Johann Heinrich von Thünen-Institut

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Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungs­institut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
(Thünen-Institut)

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Staatliche Ebene Bund
Stellung Bundesoberbehörde[1]
Rechtsform bundesunmittelbare,
nicht rechtsfähige
Anstalt des öffentlichen Rechts[1]
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Gründung 1. Januar 2008
Hauptsitz Braunschweig[1]
Niedersachsen Niedersachsen
Behördenleitung Folkhard Isermeyer, Präsident
Bedienstete 606 Planstellen[1]
Haushaltsvolumen 82,928 Mio. Euro[1]
Netzauftritt www.thuenen.de
Thünen-Institut für Waldökosysteme, Außenstelle Eberswalde
Thünen-Institut in Braunschweig

Das Thünen-Institut (vollständiger amtlicher Name: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei) ist eine bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit Hauptsitz in Braunschweig.[1] Es wurde zum 1. Januar 2008 aus der Bundesforschungsanstalt für Fischerei (BFAFi), der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (BFH) und aus Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) errichtet. Das Institut ist nach dem Ökonomen und Agrarwissenschaftler Johann Heinrich von Thünen benannt.

Das Institut forscht fachgebietsübergreifend mit dem Ziel der nachhaltigen Weiterentwicklung der ländlichen Räume, der Land-, Forst- und Holzwirtschaft sowie der Fischerei. Dabei bezieht es sozioökonomische, ökologische und technologische Aspekte ein.

Das Institut erarbeitet als Ressortforschungseinrichtung wissenschaftliche Grundlagen als Entscheidungshilfe für die Politik der Bundesregierung. Das Thünen-Institut ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen.

Es verfügt nach dem Haushaltsplan 2021 über rund 606 Planstellen und Stellen. Dazu kommen Drittmittelstellen in wechselndem Ausmaß (rund 250 Vollzeitstellen am 31. Dezember 2020). Das Bundesforschungsinstitut gliedert sich in 15 Fachinstitute:

  • Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen (Sitz: Höxter)
  • Institut für Betriebswirtschaft (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Marktanalyse (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Agrartechnologie (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Biodiversität (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Agrarklimaschutz (Sitz: Braunschweig)
  • Institut für Ökologischen Landbau (Sitz: Westerau-Trenthorst, Gut Trenthorst)
  • Institut für Holzforschung (Sitz: Hamburg-Lohbrügge)
  • Institut für Waldwirtschaft (Sitz: Hamburg-Lohbrügge)
  • Institut für Waldökosysteme (Sitz: Eberswalde)
  • Institut für Forstgenetik (Sitz: Großhansdorf und Waldsieversdorf)
  • Institut für Seefischerei (Sitz: Bremerhaven)
  • Institut für Fischereiökologie (Sitz: Bremerhaven)
  • Institut für Ostseefischerei (Sitz: Rostock)

Die beiden Institute für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen sind zum 1. Dezember 2021 aus dem bisherigen Institut für Ländliche Räume hervorgegangen[2]. Die beiden Institute für Seefischerei und für Fischereiökologie, zuvor in Hamburg-Altona ansässig, haben 2018 einen Neubau in Bremerhaven im Fischereihafen bezogen. Das Gebäude entstand nach Plänen des Büro Staab (Bremer BDA-Preis 2018)[3].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Bundeshaushalt 2019, EP 10
  2. Forschung zu ländlichen Räumen erhält mehr Gewicht. In: Pressemitteilung. Thünen-Institut, 26. November 2021, abgerufen am 30. November 2021.
  3. Ausgezeichnete Architektur. In: Weser-Kurier vom 18. November 2018, S. 8.

Koordinaten: 52° 17′ 10,2″ N, 10° 26′ 59,4″ O