United Congregational Church of Southern Africa

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Die United Congregational Church of Southern Africa, abgekürzt UCCSA (portugiesisch: Igreja Congregacional Unida do Africa do Sul, deutsch: Vereinigte Kongregationalistische Kirche im südlichen Afrika), ist eine evangelisch-reformierte Kirche der Kongregationalisten im südlichen Afrika. Sie ist mit Kirchengemeinden und jeweils einer Synode in den Staaten Botswana, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika verbreitet. Zu ihren zentralen Aussagen gehört das Bekenntnis für Gerechtigkeit und Ubuntu. Das administrative Zentrum befindet sich in Brixton, einem Stadtteil von Johannesburg.

Kirchenleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die oberste Ebene der administrativen Kirchenhierarchie bilden die Funktionen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UCCSA entstand am 3. Oktober 1967 in Durban aus dem Zusammenschluss von drei Gemeinschaften der Kongregationalisten:

  • London Missionary Society in Southern Africa (Beginn 1799),
  • Bantu Congregational Church of the American Board (gegründet 1835),
  • Congregational Union of South Africa (gegründet 1859 als Evangelical Voluntary Union[2], daraus 1877 entstanden[3]).[4]

Die Idee eines Zusammenschlusses von Kongregationalistenkirchen in Südafrika wurde seit 1951 in einem gemeinsamen Gremium beraten. Es setzte sich aus Vertretern der United Church of the American Board (AMB), der Congregational Union of South Africa (CUSA), der London Missionary Society (LMS) und der Paris Evangelical Missionary Society (PEMS) zusammen.[5]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach eigenen Angaben vereinigt sie etwa 500.000 Christen in über 1000 lokalen Kirchgemeinden (Congregations). Es gibt fünf Synodalgebiete, die in Regionen untergliedert sind.[6]

  • UCCSA Botswana Synod
Regionen sind: Bojanala, Lesoso, Lephoi, Macha, Moeding und Kolobeng
Der Sitz der Synode befindet sich in Gaborone.[7]
  • UCCSA Mozambique Synod (Igreja Congregacional Unida do Africa do Sul)
Regionen sind: Inhambane und Maputo
Der Sitz der Synode befindet sich in Maputo. Es existieren Gemeindegruppen in den Provinzen Inhambane, Gaza und Maputo.[8]
  • UCCSA Namibia Synod
Regionen sind: North und South
Der Sitz der Synode befindet sich in Khomasdal, einem Stadtteil von Windhoek.[9]
  • UCCSA South Africa Synod
Regionen sind: Algoa, Central, Free State, Gordonia, Karoo, Kei, KwaZulu-Natal, North West, Outeniqua, Peninsula und Teemane
Der Sitz der Synode befindet sich in Roodepoort bei Johannesburg.[10]
  • UCCSA Zimbabwe Synod
Regionen sind: Bulawayo, Eastlea, Dombodema, Hope Fountain, Lupane, Makhaza, St Stephens, Tshimali und Zinyangeni
Der Sitz der Synode befindet sich in Bulawayo.[11]

Bildungseinrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der UCCSA wird am zentralen Verwaltungsstandort in Brixton (Johannesburg) die UCCSA Leadership Academy betrieben. Deren Arbeit richtet sich auf die Ausprägung folgender Orientierungswerte aus: „Gerechtigkeitsbewußtsein, Missionsunterweisung, Stärkung von Individuen und Gemeinschaften, Geschlechtergleichheit, transformatives und lebenslanges Lernen sowie Bibellesungen in Hinblick auf Lebenseinstellungen und Lebenserfahrungen“.[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 vergibt die UCCSA zwei Auszeichnungen für besonderes Engagement:

  • Congregational Justice & Peace Award
Mit dem Congregational Justice and Peace Award (deutsch etwa: „Kongregationaler Gerechtigkeits- und Friedenspreis“) werden ausgezeichnet: eine Gruppe oder Institutionen, die man von der UCCSA als Vertreter der Botschaft von Gerechtigkeit und Frieden in ihren Gemeinschaften ansieht.
  • Community Empowerment Award
Der Community Empowerment Award (deutsch etwa: „Auszeichnung für Leistungen zur Stärkung der Gemeinschaft“) versucht Aktivitäten von Mitgliedern der UCCSA anzuerkennen und zu ehren, die zur Stärkung und Verbesserung der sozioökonomischen Bedingungen in ihrem sozialen Umfeld maßgeblich beigetragen haben.

Personen mit Verbindung zur UCCSA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UCCSA: Officers of the Church. auf www.uccsa.co.za (englisch)
  2. D. van der Water: UCCSA. A case study.... 1999, S. 150, Fußnote 2
  3. Lesley Cawood: The Churches and Race Relations in South Africa. South African Institute of Race Relations, Johannesburg 1964, S. 107
  4. South Africa Synod (UCCSA):The Congregational Church in southern Africa. auf www.sasynod.org.za (englisch)
  5. Lesley Cawood: The Churches and Race Relations in South Africa. South African Institute of Race Relations, Johannesburg 1964, S. 111–112
  6. UCCSA: UCCSA Synods & Regions. auf www.uccsa.co.za (englisch)
  7. Adresseintrag bei African Directory Services (englisch)
  8. Reformed online: Igreja Congregacional Unida do Africa do Sul. auf www.reformiert-online.net (englisch)
  9. Council of Churches in Namibia: Members of CCN. auf www.ccnnamibia.org (englisch)
  10. UCCSA South Africa Synod: Contact us. auf www.sasynod.org.za (englisch)
  11. Adresseintrag bei ZimbabweYP.com (englisch)
  12. UCCSA: Leadership Development. auf www.uccsa.co.za (englisch)
  13. United Theological College - Harare. auf www.globalministries.org (englisch)
  14. Ecumenical Church Leaders Forum Zimbabwe: Meet the ECLF Programmes and Training Manager – Rev Sikhalo Cele. auf www.eclfz.org (englisch)
  15. UCCSA: Newsletter: September 2013. S. 5. auf www.uccsa.co.za (englisch)
  16. Virginia Ramey Mollenkott (Evangelical & Ecumenical Women’s Caucus): Confessions of a Christian Humanist. (Buchrezension) auf www.eewc.com (englisch) Kurzbiographie
  17. Matthew Davies: South African theologian Steve de Gruchy dies at 48. Meldung des Episcopal News Service vom 24. Februar 2010 auf www.archive.episcopalchurch.org (englisch)
  18. International Center for Law and Religion Studies: 2015 Namibia Conference. auf www.iclrs.org (englisch) siehe Fußnote 1 auf S. 173
  19. UCCSA: UCCSA 37th Assembly. auf www.uccsa.co.za (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]