Tamara Csipes

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Tamara Csipes
Nation Ungarn Ungarn
Geburtstag 24. August 1989 (33 Jahre)
Geburtsort Budapest, Ungarn
Größe 176 cm
Gewicht 78 kg
Karriere
Disziplin Kanurennsport
Bootsklasse Kajak (K1, K2, K4)
Verein Honvéd Budapest
Trainer Ferenc Csipes
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 9 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europaspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 8 × Goldmedaille 5 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold Rio de Janeiro 2016 K4 500 m
Silber Tokio 2020 K1 500 m
Gold Tokio 2020 K4 500 m
Kanu-Weltmeisterschaften
Gold Posen 2010 K2 1000 m
Gold Posen 2010 K4 500 m
Gold Szeged 2011 K1 1000 m
Gold Szeged 2011 K1 5000 m
Gold Moskau 2014 K2 500 m
Silber Moskau 2014 K1 1000 m
Gold Montemor-o-Velho 2018 K2 1000 m
Gold Szeged 2019 K1 1000 m
Gold Szeged 2019 K4 500 m
Silber Kopenhagen 2021 K1 500 m
Gold Kopenhagen 2021 K2 500 m
Silber Kopenhagen 2021 K4 500 m
Logo der Europäischen Olympischen Komitees Europaspiele
Gold Minsk 2019 K4 500 m
Kanu-Europameisterschaften
Silber Brandenburg 2009 K2 1000 m
Silber Brandenburg 2009 K4 500 m
Gold Corvera 2010 K2 1000 m
Silber Corvera 2010 K1 5000 m
Silber Corvera 2010 K4 500 m
Gold Belgrad 2011 K2 500 m
Gold Belgrad 2011 K2 1000 m
Gold Brandenburg 2014 K1 1000 m
Gold Brandenburg 2014 K2 500 m
Gold Moskau 2016 K4 500 m
Silber Belgrad 2018 K2 500 m
Bronze Belgrad 2018 K2 1000 m
Gold Posen 2021 K2 1000 m
Gold Posen 2021 K4 500 m
letzte Änderung: 18. Januar 2022

Tamara Csipes (* 24. August 1989 in Budapest) ist eine ungarische Kanutin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Vater Ferenc Csipes war ebenfalls Kanute und gewann vier olympische Medaillen, darunter eine Goldmedaille, sowie acht Weltmeistertitel.

Tamara Csipes war bei Welt- und Europameisterschaften sehr erfolgreich. 2009 gewann sie in Brandenburg an der Havel ihre ersten internationalen Medaillen mit zwei Silbermedaillen, als sie bei den Europameisterschaften jeweils im Zweier-Kajak über 1000 Meter und im Vierer-Kajak über 500 Meter den zweiten Platz belegte. Ein Jahr darauf sicherte sie sich in Corvera im Zweier-Kajak auf der 1000-Meter-Strecke ihren ersten Titelgewinn. Daneben gewann sie im Einer-Kajak über 5000 Meter und im Vierer-Kajak über 500 Meter ein weiteres Mal zwei Silbermedaillen. Bei den Weltmeisterschaften in Posen gelangen ihr im selben Jahr gleich zwei Siege: sowohl im Zweier-Kajak über 1000 Meter als auch im Vierer-Kajak über 500 Meter wurde sie Weltmeisterin. 2011 in Szeged folgten zwei weitere Titelgewinne bei der Weltmeisterschaft, diesmal im Einer-Kajak über 1000 und über 5000 Meter. In Belgrad sicherte sie sich zudem bei den Europameisterschaften die Goldmedaillen im Zweier-Kajak über 500 und über 1000 Meter. Es folgten zwei Jahre ohne Medaillengewinn, ehe Csipes 2014 in Brandenburg bei den Europameisterschaften erneut zweifache Europameisterin wurde. Sie gewann die Konkurrenzen im Einer-Kajak über 1000 Meter und im Zweier-Kajak über 500 Meter. Die Weltmeisterschaften in Moskau verliefen ebenfalls sehr erfolgreich mit dem Gewinn des Wettbewerbs im Zweier-Kajak über 500 Meter und der Silbermedaille im Einer-Kajak auf der 1000-Meter-Strecke.

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gehörte sie zum ungarischen Aufgebot im Vierer-Kajak. Mit diesem belegte sie auf der 500-Meter-Strecke im Vorlauf den ersten Platz und qualifizierte sich damit direkt für das Finale, das sie mit Gabriella Szabó, Danuta Kozák und Krisztina Fazekas-Zur ebenfalls auf dem ersten Platz beendete. In einer Rennzeit von 1:34,482 Minuten wurden sie vor dem deutschen und dem weißrussischen Vierer-Kajak Olympiasiegerinnen.[1] In derselben Disziplin wurde sie 2016 in Moskau auch Europameisterin. 2018 folgten in Belgrad im Zweier-Kajak auf der 500-Meter-Distanz der Gewinn der Silber- und auf der 1000-Meter-Strecke der Gewinn der Bronzemedaille. In letztgenannter Disziplin wurde sie 2018 in Montemor-o-Velho dagegen Weltmeisterin.[2] 2019 gelangen ihr in Szeged ihr siebter und achter Titelgewinn bei Weltmeisterschaften, nachdem sie sowohl den Wettbewerb im Einer-Kajak über 1000 Meter als auch die Konkurrenz im Vierer-Kajak über 500 Meter gewann.[3] Bei den Europaspielen 2019 in Minsk sicherte sie sich mit dem Vierer-Kajak auf der 500-Meter-Strecke eine weitere Goldmedaille.[4]

2021 belegte sie bei den Weltmeisterschaften in Kopenhagen im Einer-Kajak und im Vierer-Kajak jeweils über 500 Meter den zweiten Platz und wurde im Zweier-Kajak über 500 Meter mit Danuta Kozák Weltmeisterin. Im selben Jahr wurde Csipes in Posen sowohl mit Erika Medveczky im Zweier-Kajak über 1000 Meter als auch im Vierer-Kajak über 500 Meter Europameisterin. Bei den ebenfalls 2021 ausgetragenen Olympischen Spielen 2020 in Tokio ging Csipes in drei Wettbewerben auf der 500-Meter-Strecke an den Start. Im Wettkampf im Einer-Kajak zog sie nach Siegen im Vorlauf und im Halbfinale in den Finallauf ein, den sie hinter Lisa Carrington auf dem Silberrang beendete. Noch erfolgreicher verlief für Csipes der Wettkampf im Vierer-Kajak, den sie mit Danuta Kozák, Anna Kárász und Dóra Bodonyi bestritt. Auch bei diesem Wettkampf gewannen die Ungarinnen sowohl den Vor- als auch den Halbfinallauf. Im Endlauf setzten sie sich mit einer Laufzeit von 1:35,463 Minuten vor der Mannschaft aus Belarus und den polnischen Kanutinnen durch und wurden Olympiasiegerinnen. Nach 2012 und 2016 gelang es den Ungarinnen somit zum dritten Mal in Folge, sich in dieser Disziplin die olympische Goldmedaille zu sichern.[5] Im Zweier-Kajak verpasste Csipes mit Erika Medveczky knapp einen dritten Medaillengewinn. Die beiden erreichte das Finale, kamen jedoch nur als Vierte ins Ziel.

2011 wurde Csipes zu Ungarns Sportlerin des Jahres gewählt. Für ihren Olympiasieg wurde ihr 2016 das Offizierskreuz des Ungarischen Verdienstordens verliehen.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tamara Csipes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amy Tennery: Canoe Sprint: Hungary's Kozak paddles her way to a triple gold. In: reuters.com. Reuters, 20. August 2016, abgerufen am 11. Dezember 2020 (englisch).
  2. Germans dominate Olympic events at canoe sprint World Championships. In: canoeicf.com. Internationaler Kanuverband, 24. August 2018, abgerufen am 11. Dezember 2020 (englisch).
  3. A szegedi sikersztori: megható videó készült a kajak-kenu vb-ről. In: szegedma.hu. 18. Dezember 2019, abgerufen am 11. Dezember 2020 (englisch).
  4. Ábrahám Vass: Team Hungary Wins 4 Gold Medals in European Games. In: hungarytoday.hu. Hungary Today, 1. Juli 2019, abgerufen am 11. Dezember 2020 (englisch).
  5. Geoff Berkeley: Hungary retain women's K4 500m Olympic crown as Carrington misses out on medal. In: insidethegames.biz. Dunsar Media Company Limited, 7. August 2021, abgerufen am 10. Januar 2022 (englisch).
  6. Az olimpikonok és paralimpikonok sikere összeköti a magyarokat. In: parlament.hu. 26. September 2016, abgerufen am 11. Dezember 2020 (ungarisch).