Thorsten Lensing

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Thorsten Lensing (* 1969 in Coesfeld) ist ein deutscher Theaterregisseur.

Lensings Inszenierungen entstehen seit 1994 als freie Produktionen in Koproduktion u. a. mit deSingel Antwerpen, Sophiensæle Berlin, Berliner Festspiele (Festival spielzeit’europa), Forum Freies Theater (FFT) Düsseldorf, Düsseldorfer Schauspielhaus, Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Schauspiel Frankfurt, Kampnagel Hamburg, TAK Theater Liechtenstein, Grand Théâtre de Luxembourg, Theater im Pumpenhaus Münster, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Staatstheater Stuttgart, Festspiele Zürich, Theater am Neumarkt Zürich, Schauspielhaus Zürich.

Thorsten Lensing verband von 1996 bis 2011 eine enge Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Jan Hein. In der Zeit von 2003 bis 2011 bildeten Lensing und Hein ein Regieduo.

Lensings Inszenierungen sind stets hochkarätig besetzt, so arbeitete er u. a. mit Jasna Fritzi Bauer, Sebastian Blomberg, Alexander Fehling, Miriam Goldschmidt, Matthias Habich, Maria Hofstätter, Charly Hübner, André Jung, Peter Kern, Peter Kurth, Ursina Lardi, Viviane de Muynck, Josef Ostendorf, Heiko Pinkowski, Lars Rudolph, Ernst Stötzner, Devid Striesow, Katharina Schüttler, Rik van Uffelen und den Musikern Hannes Bauer, Gilbert Abdourahmane Diop, Jean Paul Bourelly, Phil Minton und Willi Kellers, sowie dem Bühnenbildner Johannes Schütz.

Für sein Stück Karamasow erhielt Lensing den Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost für die beste Berliner oder Potsdamer Theateraufführung im Jahr 2014.[1] Die Jury überzeugte „die großartige Leistung des Ensembles und die Inszenierung, die immer wieder zu überraschen weiß. Sie atmet den Geist von Tschechow und Beckett und macht den Raum frei für das Wichtigste im Theater: Die Schauspieler.“ Anlässlich der Premiere schrieb die Berliner Zeitung: „Das Theater von Thorsten Lensing ist von großer Direktheit und Einfachheit. Es dringt zum Wesen des Spiels selbst und zum Wesen der Figuren vor, denen Dostojewskij für seinen Roman Die Brüder Karamasow Leben einhauchte. […] Es ist ein pures Spiel mit offenen Karten. Ein Machen ohne Vormachen. Ein bewusster, kontrollierter Gang durch gegebene Situationen, wobei keiner schon vorher genau zu wissen scheint, wo er mit dem nächsten Schritt landet. Der Abend dauert knapp vier Stunden und ist von einer Intensität, die man als Zuschauer mit trägt.“

Nach "Karamasow" folgte im Februar 2018 die Premiere von "Unendlicher Spaß" nach dem gleichnamigen Roman von David Foster Wallace. Diese Inszenierung wurde 2019 zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen.[2]

Inszenierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Rainald Goetz „Krieg“
  • 1995: Anna Seghers / Volker Braun „Transit Europa“
  • 1996: Eugene Ionesco / Karl Kraus „Der König stirbt / Die letzten Tage der Menschheit“
  • 1998: Bernard-Marie Koltès „Quai West“
  • 2000: T.S. Eliot „Sweeney Agonistes“
  • 2001: Jakob Michael Reinhold Lenz „Catharina von Siena“
  • 2002: William Shakespeare „König Lear“
  • 2003: Johann Nestroy „Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl“
  • 2005: Robert Walser „Schneewittchen“
  • 2008: Anton Tschechow „Onkel Wanja“
  • 2009: William Carlos Williams „Der Lauf zum Meer“
  • 2011: Brigitte Kronauer „Die Kleider der Frauen“
  • 2011: Anton Tschechow "Der Kirschgarten"
  • 2014: Fjodor Dostojewskij "Karamasow"
  • 2018: David Foster Wallace "Unendlicher Spaß"

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Karamasow“ erhält den Friedrich-Luft-Preis der Morgenpost. Berliner Morgenpost, 2. April 2015.
  2. Berliner Festspiele: Theatertreffen - Unendlicher Spaß. Abgerufen am 19. Mai 2019.