Tekirdağ

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Tekirdağ
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Tekirdağ (Türkei)
Red pog.svg
Tekirdağdan bir görünüm1.jpg
Basisdaten
Provinz (il): Tekirdağ
Koordinaten: 40° 59′ N, 27° 31′ OKoordinaten: 40° 58′ 40″ N, 27° 30′ 55″ O
Einwohner: 187.727[1] (2015)
Telefonvorwahl: (+90) 282
Postleitzahl: 59000
Kfz-Kennzeichen: 59
Struktur und Verwaltung (Stand: 2018)
Bürgermeister: Ekrem Eskinat (CHP)
Webpräsenz:
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/LandkreisOhneEinwohnerOderFläche

Tekirdağ (bulgarisch Родосто Rodosto, griechisch Ῥαίδεστος Rhaidestos oder Ῥαίδεστον Rhaideston, lateinisch Rhaedestus[2] oder Raedestum; ungarisch Rodostó, ursprünglich Bisanthe (griechisch Βισάνθη), später auch Rodosçuk, Tekfur Dağı) ist eine 137.962 Einwohner (2008) zählende Hafenstadt am Marmarameer in Ostthrakien und die Hauptstadt der türkischen Provinz Tekirdağ. Nach der Ernennung von Tekirdağ zur Büyükşehir belediyesi (Großstadtgemeinde) wurde der zentrale Landkreis, der das Gebiet der Stadt umfasst, in Süleymanpaşa umbenannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde schon bei Herodot erwähnt. Prokopios von Caesarea erwähnt, dass die Stadt im 6. Jahrhundert von dem byzantinischen Kaiser Justinian I. nach den Barbareneinfällen mit einer zusätzlichen Festungsmauer wiederaufgebaut wurde. Die Bulgaren eroberten und zerstörten die Stadt 813 unter Khan Krum und in der Schlacht von Rodosto 1206 unter Zar Kalojan, jedoch wurde sie jeweils kurz darauf wiederaufgebaut.

Als die Türken die Stadt von den Byzantinern eroberten, nannten sie sie erst Rodosçuk und ab dem 18. Jahrhundert Tekfur Dağı. Das Tekfur stammt vom armenischen Wort tagovar ab, was die Kreuz tragenden bedeutet. Damit bezeichneten die Türken die christlichen Herrscher. Aus Tekfur wurde dann Tekir.

In Ungarn hat die Stadt eine große Bedeutung, da Fürst Ferenc II. Rákóczi nach der Niederschlagung des von ihm angeführten Freiheitskampfes gegen die Habsburger im 18. Jahrhundert mit seinen Getreuen bis zu seinem Tode in Rodostó im Exil lebte. An unbekannter Stelle in der Stadt befindet sich heute das Grab des ungarischen Essayisten und Chronisten der Emigration Kelemen Mikes.

Bis zur Fertigstellung der Bahnlinie Dedeağaç-Edirne war Tekirdağ der Haupthafen des osmanischen Vilâyets Edirne.

Während des Balkankrieges 1912–1913 wurde die Stadt von den Bulgaren besetzt.

Tekirdağ ist heute hauptsächlich wegen seiner Köfte-Lokale und Anisschnapsproduktion (Rakı) bekannt. In der Innenstadt sind noch einige traditionelle Holzhäuser zu besichtigen. Es besteht Bootsverkehr zur Marmara-Insel.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rákóczi-Museum
  • Arkeoloji ve Etnografya Müzesi (Archäologisches und Ethnographisches Museum)
  • Rákóczi-Museum
  • Namık-Kemal-Haus

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tekirdağ, Süleymanpaşa (4 m)
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
61
 
9
2
 
 
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12
 
 
75
 
14
7
 
 
83
 
10
4
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik, Normalperiode 1981-2010
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Tekirdağ, Süleymanpaşa (4 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 8,5 8,8 11,2 15,8 20,6 25,4 28,1 28,3 24,5 19,8 14,4 10,3 Ø 18
Min. Temperatur (°C) 2,2 2,0 4,1 8,1 12,4 16,7 19,0 19,5 16,0 12,1 7,4 4,2 Ø 10,4
Temperatur (°C) 5,0 5,1 7,5 11,9 16,8 21,5 24,0 24,0 20,0 15,5 10,5 7,0 Ø 14,1
Niederschlag (mm) 60,6 56,5 55,6 40,4 36,0 34,7 27,0 12,5 36,4 61,5 74,8 82,8 Σ 578,8
Sonnenstunden (h/d) 2,6 3,3 4,1 5,6 7,7 9,0 9,7 8,8 7,2 4,8 3,3 2,4 Ø 5,7
Regentage (d) 10,6 10,2 9,7 9,5 7,9 7,2 3,8 2,7 4,9 7,4 9,4 11,6 Σ 94,9
T
e
m
p
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8,5
2,2
8,8
2,0
11,2
4,1
15,8
8,1
20,6
12,4
25,4
16,7
28,1
19,0
28,3
19,5
24,5
16,0
19,8
12,1
14,4
7,4
10,3
4,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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60,6
56,5
55,6
40,4
36,0
34,7
27,0
12,5
36,4
61,5
74,8
82,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Stadt ist Ekrem Eskinat von der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP). Der Sozialdemokrat wurde 2017 nach Kritik an Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan mit einem Ausreiseverbot belegt, sein Reisepass wurde eingezogen. Der Einladung in die Partnerstadt Bayreuth anlässlich der Wiedereröffnung des UNESCO-Weltkulturerbes Markgräfliches Opernhaus im April 2018 konnte er aus diesem Grund nicht Folge leisten. In einer E-Mail an einen Bayreuther Stadtrat, der ihn um eine Einschätzung der politischen Lage in der Türkei gebeten hatte, erklärte Eskinat im Juni 2018 ausweichend, er müsse Vorsicht walten lassen und fürchte um sein Wohl.[3]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Yerelnet, abgerufen 12. Februar 2016
  2. Unter diesem Namen Titularbistum der römisch-katholischen Kirche, s. Rhaedestus.
  3. Resieverbot für den Bürgermeister in: Nordbayerischer Kurier vom 9./10. Juni 2018, S. 11.
  4. Pomorie und Tekirdağ erneuern die Städtepartnerschaft (bulg.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tekirdağ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien