • Sebastian Preuss: Susanne Knaack. Innere Landschaften. Ausst.-Kat. Semjon Contemporary, Berlin 2012, ISBN 978-3-940021-53-3.
  • Joerg Probst: Malen als Segeln. In: Susanne Knaack. Landschaften und Seestücke. Ausst.-Kat. Galerie Poll, Berlin 2010, ISBN 978-3-931759-28-5.
  • Joerg Probst: Natur der Malerei. In: Susanne Knaack. Landschaften der Erinnerung. Ausst.-Kat. Galerie Hermeyer, München 2007, ISBN 978-3-931759-09-4.
  • Felix Krämer, Martin Faass, Hubertus Gaßner (Hrsg.): Von Max Beckmann bis Gerhard Richter. Katalogbuch zur Ausstellung, Hamburger Kunsthalle, Hamburg 8. Juni bis 16. September 2007, ISBN 978-3777436654.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]