Thomas Häberli

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Thomas Häberli
Andermatthäberli.jpg
Thomas Häberli 2008 (links)
Personalia
Geburtstag 11. April 1974
Geburtsort LuzernSchweiz
Grösse 182 cm
Position Stürmer
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1994–1995 FC Le Mont 4 0(0)
1995–1997 FC Hochdorf 22 0(9)
1997–1999 FC Schötz 51 (21)
1999–2000 SC Kriens 22 0(8)
2000 FC Basel 8 0(0)
2000–2009 BSC Young Boys 267 (74)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2004–2008 Schweiz 1 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2009–2010 FC Perlen-Buchrain
2010–2013 BSC Young Boys (U-18)
2013–2019 FC Basel (U-21)
2019– FC Luzern
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Thomas Häberli (* 11. April 1974 in Luzern) ist ein Schweizer Fussballtrainer und ehemaliger Fussballprofi, der zuletzt beim BSC Young Boys spielte. Seit 2009 ist er Trainer.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 20 löste er seinen Vertrag bei Lausanne auf, eine vermeintliche Diskushernie war diagnostiziert worden und Häberli spielte nur noch in der 1. Liga. Sechs Jahre später und erlöst von den Rückenschmerzen fand er wieder Gefallen am Leben als Profi. Er rief selbständig beim SC Kriens an und fragte nach einem Probetraining und erhielt schliesslich einen Vertrag. Nach einem Abstecher beim FC Basel (zu Schützenmatt-Zeiten), unterschrieb der bei den Young Boys in Bern und wurde dort zu einem Publikumsliebling. In der Transferwut seines Klubs blieb „Häbi“ eines der wenigen Verbleibsel aus der Neufeld-Ära des Berner Klubs. Zuletzt war er sogar der dienstälteste Spieler in der Axpo Super League. In der Saison 2007/08 schoss Häberli 18 Tore und war damit der zweitbeste Torschütze der Liga. Er wurde nur von Teamkollege Hakan Yakin übertroffen.

Als bisher einziger YB-Spieler in der über 110-jährigen Geschichte des Vereins erhielt Thomas Häberli ein Abschiedsspiel, nachdem er in neun Jahren mit dem Verein vom beinahe Abstieg in die 1. Liga (dritthöchste Spielklasse) bis zum Schweizer Vizemeister alles mitgemacht hatte.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 absolvierte er sein erstes und einziges Länderspiel für die Nationalmannschaft gegen die Mannschaft aus den Färöern. Für die EM 2008 forderten einige Medien und Fans die Aufnahme Häberlis ins Kader der Nati, da sich der Stürmer im Herbst seiner Karriere auf den zweiten Platz der Torschützenliste der Super League schoss.[1] Da sich Blaise Nkufo bei den Vorbereitungen für die EURO verletzte, entschied sich Nationaltrainer Köbi Kuhn, Häberli in den vorläufigen EM-Kader aufzunehmen.[2] Am 27. Mai 2008, im (inoffiziellen) Testspiel gegen die U21 des FC Lugano, schoss Thomas Häberli ein Tor für die Nationalmannschaft.[3] Jedoch gab Köbi Kuhn am nächsten Tag bekannt, dass Häberli doch nicht an der Euro 2008 teilnehmen darf.

Häberli-Jubiläum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Gunsten des 110. Geburtstages der Berner Young Boys spielte die Schweizer Rockband Züri West unter dem Pseudonym „The Häberlis“. Somit ehrten sie Thomas Häberli, die Nummer 15 bei YB, für seine langjährige Treue zu YB, so YB-Fan und Bandleader Kuno Lauener.[4]

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine erste Station als Trainer (Saison 2009/2010) war der 3. Ligist FC Perlen-Buchrain aus dem Kanton Luzern. Mit dieser Mannschaft erreichte er gleich den Aufstieg in die 2. Liga. Auf die Saison 2010/2011 übernahm er die Trainierfunktion der U-18 Junioren-Mannschaft des BSC Young Boys. Am 1. Juli 2013 übernahm er die U-21-Mannschaft des FC Basel als Nachfolger von Carlos Bernegger.[5] In der Winterpause 2019 trennten sich Häberli und der FC Basel. Wenig später unterschrieb er als neuer Cheftrainer des FC Luzern bis zum Saisonende 2019.[6]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er hat mit seiner Frau zwei Töchter und einen Sohn und wohnt mit ihnen in Ballwil neben dem Bauernhof seiner Eltern in einem Einfamilienhaus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blick.ch: Kuhn setzt nicht auf Häberli und Lustrinelli
  2. SF Tagesschau: Wegen Verletzung: Nationaltrainer Köbi Kuhn hat YB-Stürmer Thomas Häberli für das Trainingscamp im Tessin nachnominiert. (Memento vom 23. März 2014 im Internet Archive)
  3. Football.ch: FUSSBALL: Erfolgreiche Ersatzspieler 27.5.2008@1@2Vorlage:Toter Link/news.search.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. 20 Minuten: «Kuno: ‹Häberli ist einfach der Geilste›»
  5. FC Basel 1893: Thomas Häberli wird ab Juli neuer U21-Trainer beim FC Basel 1893. FC Basel 1893. 2013. Archiviert vom Original am 23. März 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fcb.ch Abgerufen am 1. Juni 2013.
  6. Weiler-Nachfolger gefunden: Thomas Häberli wird neuer Luzern-Coach, srf.ch, 21. Februar 2019, abgerufen am 22. Februar 2019.