Trainkos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Trainkos
Logo
Rechtsform Öffentliches Unternehmen
Gründung 1999
Sitz Kosovo Polje/Fushë Kosova
Leitung Hasan Ibraj
(Verwaltungspräsident)
Betim Gjoshi
(CEO)
Branche Transportunternehmen
Website www.trainkos.com

Eisenbahnlinien im Kosovo (interaktive Karte)

Trainkos ist das Eisenbahnverkehrsunternehmen im Kosovo. Es wurde 1999 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Kosovo Polje/Fushë Kosova.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2011 wurden die Kosovarischen Eisenbahnen (albanisch: Hekurudhat e Kosovës, serbisch: Kosovske Železnice) in zwei Unternehmen geteilt: Eisenbahnverkehr und Fahrzeuge wurden auf Trainkos übertragen Infrakos wurde als Eisenbahninfrastrukturunternehmen etabliert und übernahm die Eisenbahninfrastruktur.

Aktueller Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Personenverkehr zwischen Priština und Peć wurde am 3. August 2017 eingestellt, nachdem der Staat im Juni die Zahlungen an die Bahn eingestellt hatte und die Eigenmittel verbraucht waren.[1] Als einzig verbliebener Personenzug des Kosovo verkehrt der internationale InterCity (IC 891/892) von Priština über Fushë Kosova nach Skopje und zurück.[2]

Der internationale Güterverkehr wird auch über Han i Elezit abgewickelt, der Containerterminal befindet sich in der Nähe des Flughafens Priština beim Bahnhof Miradi. Der nationale Güterverkehr bedient mehrere über das gesamte Staatsgebiet verstreute Betriebe, beispielsweise:

  • Kohletransporte Obiliq – NewCoFerronikeli-Werk in Gllogoc. Die Übergabe von der Kohlemine in Obiliq erfolgt mit einer Werkslokomotive, meistens alle zwei Tage.
  • Tonerde-Transporte von der Mine Golesh (südwestlich des Flughafens Priština) zum NewCoFerronikeli-Werk in Gllogoc. Meistens täglich.[3]
  • Diverse Güter (Container, Zisternen, Stückgut) zwischen Han i Elezit (von/nach Mazedonien) und Miradi mit Bedienung von Anschlussgleisen unterwegs.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fahrzeuge stammen aus Beständen der ehemaligen Jugoslawischen Eisenbahnen JŽ sowie Importen aus verschiedenen europäischen Ländern.

Lokomotiven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Lokomotiven sind sowohl ehemals jugoslawische Diesellokomotiven der Baureihe 661 von General Motors vorhanden wie auch aus Norwegen importierte Nydqvist och Holm-Lokomotiven und eine dieselhydraulische Lokomotive der Baureihe Vossloh G 1700-2 BB. Auf der InnoTrans 2010 wurde zudem eine vom kroatischen Lokomotivenhersteller Gredelj modernisierte General Motors JT 38 CW-DC vorgestellt.[4]

Während im Güterverkehr alle Loktypen zum Einsatz kommen, wurden für Personenzüge nur die NOHABs verwendet.

Fahrzeugnummer Typ Status
001 Ehemals JZ 661 128 De facto ausrangiert, Ersatzteilspender
002 Ehemals JZ 661 132 Betriebsfähig, Güterverkehr
003 Ehemals JZ 661 228 Betriebsfähig, Güterverkehr
004 Ehemals JZ 661 231 Betriebsfähig, Güterverkehr
005 Ehemals NSB Di 3a 619 "NOHAB" Betriebsfähig, Personen- und Güterverkehr
006 Ehemals NSB Di 3a 633 "NOHAB" Generatorschaden, in Reparatur (Stand Juli 2009)
007 Ehemals NSB Di 3b 641 "NOHAB" Betriebsfähig, Personen- und Güterverkehr
008 Ehemals NSB Di 3b 643 "NOHAB" Betriebsfähig, Personen- und Güterverkehr
009 Vossloh G 1700-2 BB Betriebsfähig, Güterverkehr
2 061 501 Modernisierte General Motors JT 38 CW-DC

Triebwagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gesamte Verkehr zwischen Fushë Kosova und Peć wurde mit von Fiat gebauten, ehemaligen SJ-Triebwagen der Baureihe Y1 abgewickelt. Gelegentlich kamen auch Y1 auf der Strecke nach Han i Elezit zum Einsatz. Weiter sind ebenfalls von Fiat gebaute ehemalige FS-Triebwagen der Baureihe ALn 668 vorhanden, die aber aktuell schon länger in Fushë Kosova abgestellt sind.

Fahrzeugnummer Typ Status
1528, 1531, 1534 Ehemals FS ALn 668 Grundsätzlich betriebsfähig, kleinere Defekte, aktuell nicht benötigt
01, 02, 03, 04 Ehemals SJ Y1 1281, 1304, 1306, 1313 01, 02, 04 betriebsfähig, 03 unbekannt

Personenwagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorhanden sind Wagen aus dem Bestand der ehemaligen JŽ und gebrauchte Fahrzeuge aus ganz Europa. Alle lokbespannten Züge wurden mit aus Schweden importierten Schnellzugswagen gefahren, der internationale IC mit je einem Wagen der Mazedonischen Eisenbahnen (MŽ) und einem aus dem Bestand von Trainkos.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trainkos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. mr: Kososvo fast ohne Reisezüge. In: Eisenbahn-Revue International 10 (2017). ISSN 1421-2811, S. 512.
  2. mr: Kososvo fast ohne Reisezüge. In: Eisenbahn-Revue International 10 (2017). ISSN 1421-2811, S. 512.
  3. Kosovo Railways, Ferronikeli in 2.0 Mln Euro Transport Deal
  4. Locomotive series JT38CW-DC. TZV Gredelj, abgerufen am 15. April 2017 (kroatisch, englisch).