Turracher See

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Turracher See
Turracherhoehe see1.jpg
Geographische Lage Turracherhöhe
Abfluss Vorderer Seebach (Turrach)
Orte am Ufer Turracherhöhe
Gemeinden Stadl-Predlitz (Steiermark), Reichenau in Kärnten
Daten
Koordinaten 46° 55′ 8″ N, 13° 52′ 35″ OKoordinaten: 46° 55′ 8″ N, 13° 52′ 35″ O
Turracher See (Österreich)
Turracher See
Höhe über Meeresspiegel 1780 m ü. A.
Fläche 19,433 9 haf5
Volumen 2.644.477 m³f8
Maximale Tiefe 33 mf10
Mittlere Tiefe 13,6 mf11
Einzugsgebiet 2,2 km²f4

Der Turracher See oder Turrachsee ist ein Gebirgssee auf der Turracher Höhe an der Landesgrenze zwischen Kärnten und der Steiermark.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See ist 19,4 ha groß und an seiner tiefsten Stelle in der südöstlichen Ecke 33 Meter tief, die durchschnittliche Tiefe beträgt 13,6 Meter. Aufgrund seiner Lage in 1.780 Metern Seehöhe (Seeoberfläche) ist er durchschnittlich sechs Monate im Jahr mit einer bis zu einem Meter dicken Eisschicht bedeckt. Im Sommer erreicht er eine Temperatur von maximal 18 °C. Als Badesee wird er daher kaum genutzt; Ausnahme ist eine 10 × 25 Meter große Fläche am Südufer, die von einem Hotelbetrieb mit 3,5 Meter hohen Seitenwänden vom See abgegrenzt wird und innerhalb der das Wasser mittels Wärmepumpen auf 28 bis 30 °C gebracht wird.

Der Turracher See wird von einem am Westufer einmündenden Bach sowie aus Sumpfwiesen gespeist. Der Abfluss (75 l/s) erfolgt als Vorderer Seebach im Norden, der sich mit dem vom Turracher Schwarzsee kommenden Hinteren Seebach zur Turrach vereinigt, die durch das Turracher Seitental nordwärts abfließt und schließlich in Predlitz in die Mur mündet.

Da der See stark durch die umgebenden Fremdenverkehrsbetriebe belastet war, war der Turracher See der erste Kärntner See, an dem eine Kanalisationsanlage installiert wurde.

Der Kärntner Teil gehört heute zum Biosphärenpark Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge.

Tiere im Turracher See[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Turracher See kommen nur die folgenden 6 Fischarten vor:[1]

Während Forellen, Seesaiblinge und Elritzen zu den autochthonen Fischarten zählen, gelangten Barsche erst in letzter Zeit unbeabsichtigt mit dem Besatz anderer Fische in den See.

Turracher Schwarzsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turracher Schwarzsee

In 300 Metern Entfernung östlich des Turracher Sees liegt – ebenfalls an der Landesgrenze – in 1.840 m Seehöhe der 2,6 ha große und vier Meter tiefe Turracher Schwarzsee. Seinen Namen verdankt der Schwarzsee seiner aufgrund des Moorbodens sowie Anthrazitvorkommen dunkel erscheinenden Oberfläche. Der von größeren Moorflächen umgebene See fließt – teilweise unterirdisch – im Hinteren Seebach nach Norden ab. Als Relikt der Voreiszeit wächst an seinen Ufern die seltene Zwerg-Birke (Betula nana).

Um den Seen wurde ein Landschaftsschutzgebiet errichtet (LGBl. Nr. 77/1970, LSG.025) mit 57,1 ha, so dass dieser Seen sich naturbelassen und ohne belastende Uferbebauung entwickelt. Es grenzt an den Biosphärenpark.

Turracher Grünsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwas weiter entfernt in südlicher Richtung befindet sich der Turracher Grünsee, mit 1,48 ha in 1.765 m Seehöhe der kleinste der drei Seen auf der Turracherhöhe, der aber immerhin bis zu 12 Meter tief ist. Die grüne Färbung kommt von Armleuchteralgen der Gattung Chara auf dem Seegrund. Die Hänge um den See sind von Lärchen und Zirben besetzt, der Grünsee gilt als der landschaftlich reizvollste der drei Seen. Er entwässert als einziger von ihnen nach Süden, sein Wasser fließt über den Holzbach und den Stangenbach in die obere Gurk.

Um den See ist ebenfalls ein Landschaftsschutzgebiet (LGBl. Nr. 78/1970, LSG.024) mit 68,5 ha. Es liegt im Biosphärenpark.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Turracher See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Turracher Schwarzsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Turracher See (Kärntner Institut für Seenforschung)