FC Lugano

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FC Lugano
FC Lugano.svg
Voller Name Football Club Lugano
Gegründet 1908 / 2003
Stadion Stadio di Cornaredo
Plätze 15'000
Präsident Angelo Renzetti
Trainer SchweizSchweiz Livio Bordoli
Homepage www.aclugano.ch
Liga Challenge League
2010/11 3. Rang
Heim
Auswärts

Der FC Lugano (Football Club Lugano) ist ein Schweizer Fussballclub aus Lugano im Kanton Tessin. Er ist der Nachfolgeverein des FC Lugano, der 2002 Konkurs anmelden musste. Am 1. Juli 2003 erfolgte die Fusion der Reste des konkursiten FC Lugano mit dem ebenfalls aus dem Tessin stammenden Verein FC Malcantone Agno - der in der Spielzeit 2003/04 noch einen beachtlichen vierten Platz in der zweiten Schweizer Liga, der Challenge League erreichte - zur AC Lugano. Am 24. Juni 2008 wurde der Vereinsname rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen von AC Lugano wieder in FC Lugano geändert.[1]

Der FC Lugano spielt im Stadion Cornaredo, welches 15'000 Zuschauer, davon 5'000 auf Sitzplätzen auf einer modernen, architektonisch ansprechenden Tribüne fasst.

Der im Jahr 1908 gegründete Fussballclub wurde dreimal Schweizermeister (1938, 1941, 1949) und dreimal Cupsieger (1931, 1968, 1993).

Der Verein ging im Jahr 2002 vollständig Konkurs. Seine Vereinsfarben sind schwarz-weiss.

Es existiert ein Museum im Gedenken an den Konkurs gegangenen Verein.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Logo des AC Lugano bis 24. Juni 2008

1921 bis 1994[Bearbeiten]

Der FC Lugano trat zum ersten Mal ins nationale Rampenlicht, als er zu Ende der Spielzeit 1921/22 in den Aufstiegsspielen gegen den FC Neumünster Zürich mit 1:0 und 3:0 gewann und damit erstmals in die damalige oberste Liga, der in drei Regionalgruppen unterteilten Serie A aufstieg. Nach der ersten Saison lagen die Tessiner auf dem letzten Platz in der Ostgruppe, stiegen aber wegen Aufstockung der Liga von acht auf neun Teams nicht ab. In den nächsten beiden Spieljahren reichten vorletzte Plätze vor den FC Blue Stars Zürich und Brühl St. Gallen, um den Klassenerhalt zu sichern.

Ab 1926/27 zählte der FC Lugano schliesslich zu den Spitzenvereinen der Ostgruppe und nach der Saison 1929/30 durften die Tessiner, nachdem sie zum zweiten Mal in Serie den zweiten Platz in der Gruppe erreicht hatten, auch zum ersten Mal an der Finalrunde zur nationalen Meisterschaft teilnehmen, ohne aber dort einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Dies tat der FC Lugano dafür umso mehr im Pokalwettbewerb der folgenden Saison. Dort siegten die Schwarz-Weissen im Final gegen den Zürcher Grasshopper Club – einer der führenden Schweizer Vereine in jener Ära – mit 2:1 und holten damit ihren ersten nationalen Titel.

1933 wurde Lugano Gründungsmitglied der neuen eingleisigen höchsten Spielklasse der Schweiz, der Nationalliga A, wo er in der Endabrechnung einen guten dritten Platz belegte. Auch in den folgenden Jahren gehörten die Tessiner zu den führenden Vereinen der Liga und sie durften 1938 sogar zum ersten Mal die Meisterschaft feiern, als die Grasshoppers am Ende einen Punkt Rückstand aufweisten. 1941 folgte der zweite Streich, als der FC Lugano diesmal den Berner Sportclub Young Boys zwei Punkte hinter sich liess.

In den nächsten Jahren blieben die Luganer unter den führenden Teams der Nationalliga A. Nachdem in der Saison 1947/48 allerdings die bis dahin schlechteste Platzierung – Platz 11 unter 14 Vereinen – hingenommen werden musste, konnten die Tessiner in der Folgesaison ihre dritte und letzte Meisterschaft der Vereinsgeschichte feiern. Sieben Punkte wurde der zweitplatzierte FC Basel hinter sich gelassen.

In den nachfolgenden Jahren gleitet der FC Lugano aber zusehends ins Mittelfeld und darunter ab. Zum Abschluss der Saison 1952/53 stand der FC Lugano punktgleich mit dem FC Grenchen auf dem vorletzten Platz. Im erforderlichen Relegations-Playoffspiel verlor der Club gegen die Solothurner klar mit 3:0 und war damit zum ersten mal seit über dreissig Jahren nicht mehr erstklassig.

Ein Jahr später stiegen sie wieder in die Nationalliga A auf und konnten sich bis 1959/60 in der höchsten Spielklasse halten. Anfang der 1960er-Jahren war der FC Lugano eine typische Liftmannschaft. 1960/61 spielte man ein Jahr lang in der NL B und schaffte den Wiederaufstieg. Allerdings stieg der FC Lugano nach der Saison 1962/63 abermals in die NL B ab um im Jahre 1963/64 wieder aufzusteigen.

Erst gegen Ende der 1960er-Jahren gehörte der FC Lugano wieder zu den besten Schweizer Fussballmannschaften. 1968 gewannen sie den Schweizer Cup im Final gegen den FC Winterthur mit 2:1. Es war ihr erster Titel seit dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft von 1949 und er wurde dementsprechend gross gefeiert. 1971 erreichten sie nochmals den Cup-Final aber verloren das Spiel gegen Servette Genf mit 2:0.

Es folgten schwächere Jahre und 1976 stiegen sie abermals in die NLB ab. Ein kurzer Wiederaufstieg in die NLA gelang 1978/79 doch nach nur einem Jahr stiegen sie wieder ab.

Erst mit dem Aufstieg 1987/88 folgte eine erfolgreichere Zeit. Der vorläufig letzte Titelgewinn gelang im Jahre 1993 als Lugano wiederum den Schweizer Cup gegen die Grasshoppers mit 4:1 gewinnen konnten nachdem sie noch ein Jahr zuvor den Final gegen den FC Luzern mit 1:2 nach Verlängerung verloren hatten.

Es war ihr dritter Cup-Sieg und der FC Lugano ist bis heute die einzige Tessiner Fussballmannschaft, die den Schweizer Cup überhaupt gewinnen konnte.

1995/96[Bearbeiten]

Der FC Lugano sorgte in der UEFA-Cup-Saison 1995/96 für eine Riesensensation, als er in der ersten Hauptrunde des Wettbewerbs den italienischen Spitzenklub Inter Mailand im Giuseppe-Meazza-Stadion mit 1:0 bezwingen konnte nachdem das Hinspiel 1:1 ausging. In der nächsten Runde gab es aber kein Wunder mehr und nach zwei knappen Niederlagen gegen Slavia Prag folgte das Aus.[2]

2008 bis 2010[Bearbeiten]

Der FC Lugano spielte in der Challenge League 2008/09 eine starke Saison. Die Tessiner wurden in der Tabelle letztlich nur vom FC St. Gallen übertroffen. Sie erreichten den zweiten Schlussrang, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen (in der Schweiz "Barrage" genannt) in die Axpo Super League berechtigte. Gegner war der FC Luzern, der – als zweitletzter der Super League – um den Ligaerhalt kämpfen musste. Das Hinspiel in Lugano gewannen die Tessiner mit 1:0. Das Rückspiel auf der Luzerner Allmend entschied der höherklassierte FC Luzern mit 5:0 klar für sich.

Auch in der folgenden Saison wurde der zweite Schlussrang hinter dem FC Thun erreicht. Der FC Lugano scheiterte aber auch in dieser Saison durch eine 1:2-Niederlage und ein folgendes 0:0 gegen den AC Bellinzona in den Aufstiegsspielen.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten]

  • 1922–33: Serie A
  • 1933–53: Nationalliga A
  • 1953–54: Nationalliga B
  • 1954–60: NLA
  • 1960–61: NLB
  • 1961–63: NLA
  • 1963–64: NLB
  • 1964–76: NLA
  • 1976–79: NLB
  • 1979–80: NLA
  • 1980–88: NLB
  • 1988–97: NLA
  • 1997–98: NLB
  • 1998–02: NLA
  • 2002–03: NLB
  • 2003–: Challenge League

Ewige Tabelle[Bearbeiten]

Der FC Lugano liegt derzeit auf dem 8. Rang der ewigen Tabelle der Super League.

Kader 2012/13[Bearbeiten]

Nummer Spieler Nationalität Im Verein seit Letzter Verein
Torhüter[Bearbeiten]
18 Pajtim Badalli SchweizerBosnier 2011 FC Chiasso
30 Francesco Russo Italiener 2011 US Pergocrema 1932
Verteidigung[Bearbeiten]
2 Denis Markaj Schweizer 2013 AC Bellinzona
3 Mladen Skoric Bosnier 2010 Eigene Jugend
6 Orlando Urbano Italiener 2012 Como Calcio
22 Daniel Maffi Schweizer 2010 Eigene Jugend
25 Christian Schlauri Schweizer 2013 Servette FC Genève
26 Patrick Cazzaniga Schweizer 2013 Eigene Jugend
Mittelfeld[Bearbeiten]
4 David Forzano Schweizer 2012 FC Medrisio
5 Everton BrasilianerBrasilianer 2013 San Luis FC
6 Charyl Chappuis Schweizer 2012 FC Locarno
7 Gezim Shalaj Schweizer 2012 FC Luzern
8 Marko Basic Kroate 2008 NK Kamen Ingrad Velika
10 Mattia Bottani Schweizer 2009 Eigene Jugend
14 Jonathan Sabbatini Italiener 2012 SS Chieti Calcio
16 Silvan Aegerter Schweizer 2012 FC Zürich
17 Matteo Tosetti Schweizer 2013 FC Wohlen
19 Antoine Rey Schweizer 2009 FC Lausanne-Sport
20 Erwin Blattner Schweizer 2012 Eigene Jugend
23 Stéphane Garcia Schweizer 2012 Étoile Carouge
27 Luca Spini Italiener 2013 AC Bellinzona
27 Luca Quadri Schweizer 2013 Eigene Jugend
Stürmer[Bearbeiten]
9 Bojan Dubajic Serbier 2013 FK Indjija
11 Salvatore Guarino Italiener 2013 FC Rapperswil-Jona
21 Rafael Da Silva BrasilianerBrasilianer 2013 Coritiba FC
29 Gianluca Santillo Schweizer 2011 Eigene Jugend

Stand: 24. Dezember 2013

Bekannte Ehemalige und aktuelle Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. 100 Jahre alt und wieder jung - die Vereinsgeschichte des FC Lugano in der Übersicht
  2. UEFA Cup 1996 auf rsssf.com