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Johann Heinrich von Thünen-Institut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Thünen-Institut)
Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungs­institut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
(Thünen-Institut)
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Staatliche Ebene Bund
Stellung Bundesoberbehörde[1]
Rechtsform bundesunmittelbare,
nicht rechtsfähige
Anstalt des öffentlichen Rechts[1]
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Gründung 1. Januar 2008
Hauptsitz Braunschweig[1]
Niedersachsen Niedersachsen
Präsidentin Birgit Kleinschmit
Bedienstete 729,3 Dauerstellen (2024)[2]
Haushaltsvolumen 103,4 Mio. EUR (2024)[3]
Netzauftritt www.thuenen.de
Thünen-Institut in Braunschweig
Thünen-Institut für Waldökosysteme, Außenstelle Eberswalde

Das Thünen-Institut (TI, vollständiger amtlicher Name: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei) ist eine bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit Hauptsitz in Braunschweig.[1] Das TI wurde zum 1. Januar 2008 aus der Bundesforschungsanstalt für Fischerei (BFAFi), der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (BFH) und aus Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) errichtet. Es ist nach dem Ökonomen und Agrarwissenschaftler Johann Heinrich von Thünen benannt.

Das TI forscht fachgebietsübergreifend mit dem Ziel der nachhaltigen Weiterentwicklung der ländlichen Räume, der Land-, Forst- und Holzwirtschaft sowie der Fischerei. Dabei bezieht es sozioökonomische, ökologische und technologische Aspekte ein.

Es erarbeitet als Ressortforschungseinrichtung wissenschaftliche Grundlagen als Entscheidungshilfe für die Politik der Bundesregierung. Das Thünen-Institut ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen.

Gründungspräsident war von 2008 bis 2009 Carsten Thoroe. Von 2009 bis 2025 war Folkhard Isermeyer der Präsident. Birgit Kleinschmit ist seit dem 1. Februar 2025 Präsidentin.

Das TI hatte nach dem Haushaltsplan 2021 rund 606 Planstellen und Stellen. Dazu kamen Drittmittelstellen in wechselndem Ausmaß (rund 250 Vollzeitstellen am 31. Dezember 2020). Das Bundesforschungsinstitut gliedert sich in 15 Fachinstitute[4]:

Das Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und das Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen sind zum 1. Dezember 2021 aus dem bisherigen 'Institut für Ländliche Räume' hervorgegangen.[5]

Das Institut für Seefischerei und das Institut für Fischereiökologie zogen 2018 von Hamburg-Altona in einen Neubau in Bremerhaven im Fischereihafen um. Der Neubau entstand nach Plänen des Berliner Büros Staab Architekten und erhielt einen BDA Preis Bremen 2018.[6][7]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Bundeshaushalt 2019, EP 10
  2. Bundeshaushalt 2024, EP 10. (PDF; 3,9 MB) S. 167, abgerufen am 27. Mai 2025.
  3. Bundeshaushalt digital. Haushaltsstelle 1016. In: bundeshaushalt.de. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 7. Mai 2026.
  4. thuenen.de
  5. Forschung zu ländlichen Räumen erhält mehr Gewicht. In: Pressemitteilung. Thünen-Institut, 26. November 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. November 2021.
  6. BDA Preis Bremen 2018 vergeben. In: bda-bund.de. Bund Deutscher Architekten, 20. November 2018, abgerufen am 23. Juli 2026.
  7. Ausgezeichnete Architektur. In: Weser-Kurier vom 18. November 2018, S. 8.

Koordinaten: 52° 17′ 10,2″ N, 10° 26′ 59,4″ O