UNO-Flüchtlingshilfe

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Die UNO-Flüchtlingshilfe e. V. ist ein deutscher Verein mit Sitz in Bonn und der deutsche Spendenpartner von UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Seit 1980 engagiert sich die UNO-Flüchtlingshilfe als gemeinnütziger Förderverein für bedürftige Flüchtlinge in vielen Ländern der Welt. Der Verein hat 79 stimmberechtigte Mitglieder.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde als Deutsche Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe 1980 in Bonn gegründet. Anlass war ein Spendenaufruf des UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) für Flüchtlinge in Somalia. Als internationale Organisation konnte der UNHCR in Deutschland keine steuerbegünstigten Spenden entgegennehmen. Eine Vereinsgründung löste dieses Problem. In den ersten Jahren wurde die Vereinsarbeit ehrenamtlich geleistet. Um kontinuierlich Öffentlichkeitsarbeit leisten zu können, wurde später eine Geschäftsstelle mit hauptamtlichen Mitarbeitern eingerichtet. 2004 wurde der Verein in UNO-Flüchtlingshilfe e. V. umbenannt und es wurde eine Stiftung gegründet, um die Flüchtlingsunterstützung langfristig zu sichern.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel des Vereins ist es, dass Flüchtlinge ein menschenwürdiges Leben führen und ihr Schicksal wieder in die eigene Hand nehmen können.[2]

Die Hilfe kommt sowohl Flüchtlingen in Krisenregionen als auch Flüchtlingen, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben, zugute. Laut Vereinbarung erhält UNHCR mindestens 60 % der bewilligten Projektmittel. Die übrigen Mittel können für Projekte von Flüchtlingshilfsorganisationen beantragt werden.

Projekte können gefördert werden, wenn sie die Lebensbedingungen von Flüchtlingen verbessern, z.„“B. indem sie einen Beitrag zur Integration in das Aufnahmeland leisten oder wenn sie helfen, die Folgen der Verfolgung und Flucht aufzuarbeiten, wie z. B. in den Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer. Unterstützt wird auch die Stärkung der Selbsthilfepotentiale und die Partizipation von Flüchtlingen sowie Projekte zur freiwilligen Rückkehr ins Herkunftsland.

Darüber hinaus informiert die UNO-Flüchtlingshilfe über Fluchtursachen und -folgen.

Spenden und Fundraising[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hierfür notwendigen Mittel werden durch Beiträge der Mitglieder, insbesondere aber durch Spenden aufgebracht. Dem Verein wurde das DZI-Spendensiegel zuerkannt.[3] Darüber hinaus ist der Verein Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.[4]

2009 erzielte der Verein Einnahmen von knapp drei Millionen Euro und konnte somit fast 2,2 Millionen Euro für die weltweite Projektförderung sowie für Aktivitäten zur Verfügung stellen, die in der Öffentlichkeit Verständnis für Flüchtlinge schaffen sollen. Der größte Anteil (fast 1,3 Millionen Euro) kam erneut der UNHCR-Nothilfe zugute. Insgesamt wurden 2009 67 Flüchtlingsprojekte im In- und Ausland gefördert.

Unterstützer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell übernimmt der Bundestagspräsident die Schirmherrschaft für den Verein, im Jahr 2005 wurde dies Norbert Lammert. Vorsitzende des ehrenamtlichen Vorstandes war von 1998 bis 2010 Editha Limbach, 2010 folgte ihr Bernd Schlegel.[5] Prominente Unterstützer sind unter anderem Rita Süssmuth, die Schauspieler Ben Becker, Cosma Shiva Hagen und Angelina Jolie, der Sänger Juanes und der Photograph Michael Martin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.dzi.de UNO-Flüchtlingshilfe e. V., Bonn. Aufgerufen am 20. Februar 2014.
  2. https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/#jfmulticontent_c3042-1/
  3. www.dzi.de. Aufgerufen am 20. Februar 2014.
  4. www.transparency.de, abgerufen am 6. März 2014
  5. www.uno-fluechtlingshilfe.de Über uns. Aufgerufen am 20. Februar 2014.