Utz Rachowski

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Utz Rachowski (* 23. Januar 1954 in Plauen, Vogtland) ist ein deutscher Schriftsteller.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1954 in Plauen/Vogtland geborene Rachowski geriet in der ab 1968 besuchten Erweiterten Oberschule der DDR in erste Konflikten mit der Staatssicherheit (MfS). 1971 wurde er wegen Gründung eines Philosophieclubs von der Oberschule verwiesen und aus der Freien Deutschen Jugend (FDJ) ausgeschlossen. Er absolvierte eine Lehre als Elektromonteur und anschließend seinen Grundwehrdienst bei der NVA. 1977 machte er sein Abitur und begann in Leipzig das Medizinstudium. Nach zwei Semestern wurde er exmatrikuliert und arbeitete als Heizer. 1979 wurde er wegen Verbreitung eigener Gedichte sowie Literatur von Jürgen Fuchs, Reiner Kunze, Wolf Biermann, Gerulf Pannach und dem damit verbundenen Vorwurf „staatsfeindlicher Hetze“ zu 27 Monaten Haft verurteilt. Nach der Intervention von Reiner Kunze und Amnesty International wurde Rachowski 1980 in die Bundesrepublik entlassen. Dort studierte er in Göttingen und an der Freien Universität Berlin Kunstgeschichte und Philosophie.

Utz Rachowski lebt in Berlin und im Vogtland.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der letzte Tag der Kindheit, Oberbaum Verlag Berlin 1986, ISBN 3-92-6409-02-9
  • Die Stimmen des Sommers, Oberbaum Verlag Berlin 1992, ISBN 3-926409-70-3
  • Namenlose, BasisDruck Berlin 1993, ISBN 3-86163-058-3
  • Mein Museum, Hellerau-Verlag Dresden 1995, ISBN 3-910184-41-3
  • Erinnerungen an eine Jugend, Chemnitzer Verlag 1995, ISBN 3-92-8678-19-1
  • Red’ mir nicht von Minnigerode, Thelem Universitätsverlag Dresden 2006, ISBN 3-937672-46-X
  • Meine Sommer, meine Winter und das andere, Hörbuch, Edition ERATA Leipzig 2006, ISBN 3-86660-017-8
  • Miss Suki oder Amerika ist nicht weit, Gedichte, Zeichnungen von Thomas Beurich, Nachwort von Klaus Walther, Mironde Verlag 2013, ISBN 978-3-937654-49-2
  • Jeder schweigt von etwas anderem, Dokumentarfilm über Utz Rachowski, Annegret Gollin und Tine& Matthias Storck, lief erstmals auf der Berlinale 2006.

Auszeichnungen und Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]