TER Bourgogne

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Streckennetz des TER Bourgogne
Bauarbeiten auf dem Bahnhofsvorplatz von Dijon im Sommer 2007

Die TER Bourgogne ist Netzbetreiberin für die vier Départements in der Region Burgund. Diese sind Côte-d’Or (21), Nièvre (58), Saône-et-Loire (71) sowie Yonne (89). Die TER ist ein Zusammenschluss der Regionalverwaltung und dem SNCF. Sie stellen die Transportleistungen im Personenverkehr auf der Schiene und in Bussen zur Verfügung, sie entscheiden über die Tarifstruktur und sie sind für den Takt sowie die Kapazitätsbemessung zuständig.

Insgesamt sind im Verkehrsnetz 150 Bahnhöfe und Haltestellen angeschlossen. Auf einer Gesamtfläche der Region von 31.580 km² werden so von jedem Haltepunkt durchschnittlich 210 km² versorgt. Diese Zahl spiegelt die stark ländliche Struktur des Versorgungsgebietes wider. Durchschnittlich werden täglich 35.000 Reisende befördert, für die 250 bis 280 (je nach Wochentag) Züge, 100 Autobusse und 25 courses en taxi (Linientaxis) eingesetzt werden.

Zurzeit laufen umfangreiche Renovierungsarbeiten, von denen etwa 60 Bahnhöfe betroffen sind und für die im Zeitraum 2003–2005 bereits 4,5 Mio. Euro aufgewendet wurden. Zu den Arbeiten gehört die Ausstattung mit neuem Mobiliar, Zugzielanzeiger, Behinderten-gerechte Zugänge und Ähnliches. Die Kosten teilen sich hälftig die französische Staatsbahn SNCF und die Region Burgund. Außerdem stehen noch einmal 210 Mio. Euro für den Wagenpark zur Verfügung. Nach Abschluss der Arbeiten 2010 soll kein Wagen im Bestand sein, der älter als 15 jahre ist. Vorgesehen ist:

  • insgesamt 96 RRR (Rames réversibles régionales) sichern die Bedienung des TER, von denen seit 2002 bereits 72 gegen ältere Modelle (Durchschnittsalter: 35 Jahre) renoviert und 24 Wagen vollständig erneuert wurden
  • 18 Autorails grande capacité (AGC) wurden bis Ende 2009 ausgeliefert,
  • 17 Autorails, 7 RRR rames réversibles régionales und 86 Corail-Wagen werden in den Jahren 2007–2010 peu-à-peu renoviert[1][2]

Seit 2004 wird ein Linienkomitté (comités de lignes) eingesetzt, das für einen optimaleren Einsatz der Verbindungen – insbesondere im Schülerverkehr – sorgen soll.[3] 2004 waren nach eigenen Angaben 92 Prozent der Züge pünktlich.

Zugmaterial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der eingesetzte Wagenpark ist sehr unterschiedlich. Die häufigste Zuggattung ist der X 4630, der aus der Mitte der 1970er Jahre stammt:

Fahrzeugtyp Anzahl Einsatz auf Strecken Bemerkungen
Corail DijonNevers
X 4630 Dijon – Nevers bis Dezember 2009 vollständig durch AGC ersetzt
Dijon/MontchaninMoulins (Allier) bis Dezember 2009 X vollständig durch AGC ersetzt
Chalon-sur-SaôneParay/Etang
Autun – Etang
Paray – Lyon
Paray – Lyon
B 81500 (AGC) (Dualantrieb: Diesel/Elektro) Dijon – Nevers
Z 27500 Paray – Lyon
X 73500 Autun – Etang

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.region-bourgogne.com/download.php?voir=0&document_id=1028
  2. http://www.region-bourgogne.com/index.php?&o=article&c=610&article_article_id=2467&article_direction=fiche
  3. http://www.region-bourgogne.com/index.php?&o=article&c=610&article_article_id=2468&article_direction=fiche