Johann Heinrich von Thünen-Institut
| Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (Thünen-Institut) | |
|---|---|
| Staatliche Ebene | Bund |
| Stellung | Bundesoberbehörde[1] |
| Rechtsform | bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts[1] |
| Aufsichtsbehörde | Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat |
| Gründung | 1. Januar 2008 |
| Hauptsitz | Braunschweig[1] |
| Präsidentin | Birgit Kleinschmit |
| Bedienstete | 729,3 Dauerstellen (2024)[2] |
| Haushaltsvolumen | 103,4 Mio. EUR (2024)[3] |
| Netzauftritt | www.thuenen.de |


Das Thünen-Institut (TI, vollständiger amtlicher Name: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei) ist eine bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit Hauptsitz in Braunschweig.[1] Das TI wurde zum 1. Januar 2008 aus der Bundesforschungsanstalt für Fischerei (BFAFi), der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (BFH) und aus Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) errichtet. Es ist nach dem Ökonomen und Agrarwissenschaftler Johann Heinrich von Thünen benannt.
Das TI forscht fachgebietsübergreifend mit dem Ziel der nachhaltigen Weiterentwicklung der ländlichen Räume, der Land-, Forst- und Holzwirtschaft sowie der Fischerei. Dabei bezieht es sozioökonomische, ökologische und technologische Aspekte ein.
Es erarbeitet als Ressortforschungseinrichtung wissenschaftliche Grundlagen als Entscheidungshilfe für die Politik der Bundesregierung. Das Thünen-Institut ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen.
Gründungspräsident war von 2008 bis 2009 Carsten Thoroe. Von 2009 bis 2025 war Folkhard Isermeyer der Präsident. Birgit Kleinschmit ist seit dem 1. Februar 2025 Präsidentin.
Das TI hatte nach dem Haushaltsplan 2021 rund 606 Planstellen und Stellen. Dazu kamen Drittmittelstellen in wechselndem Ausmaß (rund 250 Vollzeitstellen am 31. Dezember 2020). Das Bundesforschungsinstitut gliedert sich in 15 Fachinstitute[4]:
- Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen (Sitz: Braunschweig)
- Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen (Sitz: Braunschweig)
- Institut für Betriebswirtschaft (Sitz: Braunschweig)
- Institut für Marktanalyse (Sitz: Braunschweig)
- Institut für Agrartechnologie (Sitz: Braunschweig)
- Institut für Biodiversität (Sitz: Braunschweig)
- Institut für Agrarklimaschutz (Sitz: Braunschweig)
- Institut für Ökologischen Landbau (Sitz: Westerau-Trenthorst, Gut Trenthorst)
- Institut für Holzforschung (Sitz: Hamburg-Lohbrügge)
- Institut für Waldwirtschaft (Sitz: Hamburg-Lohbrügge)
- Institut für Waldökosysteme (Sitz: Eberswalde)
- Institut für Forstgenetik (Sitz: Großhansdorf, Arboretum Tannenhöft, und Waldsieversdorf)
- Institut für Ostseefischerei (Sitz: Rostock)
- Institut für Seefischerei (Sitz: Bremerhaven)
- Institut für Fischereiökologie (Sitz: Bremerhaven)
Das Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und das Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen sind zum 1. Dezember 2021 aus dem bisherigen 'Institut für Ländliche Räume' hervorgegangen.[5]
Das Institut für Seefischerei und das Institut für Fischereiökologie zogen 2018 von Hamburg-Altona in einen Neubau in Bremerhaven im Fischereihafen um. Der Neubau entstand nach Plänen des Berliner Büros Staab Architekten und erhielt einen BDA Preis Bremen 2018.[6][7]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Bundeshaushalt 2019, EP 10
- ↑ Bundeshaushalt 2024, EP 10. (PDF; 3,9 MB) S. 167, abgerufen am 27. Mai 2025.
- ↑ Bundeshaushalt digital. Haushaltsstelle 1016. In: bundeshaushalt.de. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 7. Mai 2026.
- ↑ thuenen.de
- ↑ Forschung zu ländlichen Räumen erhält mehr Gewicht. In: Pressemitteilung. Thünen-Institut, 26. November 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. November 2021.
- ↑ BDA Preis Bremen 2018 vergeben. In: bda-bund.de. Bund Deutscher Architekten, 20. November 2018, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Ausgezeichnete Architektur. In: Weser-Kurier vom 18. November 2018, S. 8.
Koordinaten: 52° 17′ 10,2″ N, 10° 26′ 59,4″ O
- Landwirtschaftsbehörde (Deutschland)
- Fischereiorganisation (Deutschland)
- Landwirtschaftliches Forschungsinstitut
- Forschungseinrichtung in Braunschweig
- Ressortforschungseinrichtung
- Forschungseinrichtung (Forstwesen)
- Bundesbehörde in Braunschweig
- Organisation (Holzforschung)
- Landwirtschaft (Niedersachsen)
- Forstwirtschaft und Holzeinschlag (Deutschland)
- Anstalt des öffentlichen Rechts (Deutschland)
- Forschungseinrichtungsgründung 2008