Tour de France 2006/17. Etappe

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Ergebnis der 17. Etappe
Etappensieger Floyd Landis 5:23:36 h
(37,175 km/h)
Zweiter Carlos Sastre + 5:42 min
Dritter Christophe Moreau + 5:58 min
Vierter Damiano Cunego + 6:40 min
Fünfter Michael Boogerd + 7:08 min
Sechster Fränk Schleck gl. Zeit
Siebter Óscar Pereiro gl. Zeit
Achter Andreas Klöden gl. Zeit
Neunter Haimar Zubeldia gl. Zeit
Zehnter Cadel Evans + 7:20 min
Kämpferischster Fahrer Floyd Landis
Zwischenstände nach der 17. Etappe
Gelbes Trikot Óscar Pereiro 80:08:49 h
Zweiter Carlos Sastre + 0:12 min
Dritter Floyd Landis + 0:30 min
Grünes Trikot Robbie McEwen 252 P.
Zweiter Óscar Freire 207 P.
Dritter Erik Zabel 172 P.
Gepunktetes Trikot Michael Rasmussen 163 P.
Zweiter Floyd Landis 131 P.
Dritter David de la Fuente 113 P.
Weißes Trikot Damiano Cunego 80:26:07 h
Zweiter Markus Fothen + 0:05 min
Dritter Matthieu Sprick + 1:23:08 h
Teamwertung T-Mobile Team 240:43:27 h
Zweiter Team CSC + 8:41 min
Dritter Rabobank + 12:31 min

Die 17. Etappe am 20. Juli, gleichzeitig die letzte Bergetappe der Tour de France 2006, führte die Fahrer über 200,5 km von Saint-Jean-de-Maurienne nach Morzine. Neben dem Col des Saisies (1650 m, Kategorie 1), dem Col des Aravis (1486 m, Kategorie 2), dem Col de la Colombière (1613 m, Kategorie 1) und der Côte de Châtillon-sur-Cluses (735 m, Kategorie 3), einem kleinen Hügel, wartete als letztes Hindernis auf dem Weg ins Tal nach Morzine noch der Col de Joux Plane (1691 m, Kategorie HC). Die Abfahrt vom Gipfel in den Zielort war 12 Kilometer lang.

Bei km 17 formierte sich eine 14-köpfige Spitzengruppe, aus der kurze Zeit später drei Fahrer den Fluchtversuch abbrachen. Es blieben elf Fahrer an der Spitze, unter ihnen Patrik Sinkewitz, Juan Manuel Gárate und Stuart O’Grady.

Zu Beginn des Col des Saisies hatte die Gruppe 10:40 min Vorsprung auf das Feld. Dort attackierte im Hauptfeld das Phonak-Team unter der Regie von Floyd Landis. Es blieb eine Gruppe mit Landis, Michael Rogers, Andreas Klöden, Denis Menschow, Cadel Evans und Carlos Sastre übrig. Der in Gelb fahrende Óscar Pereiro und Cyril Dessel mussten unterdessen abreißen lassen. Landis erhöhte das Tempo ein weiteres Mal, aber Klöden und Sastre ließen ihn diesmal ziehen. Die Gruppe um Klöden ließ sich daraufhin wieder in die Gruppe um Pereiro zurückfallen. Die Spitzengruppe erreichte mit acht Fahrern den Gipfel. Landis überquerte diesen mit 3:09 min Rückstand auf die Spitzengruppe und 3:25 min Vorsprung auf das Hauptfeld.

Hinauf zum Col des Aravis setzte sich Patrice Halgand aus der Spitzengruppe ab, die zwischenzeitlich wieder auf ihre ursprüngliche Größe angewachsen war. Zudem schloss Landis zu den zehn Verfolgern auf und übernahm sofort die Tempoarbeit, wodurch die Gruppe auseinanderfiel. Nur Sinkewitz, O’Grady und Daniele Righi erreichten mit Landis den Gipfel des Aravis. Sie lagen 1:13 min hinter Halgand und 4:31 min vor dem Hauptfeld.

Am Fuße des Col de la Colombière schlossen Landis, Sinkewitz und Righi zu Halgand auf. Nachdem O’Grady bereits vorher zurückgefallen war, musste auch Righi die drei Führenden ziehen lassen. Wenig später konnte auch Halgand dem Tempo des neuen Spitzenduos nicht standhalten. Die beiden Spitzenreiter überquerten die Passhöhe mit 8:33 min Vorsprung auf die Gruppe mit dem Gelben Trikot. Am Ende der Abfahrt vom Col de la Colombière, als Landis’ Vorsprung auf 9:08 min angewachsen war, erhöhte das Team CSC das Tempo des Hauptfeldes deutlich. Sie wurden dabei von T-Mobile unterstützt. Bis zum Fuße des Col de Joux Plane verringerte das Feld den Rückstand auf 6:15 min.

Dort ließ Sinkewitz Landis ziehen und nahm das Tempo heraus, um auf seinen Kapitän Klöden zu warten. Im Verfolgerfeld attackierte Sastre und wie bereits am Vortag konnte kein weiterer Fahrer folgen. Dahinter folgte Christophe Moreau mit einer fünfköpfigen Gruppe im Schlepptau um Evans, Menschow, Michael Boogerd, Damiano Cunego und Fränk Schleck. Klöden, Pereiro und Dessel konnten dem Tempo nicht folgen. Cunego überholte aus der Fünfergruppe heraus Moreau, während Klöden leichte Probleme hatte, Pereiros Tempo zu folgen. Diese Gruppe überholte wenig später den schwächelnden Menschow. Auch Moreau konnte Cunego wieder passieren. Evans fiel ebenfalls hinter die Gruppe um Pereiro und Klöden zurück. Landis ging als Erster mit 5:07 min Vorsprung auf die Abfahrt nach Morzine, gefolgt von Sastre und Moreau. In dieser Reihenfolge überfuhren sie auch die Ziellinie. Dessel stürzte auf der Abfahrt spektakulär, konnte die Fahrt aber fortsetzen.

Im Kampf um das Gelbe Trikot rückte Carlos Sastre bis auf 0:12 min an Óscar Pereiro heran. Landis verringerte seinen Abstand auf 0:30 min und übernahm den zweiten Platz in der Bergwertung. Damiano Cunego sicherte sich erstmals das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers mit fünf Sekunden Vorsprung auf Markus Fothen. T-Mobile eroberte nach den drei Alpen-Etappen die Führung in der Mannschaftswertung zurück.

Michael Rasmussen stand bereits als Gewinner der Bergwertung fest. Er hatte am Ende der Etappe 32 Punkte Vorsprung bei maximal 23 Punkten, die auf den abschließenden drei Etappen noch zu holen waren.

Am 27. Juli 2006 gab Phonak bekannt, dass Landis nach der Etappe von der UCI in der A-Probe verbotenes Testosterondoping nachgewiesen wurde. Auch die B-Probe war positiv.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischensprints[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Zwischensprint in Le Grand-Bornand (122 km)

Erster Patrice Halgand 6 P. und 6 s
Zweiter Floyd Landis 4 P. und 4 s
Dritter Patrik Sinkewitz 2 P. und 2 s

2. Zwischensprint in Verchaix (172,5 km)

Erster Floyd Landis 6 P. und 6 s
Zweiter Patrik Sinkewitz 4 P. und 4 s
Dritter Christian Vande Velde 2 P. und 2 s

Bergwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Col des Saisies, Kategorie 1 (82,5 km)

Erster Patrice Halgand 15 P.
Zweiter Philippe Gilbert 13 P.
Dritter Juan Manuel Gárate 11 P.
Vierter Pavel Padrnos 9 P.
Fünfter Stuart O’Grady 8 P.
Sechster Patrik Sinkewitz 7 P.
Siebter Daniele Righi 6 P.
Achter Christophe Le Mével 5 P.

Col des Aravis, Kategorie 2 (109 km)

Erster Patrice Halgand 10 P.
Zweiter Floyd Landis 9 P.
Dritter Patrik Sinkewitz 8 P.
Vierter Daniele Righi 7 P.
Fünfter Stuart O’Grady 6 P.
Sechster Pavel Padrnos 5 P.

Col de la Colombière, Kategorie 1 (134 km)

Erster Floyd Landis 15 P.
Zweiter Patrik Sinkewitz 13 P.
Dritter Patrice Halgand 11 P.
Vierter Pavel Padrnos 9 P.
Fünfter Stuart O’Grady 8 P.
Sechster Daniele Righi 7 P.
Siebter Juan Manuel Gárate 6 P.
Achter David de la Fuente 5 P.

Côte de Châtillon-sur-Cluses, Kategorie 3 (162 km)

Erster Floyd Landis 4 P.
Zweiter Patrik Sinkewitz 3 P.
Dritter Patrice Halgand 2 P.
Vierter Jens Voigt 1 P.

Col de Joux Plane*, Kategorie HC (188,5 km)

Erster Floyd Landis 40 P.
Zweiter Carlos Sastre 36 P.
Dritter Christophe Moreau 32 P.
Vierter Damiano Cunego 28 P.
Fünfter Michael Boogerd 24 P.
Sechster Fränk Schleck 20 P.
Siebter Óscar Pereiro 16 P.
Achter Haimar Zubeldia 14 P.
Neunter Andreas Klöden 12 P.
Zehnter Michael Rasmussen 10 P.

*Die Punkte der Bergwertung werden verdoppelt, wenn der letzte Pass der Etappe der Kategorie HC, 1 oder 2 entspricht.