Tobias Lindner (Politiker)

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Tobias Lindner (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Tobias Lindner (* 11. Januar 1982 in Karlsruhe) ist deutscher Volkswirt und Politiker (Bündnis 90/Die Grünen).

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Europa-Gymnasium in Wörth am Rhein leistete Lindner seinen Zivildienst bei der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg in Karlsruhe ab und studierte von 2002 bis 2007 an der Universität Karlsruhe technische Volkswirtschaftslehre. Seit 2007 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie des Institut für Wirtschaftstheorie und Statistik[1] und wurde 2011 mit der Arbeit Zur Manipulierbarkeit der Allokation öffentlicher Güter - Theoretische Analyse und Simulationsergebnisse[2] zum Dr. rer. pol. promoviert. Lindner lebt in Wörth am Rhein.

Im Wintersemester 2013/2014 war er Dozent des Seminars „Konzepte der Wirtschaftstheorie und ihre Anwendung auf wirtschaftspolitische Entscheidungen“ am Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie des Karlsruher Instituts für Technologie.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tobias Lindner ist seit 1998 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen und trat 1999 der Grünen Jugend bei. Im Jahr 2000 wurde er zum Pressesprecher des Landesvorstands der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz gewählt und übernahm von 2002 bis 2004 das Amt des Beisitzers im Vorstand des Kreisverbands Germersheim. Seit November 2004 führt Lindner den Kreisverband Germersheim und den Stadtverband seiner Heimatstadt Wörth und ließ sich 2005 und 2009 als Direktkandidat für den Deutschen Bundestag aufstellen. Im Januar 2007 stieg er als Mitglied in den Kreistag des Landkreises Germersheim ein und war dort bis Juli 2011 tätig. Von 2009 bis Juni 2011 war Lindner Mitglied des Stadtrats Wörth am Rhein sowie Vorsitzender der Kreistagsfraktion.[4]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2011 rückte Lindner für Ulrike Höfken als Mitglied des Deutschen Bundestages über die Landesliste Rheinland-Pfalz nach.[5] Seither war Lindner in der 17. Wahlperiode Mitglied im Haushaltsausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss. Am 27. März 2012 wurde Lindner zum Sprecher für Wirtschaftspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen gewählt und war fortan Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie. Des Weiteren übernahm er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Deutsch-Irischen Parlamentariergruppe und des stellvertretenden Vorsitzenden der rheinland-pfälzischen Landesgruppe der Grünen-Bundestagsabgeordneten. Am 1. Dezember 2012 wurde Lindner auf der Landesdelegiertenversammlung seiner Partei auf Platz zwei der Landesliste für die Bundestagswahl 2013 gewählt. Im September 2013 wurde er schließlich über die Landesliste erneut in den neuen Bundestag gewählt.

In der 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages ist Lindner Obmann der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Haushaltsausschuss, Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss[6] und im Rechnungsprüfungsausschuss. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO. In der rheinland-pfälzischen Landesgruppe der Grünen-Bundestagsabgeordneten ist er weiterhin stellvertretender Vorsitzender.

Seit März 2015 ist Tobias Lindner Mitglied im Senat der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tobias Lindner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitarbeiterseite am Institut für Wirtschaftstheorie und Statistik, Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie (VWL I) des Karlsruher Instituts für Technologie
  2. Zur Manipulierbarkeit der Allokation öffentlicher Güter - Theoretische Analyse und Simulationsergebnisse, Dissertation, 2011.
  3. http://micro.econ.kit.edu/1337.php
  4. [1]
  5. Biographie beim Deutschen Bundestag
  6. Mitglieder des Verteidigungsausschusses bundestag.de, online, abgerufen am 18. September 2014
  7. http://www.zuse-gemeinschaft.de/ueber-uns/struktur/senat