Westerau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Westerau
Westerau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Westerau hervorgehoben
Koordinaten: 53° 47′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Nordstormarn
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 15,38 km2
Einwohner: 749 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23847
Vorwahl: 04539
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 083
Adresse der Amtsverwaltung: Am Schiefen Kamp 10
23858 Reinfeld
Webpräsenz: www.amt-nordstormarn.de
Bürgermeisterin: Petra Jürß (KWV)
Lage der Gemeinde Westerau im Kreis Stormarn
Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Segeberg Lübeck Ahrensburg Ahrensburg Ammersbek Bad Oldesloe Badendorf Bargfeld-Stegen Bargteheide Barnitz Barsbüttel Braak Brunsbek Delingsdorf Elmenhorst (Stormarn) Elmenhorst (Stormarn) Feldhorst Glinde Grabau (Stormarn) Grande Grönwohld Großensee (Holstein) Großhansdorf Hamberge Hamfelde (Stormarn) Hammoor Heidekamp Heilshoop Hohenfelde (Stormarn) Hoisdorf Jersbek Klein Wesenberg Köthel (Stormarn) Lasbek Lütjensee Meddewade Mönkhagen Neritz Nienwohld Oststeinbek Pölitz Rausdorf (Holstein) Rehhorst Reinbek Reinfeld (Holstein) Rethwisch (Stormarn) Rümpel Siek (Holstein) Stapelfeld Steinburg (Stormarn) Tangstedt (Stormarn) Todendorf Travenbrück Tremsbüttel Trittau Trittau Trittau Wesenberg (Holstein) Westerau Witzhave ZarpenKarte
Über dieses Bild

Westerau ist eine Gemeinde im Norden des schleswig-holsteinischen Kreises Stormarn in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerau wurde erstmals 1310 urkundlich genannt.

Der Name der Gemeinde könnte entstanden sein, weil von Westen her eine Au führt, die das Dorf in zwei Hälften teilt. Karten aus dem 17. Jahrhundert zeigen, dass die Au von vielen Teichen umgeben war. Der größte dieser Teiche, der bis heute erhalten geblieben ist, ist der sogenannte Dorfteich. Zusammen mit dem Denkmal, dem Feuerwehrhaus, dem aufwändig restaurierten Resthof (Familie Ahrens/Warnke), sowie dem gemeindeeigenen Kindergarten bildet der Dorfteich den Mittelpunkt von Westerau.

Die Geschichte des Dorfes ist stark mit der Stadt Lübeck verknüpft. 1461 kauften zwei Lübecker Kaufleute, Andreas Geverdes und Gerd von Lenten, das Dorf. Sie vermachten das Dorf einer Stiftung zu ihrem Gedächtnis und zur Unterstützung Bedürftiger. Seit der Reformation wird diese Stiftung von der Stadt Lübeck gemeinsam mit der Korporation der Gewandschneider, seit Mitte des 19. Jahrhunderts gemeinsam mit der Kaufmannschaft zu Lübeck verwaltet; das Dorf wurde so zu einem der Stadtstiftsdörfer. Noch heute gehören etliche Hektar Wald dieser Westerauer Stiftung.

1928 wurden Ahrensfelde und die Gutsbezirke Trenthorst und Wulmenau eingemeindet.

Ahrensfelde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahrensfelde wurde erstmals 1555 als abgabenpflichtiges Dorf des Adligen Gutes Wulmenau urkundlich erwähnt. Die Leibeigenschaft wurde erst 1805 aufgehoben. Mit der endgültigen Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam die Landgemeinde zum Amtsbezirk Klein Wesenberg. Im Jahre 1928 erfolgte die Eingemeindung nach Westerau. Die Gemeinde hatte damals 72 Einwohner. Ahrensfelde liegt südlich von Westerau Mitte und ist ca. 1.6 km vom Zentrum entfernt.

Wulmenau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutshaus Trenthorst

Wulmenau (vormals Wolwenowe) ist drei Kilometer südlich von Trenthorst am Landweg Groß-Barnitz - Ahrensfelde gelegen. Wulmenau zählt zu den sogenannten „Lübschen Gütern“. Der Hof des Gutes wurde im Jahre 1300 von Marquard von Crumesse an den Lübecker Bürgermeister Segebodo Crispin verkauft. Dieser Hof kam dann 1590 in den Besitz von Franz v. Stiten; er ist dann später an das Gut Trenthorst verkauft worden. Um 1600 besaß schließlich Joachim von Wetken Wulmenau.

Wulmenau hat heute eine Größe von 284 ha, davon sind 30 ha Wald (Peerhagen). Die Ländereien werden durch das Institut für Ökologischen Landbau bewirtschaftet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWV seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft BIW vier Sitze. Die Wahlbeteiligung lag bei 58 %. Bürgermeisterin ist Petra Jürß (KWV).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Grün und Blau durch einen leicht gesenkten silbernen Wellenbalken geteilt. Oben vier an den Halmen durch einen Knoten verbundene, nach außen herabhängende goldene Ähren, unten ein goldener Karpfen.“[2]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Westerau stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Sport stehen Beachvolleyball-, Tennis- und Fußballplätze zur Verfügung.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Veräußerung ehemals gemeindeeigener Schulen in Westerau und Wulmenau schloss sich die Gemeinde den Schulverbänden Bad Oldesloe und Reinfeld an.

Für die vier Ortsteile wurde ein gemeindlicher Kindergarten gebaut.

Windpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1997 gibt es in Westerau einen Windpark aus sechs Windrädern, der in der Bevölkerung nicht unumstritten ist.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lissy Rienhoff: Westerau im Rad der Geschichte. 1993.
  • Karl Soll: Die Geschichte des Stiftungsdorfes Westerau. Lübeck 1915.
  • Gerhard Schneider: Die Westerauer Stiftung. In: Der Wagen 1966, S. 94–98.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westerau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein