Tour de France 2006/15. Etappe

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Ergebnis der 15. Etappe
Etappensieger Fränk Schleck 4:52:22 h
(38,376 km/h)
Zweiter Damiano Cunego + 0:11 min
Dritter Stefano Garzelli + 1:10 min
Vierter Floyd Landis gl. Zeit
Fünfter Andreas Klöden gl. Zeit
Sechster Rubén Lobato + 1:14 min
Siebter Sylvain Chavanel + 1:18 min
Achter Eddy Mazzoleni + 1:28 min
Neunter Carlos Sastre + 1:35 min
Zehnter Levi Leipheimer + 1:49 min
Kämpferischster Fahrer Stefano Garzelli
Zwischenstände nach der 15. Etappe
Gelbes Trikot Floyd Landis 69:00:05 h
Zweiter Óscar Pereiro + 0:10 min
Dritter Cyril Dessel + 2:02 min
Grünes Trikot Robbie McEwen 252 P.
Zweiter Óscar Freire 207 P.
Dritter Daniele Bennati 192 P.
Gepunktetes Trikot David de la Fuente 108 P.
Zweiter Fränk Schleck 74 P.
Dritter Michael Rasmussen 73 P.
Weißes Trikot Markus Fothen 69:08:28 h
Zweiter Damiano Cunego + 6:58 min
Dritter Moisés Dueñas + 33:21 min
Teamwertung Team CSC 206:51:13 h
Zweiter Caisse d'Epargne-
Illes Balears
+ 20:29 min
Dritter T-Mobile Team + 20:45 min

Die 15. Etappe der Tour de France 2006 führte die Fahrer am 18. Juli, nach dem Ruhetag tags zuvor, von Gap über 187 Kilometer in den prestigeträchtigen Wintersportort L’Alpe d’Huez in 1850 Meter Höhe (Kategorie HC). Neben dem 13,8 Kilometer langen Schlussanstieg hatten die Fahrer auch den Col d’Izoard (2360 m, Kategorie HC) und den Col du Lautaret (2058 m, Kategorie 2) zu überwinden.

Auch auf dieser Etappe gab es bereits zu Beginn einige Ausreißversuche. Doch erst bei Kilometer 30 setzte sich eine 25-köpfige Spitzengruppe ab. In ihr befanden sich unter anderen George Hincapie, Jens Voigt, Fränk Schleck, Axel Merckx, Christian Knees, Damiano Cunego und Stefano Garzelli. Im Anstieg zum Col d’Izoard attackierte José Rujano aus dem Hauptfeld, um der Spitzengruppe näherzukommen. Diese fiel durch das Tempodiktat der starken Bergfahrer im Anstieg auseinander. Währenddessen setzte im Hauptfeld eine weitere Gruppe mit vier Fahrern eine Attacke, zu der kurze Zeit später Juan Miguel Mercado aufschloss. Garzelli erreichte solo als erster den Gipfel des Col d'Izoard mit 1:07 min Vorsprung auf die 16 Verbliebenen der Spitzengruppe.

Am Fuße des Col du Lautaret brach Garzelli seine Solofahrt ab und ließ sich von den Verfolgern einholen. Es blieb die Spitzengruppe mit 18 Fahrern, gefolgt von einer neunköpfigen Verfolgergruppe mit circa 3:20 min Rückstand, dahinter das Hauptfeld mit circa 4:20 min Rückstand auf die Führenden. Der Vorsprung der Verfolger auf das Hauptfeld war aber schnell aufgebraucht, und so fiel diese im Anstieg zum Lautaret ins Feld zurück. In der Spitzengruppe fuhren sich David de la Fuente und Francisco Vila einen Vorsprung auf das Hauptfeld heraus. Dieser blieb am Gipfel konstant bei 4:17 min. In Le Bourg-d’Oisans, am Beginn des Schlussanstiegs nach L’Alpe d’Huez, lagen die 15 Führenden noch 3:16 min vor dem Feld.

Im Anstieg nach L’Alpe d’Huez wurden die Ausreißer von den Favoriten zu Statisten degradiert. Einzig Damiano Cunego, Eddy Mazzoleni und Fränk Schleck boten ihnen Paroli. Im Hauptfeld schossen T-Mobile und Rabobank mit hohem Tempo in den Schlussanstieg. Dort attackierten dann Matthias Kessler und Andreas Klöden, denen nur Floyd Landis und Cadel Evans folgen konnten. Denis Menschow und Óscar Pereiro mussten abreißen lassen, wenig später dann auch Kessler. Nach einer Attacke von Landis ging Klöden mit. Während Evans zurückfiel, konnten von hinten Levi Leipheimer und Carlos Sastre wieder aufschließen. In der Spitzengruppe attackierte Cunego, um Mazzoleni abzuschütteln, während in der Favoritengruppe ein weiteres Mal Klöden das Tempo forcierte, das nur Landis mithielt. Zwei Kilometer vor dem Ziel distanzierte Schleck dann Cunego, um sich den Tagessieg zu sichern.

Landis konnte durch seinen vierten Platz das Gelbe Trikot von Pereiro zurückerobern.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 49 Beat Zberg – während der Etappe, Bronchitis
  • 53 Bram de Groot – während der Etappe, große Wunde am Knie nach Sturz
  • 101 Tom Boonen – während der Etappe, Atemprobleme und bakterielle Infektion
  • 184 Andrij Hrywko – während der Etappe

Zwischensprints[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Zwischensprint in Embrun (35 km)

Erster Bernhard Eisel 6 P. und 6 s
Zweiter Michael Albasini 4 P. und 4 s
Dritter Francisco Vila 2 P. und 2 s

2. Zwischensprint in Le Monêtier-les-Bains (121 km)

Erster David Zabriskie 6 P. und 6 s
Zweiter Rubén Lobato 4 P. und 4 s
Dritter George Hincapie 2 P. und 2 s

Bergwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Col d’Izoard, Kategorie HC (86 km)

Erster Stefano Garzelli 20 P.
Zweiter David de la Fuente 18 P.
Dritter Damiano Cunego 16 P.
Vierter Francisco Vila 14 P.
Fünfter Egoi Martínez 12 P.
Sechster Fränk Schleck 10 P.
Siebter Anthony Charteau 8 P.
Achter José Luis Arrieta 7 P.
Neunter Jens Voigt 6 P.
Zehnter David Arroyo 5 P.

Col du Lautaret, Kategorie 2 (134 km)

Erster David de la Fuente 10 P.
Zweiter Francisco Vila 9 P.
Dritter Stefano Garzelli 8 P.
Vierter Jens Voigt 7 P.
Fünfter David Zabriskie 6 P.
Sechster Axel Merckx 5 P.

L’Alpe d’Huez*, Kategorie HC (187 km)

Erster Fränk Schleck 40 P.
Zweiter Damiano Cunego 36 P.
Dritter Stefano Garzelli 32 P.
Vierter Floyd Landis 28 P.
Fünfter Andreas Klöden 24 P.
Sechster Rubén Lobato 20 P.
Siebter Sylvain Chavanel 16 P.
Achter Eddy Mazzoleni 14 P.
Neunter Carlos Sastre 12 P.
Zehnter Levi Leipheimer 10 P.

*Die Punkte der Bergwertung werden verdoppelt, wenn der letzte Pass der Etappe der Kategorie HC, 1 oder 2 entspricht.