Carolin Leonhardt

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Carolin Leonhardt Kanu
Carolin Leonhardt

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 22. November 1984
Geburtsort Lampertheim
Größe 174 cm
Gewicht 65 kg
Beruf Polizeibeamtin (Bundespolizei)[1]
Karriere
Disziplin Kanurennsport
Bootsklasse Kajak (K2, K4)
Verein WSV Mannheim-Sandhofen
Status zurückgetreten
Karriereende 2016
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Gold0 2004 Athen Kajak-Vierer 500 m
0Silber0 2004 Athen Kajak-Zweier 500 m
0Silber0 2012 London Kajak-Vierer 500 m
 
Carolin Leonhardt und Kugelstoßer David Storl bei der Polizeiausbildung in der Bundespolizeisportschule Kienbaum

Carolin Leonhardt (* 22. November 1984 in Lampertheim) ist eine ehemalige deutsche Kanutin. Sie ist mehrfache Welt- und Europameisterin und Olympiasiegerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leonhardt kam 1994 zum Kanusport. Erstmals machte sie auf sich aufmerksam, als sie mit 17 Jahren Junioren-Weltmeisterin im Vierer-Kajak über 500 m und im Zweier-Kajak über 1000 m wurde.

Die Kanurennsportlerin des WSV Mannheim-Sandhofen wurde bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 zusammen mit Birgit Fischer, Katrin Wagner und Maike Nollen Olympiasiegerin im Vierer-Kajak über 500 m. Zusammen mit Birgit Fischer gewann sie im Zweier-Kajak über 500 m zudem die Silbermedaille.

Im Frühjahr 2008 konnte sie sich für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking qualifizieren und sollte dort erneut im Vierer-Kajak an den Start gehen. Wenige Tage vor Beginn der Wettkämpfe erkrankte sie jedoch an einer Nebenhöhlenentzündung. Auf Anraten der Ärzte wurde sie auf der vorgesehenen Position im Vierer durch Ersatzfrau Conny Waßmuth ersetzt und musste vorzeitig aus dem Olympischen Dorf abreisen. Im Finale von Peking 2008 errang der deutsche Vierer-Kajak der Frauen (500 m) ohne Leonhardt schließlich die Goldmedaille.

Bei den Olympischen Spielen 2012 erreichte Leonhardt im deutschen Vierer-Kajak der Frauen mit Tina Dietze, Franziska Weber und Katrin Wagner-Augustin über 500 m die Silbermedaille.[2]

2016 beendete sie ihre Karriere.[3][4]

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Olympische Spiele
    • Olympiasiegerin Vierer-Kajak 500 m (2004)
    • Olympia-Silbermedaillengewinnerin Zweier-Kajak 500 m (2004)
    • Olympia-Silbermedaillengewinnerin Vierer-Kajak 500 m (2012)
  • Weltmeisterschaften
    • Weltmeisterin Vierer-Kajak 200 m (2005, 2007, 2009)
    • Weltmeisterin Vierer-Kajak 500 m (2005, 2007)
    • Weltmeisterin 4x200m Staffel (2011)
    • Vize-Weltmeisterin Vierer-Kajak 500 m (2006, 2009, 2011)
    • Vize-Weltmeisterin Vierer-Kajak 1000 m (2006)
    • Vize-Weltmeisterin Vierer-Kajak 200 m (2006)
    • Vize-Weltmeisterin Zweier-Kajak 1000 m (2009, 2010)
    • 3. Platz Vierer-Kajak 1000 m (2005)
  • Europameisterschaften
    • Europameisterin Vierer-Kajak 200 m (2005, 2007)
    • Europameisterin Vierer-Kajak 500 m (2005, 2007, 2008, 2009, 2012)
    • Vize-Europameisterin Vierer-Kajak 200 m (2006, 2009)
    • Vize-Europameisterin Vierer-Kajak 500 m (2006)
    • Vize-Europameisterin Vierer-Kajak 1000 m (2005, 2006)
    • Vize-Europameisterin Zweier-Kajak 500 m (2004)
    • 3. Platz Vierer-Kajak 500 m (2011)
    • 3. Platz Zweier-Kajak 200 m (2004, 2010)
    • 3. Platz Zweier-Kajak 1000 m (2010)

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carolin Leonhardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Porträt bei der Bundespolizei (Memento des Originals vom 21. Oktober 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundespolizei.de (abgerufen am 25. Januar 2016)
  2. Ergebnisse Olympia 2012 (englisch), abgerufen am 8. August 2012
  3. Deutsche Sporthilfe würdigt Olympiasieger, Welt- und Europameister. In: Deutsche Sporthilfe. 4. Oktober 2016, abgerufen am 2. Juni 2017.
  4. 17.10.2016 – Karriere-Ende. In: Homepage Carolin Leonhardt. Abgerufen am 2. Juni 2017.
  5. Silbernes Lorbeerblatt 2012