Universidade Estadual Paulista

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Universidade Estadual Paulista
Logo
Gründung 30. Januar 1976[1]
Trägerschaft staatlich
Ort São Paulo
Land BrasilienBrasilien Brasilien
Rektor Sandro Roberto Valentini[2]
Studierende 46.634
Professoren 3.543
Netzwerke CGU[3], IAU
Website www.unesp.br
UNESP in Franca

Die Universidade Estadual Paulista „Júlio de Mesquita Filho“ (UNESP, deutsch Staatliche Universität São Paulo „Júlio de Mesquita Filho) ist eine staatliche Universität im Bundesstaat São Paulo in Brasilien.

Die UNESP entstand durch die Zusammenlegung mehrerer Forschungseinrichtungen und kleinerer Universitäten im Jahr 1976. Die im gesamten Bundesstaat liegenden Forschungseinrichtungen und Universitäten waren in Bereichen wie Medizin, Veterinärmedizin, der Physik und Ingenieurwissenschaften tätig. Durch den Zusammenschluss und die Verstaatlichung wurde neben der Universität von São Paulo die zweitgrößte Universität Lateinamerikas gegründet. Mit der Gründung der „Universitäts-Kette“ UNESP konnten nun mehr Gelder für die staatliche Universität aufgebracht, somit mehr Studienplätze geschaffen, die Forschungsbereiche vertieft und ausgeweitet werden. Ebenso war es Ziel, eine zentralisierte Ausbildung für alle Studenten zu schaffen, eine zentrale Verwaltung einzurichten und die Fachgebiete an jeweils nur einer Universität zu konzentrieren.

Trotz des Zusammenschlusses blieben die einzelnen UNESP-Standorte weiter unabhängig in der Bestimmung ihrer Forschungsbereiche und Anzahl der Studenten. Im Laufe der Jahre wurden weitere Standorte hinzugefügt und Studiengänge und Fachrichtungen in den Lehrplan aufgenommen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um in den Studiengängen eine möglichst praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen, wurden bis 2009 fünf Forschungsbauernhöfe, so genannte Fazendas, für Lehre und Forschung gegründet sowie ein Universitätskrankenhaus in Botucatu, drei Tierkliniken, drei Kliniken für Zahnerhaltung, ein Zentrum für orale Onkologie, ein Zentrum für spezielle Dentalmedizin, ebenso ein Zentrum für Sozialrecht und 1900 Laboratorien. Im laufenden Studienjahr 2009 werden die Einnahmen der UNESP auf 1,39 Mrd. R$ geschätzt, was ungefähr 550 Mio. Euro entspricht.

Viele der 1976 übernommenen Institute wurden lange vor der Zusammenführung als weiterführende Schule gegründet. Andere Institute wurden mit dem Ziel der Ausbildung als Schule für z. B. Pharmazie und Zahnmedizin gegründet. Die anfänglichen Fakultäten waren das Institut für Zahnmedizin in Araçatuba und São José dos Campos, die Fakultät für Agrar- und Veterinär-Wissenschaft von Jaboticabal, die Universität für Ingenieurwissenschaften und Medizin von Botucatu sowie die heutige UNESP Araraquara, welche schon 1923 für Forschung in den Bereichen Zahnmedizin und Pharmazie gegründet wurde und somit der am längsten bestehende Campus der UNESP ist. 1956 ist das Institut in Araraquara vom Staat Sao Paulo übernommen worden und seit 1976 Teil der UNESP-Universitäten. Der Campus in Bauru wurde 1988 ins System aufgenommen.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Journal of Venomous Animals and Toxins including Tropical Diseases, abgekürzt J. Venom. Anim. Toxins Trop. Dis., ist eine wissenschaftliche Fachzeitschrift, die vom brasilianischen Center for the Study of Venoms and Venomous Animals der UNESP veröffentlicht wird.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universidade Estadual Paulista – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www2.unesp.br/portal#!/sobre-a-unesp/historico/
  2. https://www2.unesp.br/portal#!/reitor/
  3. Member universities. In: web.gcompostela.org. Compostela Group of Universities, 2019, abgerufen am 14. September 2019 (englisch).

Koordinaten: 22° 7′ 14,5″ S, 51° 24′ 26,2″ W