Toledo (Paraná)

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Município de Toledo
Toledo
Toledo (Brasilien)
Toledo
Toledo
Koordinaten 24° 43′ S, 53° 45′ WKoordinaten: 24° 43′ S, 53° 45′ W
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Wahlspruch
A capital do Agronegócio do Paraná
Basisdaten
Staat Brasilien

Bundesstaat

Paraná
Höhe 550 m
Fläche 1197 km²
Einwohner 119.313 (2010[1])
Dichte 99,7 Ew./km²
Gründung 14. Dezember 1952
Webseite www.toledo.pr.gov.br (portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Lucio de Marchi (2017–2020)
Partei Partido Progressista (PP)
Wirtschaft
BIP 2.152.389 Mio. R$
18.694 R$ pro Kopf
(2008[2])
Gemeindecode des IBGE: 4127700
Mesoregion: Oeste Paranaense
Mikroregion: ToledoVorlage:Infobox Ort/Wartung/Anmerkung
Toledo auf der Karte des Bundesstaates Paraná
Toledo auf der Karte des Bundesstaates Paraná

Toledo, amtlich Município de Toledo, ist eine Großstadt im Westen des brasilianischen Bundesstaates Paraná. Sie ist ein Zentrum der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Bei der Volkszählung 2010 hatte die Stadt 119.313 Einwohner, die Toledanoer genannt werden. Sie steht an 12. Stelle der Gemeinden in Paraná nach Bevölkerungsgröße. Bei einer Fläche von 1197 km² liegt die Bevölkerungsdichte bei 100 Personen pro km². Für 2015 gibt die Stadtverwaltung von Toledo eine Bevölkerungszahlzahl von 132.077 Einwohnern an.[3]

Die Entfernung zur östlich gelegenen Hauptstadt Curitiba beträgt 540 km.[1] Etwa 60 km westlich verläuft die Staatsgrenze zu Paraguay, die hier durch den Rio Paraná gebildet wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wurde bereits seit 1946 stärker besiedelt. Durch ein Gesetz vom 14. November 1951, initiiert durch den Gouverneur Bento Munhoz da Rocha Neto, wurde die Gründung der Stadt Toledo und eines gleichnamigen Distriktes aus ehemaligen Gebieten der Stadt Foz do Iguaçu beschlossen und nach den ersten Gemeindewahlen am 9. November 1951 im nächsten Jahr zum 14. Dezember 1952 offiziell errichtet. Erster Stadtpräfekt wurde Ernesto Dall´Óglio.[4][5]

Im Jahr 1959 wurde in der Stadt das römisch-katholische Bistum Toledo (Brasilien) errichtet. Seine Kathedrale Cristo Rei (Christkönig) wurde Ende der 1970er Jahre in modernem Stil erbaut.

Stadtverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 17. Stadtpräfekt ist nach der Kommunalwahl 2016 für die Amtszeit 2017 bis 2020 Lucio de Marchi von der Partido Progressista (PP).

Das Gemeindegebiet gliedert sich in neun Distrikte und 22 bairros:

Verwaltungsgliederung Toledos
Bairros
  • 01. Centro
  • 02. Jardim Santa Maria
  • 03. Jardim La Salle
  • 04. Jardim Pancera
  • 05. Jardim Parizotto
  • 06. Jardim Bressan
  • 07. Sadia
  • 08. Vila Pioneiro
  • 09. Pinheirinho
  • 10. Jardim Europa/América
  • 11. Vila Operária

Bairros

  • 12. Jardim Concórdia
  • 13. Jardim Independência
  • 14. Jardim Porto Alegre
  • 15. Jardim Gisela
  • 16. Vila Industrial
  • 17. Tocantins
  • 18. Jardim Coopagro
  • 19. Vila Becker
  • 20. Cerâmica Prata
  • 21. São Francisco
  • 22. Vila Panorama
Distrikte
  • 01. Concórdia do Oeste
  • 02. Dez de Maio
  • 03. Dois Irmãos
  • 04. Novo Sarandi
  • 05. Novo Sobradinho
  • 06. São Luiz do Oeste
  • 07. São Miguel
  • 08. Vila Ipiranga
  • 09. Vila Nova

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Toledo sind mehrere große brasilianische Firmen angesiedelt. Wie zum Beispiel der Pharmakonzern Prati-Donaduzzi, der seinen Hauptsitz mittlerer Weile dort hat. Aber auch der Lebensmittelhersteller Sadia stellt dort in einer Fabrik Fleischwaren her. In der Avendia Parigot de Souza, einer der großen Verkehrsstraßen in Toledo sind außerdem viele Autohäuser angesiedelt. So sind die für Brasilien üblichen und weit verbreiteten Marken wie Fiat, Chevrolet und VW dort präsent, aber auch Hyundai, Renault und Ford.

Einkaufsmöglichkeiten bieten das Shopping-Center Panambi, benannt nach dem Bach, der in der Stadtmitte entspringt, und die Avenida Maripa mit ihren vielen kleinen Geschäften aus allen Branchen, aber auch das gesamte Stadtzentrum rund um die Catedral de Toledo. Für 2016 ist die Eröffnung eines weiteren, des viel größeren Costa Oeste Shopping-Centers im Conj. Res.Tocantins geplant. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Toledo sind zum einen mehrere Schulen, wie auch Universitäten angesiedelt. Es gibt vier Privatschulen, das stark renommierte Colégio Alfa mit der Escola Intentus, das Colégio La Salle, das Colégio Incomar und die Fundação Educacional de Toledo (Funet). Des Weiteren gibt es noch staatliche Schulen, welche aber deutlich weniger elitär sind.

Auch siedeln sich seit einigen Jahren vermehrt Universitäten an. Darunter sind zum einen die Pontifícia Universidade Católica do Paraná (PUC-PR), die Universidade Estadual do Oeste do Paraná (UNIOESTE) und die Universidade Tecnológica Federal do Paraná (UTFPR). Dies sind alles kirchliche bzw. staatliche Universitäten. Die Universidade Paranaense (UNIPAR) und die Faculdade Sul Brasil (FASUL) sind private Universitäten, sie sind kostenpflichtig und daher nicht so beliebt wie die staatlichen und kirchlichen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b IBGE: Cidades@: Paraná:Toledo. Abgerufen am 4. Juli 2014 (portugiesisch).
  2. IBGE: Produto Interno Bruto dos Municipios 2004–2008. Abgerufen am 4. Juli 2014 (portugiesisch).
  3. Website Toledo em Números, abgerufen am 28. Mai 2017
  4. IBGE: Cidades@ Toledo: Histórico. Abgerufen am 4. Juli 2014 (portugiesisch).
  5. Prefeitura Municipal de Toledo: Prefeitura - Conheça o Governo. Abgerufen am 4. Juli 2014 (portugiesisch).