Bezirk Mitte

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Dieser Artikel behandelt den Bezirk Mitte in Berlin; zu weiteren Stadtbezirken mit der Bezeichnung Mitte siehe Stadtbezirk Mitte.
Wappen von Mitte
Wappen von Berlin
Mitte
1. Bezirk von Berlin
Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Mitte
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Koordinaten 52° 31′ 0″ N, 13° 22′ 0″ OKoordinaten: 52° 31′ 0″ N, 13° 22′ 0″ O.
Fläche 39,47 km²
Einwohner 363.236 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 9203 Einwohner/km²
Ausländeranteil 28,2[1] % (31. Dez. 2012)
Arbeitslosenquote 14,1[2] % (30. Apr. 2013)
Postleitzahl 10115, 10117, 10119, 10178, 10179, 10551, 10553, 10555, 10557, 10559, 10785, 10787, 13347, 13349, 13351, 13353, 13355, 13357, 13359, 13407, 13409
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Rathaus Tiergarten
Mathilde-Jacob-Platz 1
10551 Berlin
Website www.berlin-mitte.de
Durchschnittsalter 39,1 Jahre[1] (31. Dez. 2012)
Gliederung
Bezirksschlüssel 01
Gliederung des Bezirks

6 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD)
Stellvertretender Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
SPD Grüne CDU Linke Piraten
18 15 10 6 4
Sitzverteilung in der BVV
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B1 B2 B5 B96
S-Bahn S1 S2 S5 S7 S25 S41 S42 S75
U-Bahn U1 U2 U5 U6 U8 U9 U55

Mitte ist der erste[3] Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 363.236 Einwohner per 31. Dezember 2015. Es ist der zentrale Bezirk der Bundeshauptstadt und beherbergt die meisten Verfassungsorgane der Bundesrepublik.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 2001 fusionierten die drei ehemaligen Bezirke Mitte, Tiergarten und Wedding zum neuen Bezirk Mitte. Er ist einer von zwei Bezirken (neben Friedrichshain-Kreuzberg), die aus Teilen des ehemaligen Ost- und West-Berlin bestehen. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet Mitte weiterhin den heutigen Ortsteil Berlin-Mitte und nicht den neuen Fusionsbezirk.

Der Bezirk Mitte unterteilt sich in sechs Ortsteile:

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[4]
31. Dezember 2015
Einwohner
pro km²
Lage
0101 Mitte 10,70 91.028 8.507
Mitte Hansaviertel Tiergarten Moabit Wedding Gesundbrunnen BerlinOrtsteile des Bezirks Mitte
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0102 Moabit 7,72 76.187 9.869
Mitte Hansaviertel Tiergarten Moabit Wedding Gesundbrunnen BerlinOrtsteile des Bezirks Mitte
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0103 Hansaviertel 0,53 5.782 10.909
Mitte Hansaviertel Tiergarten Moabit Wedding Gesundbrunnen BerlinOrtsteile des Bezirks Mitte
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0104 Tiergarten 5,17 14.340 2.774
Mitte Hansaviertel Tiergarten Moabit Wedding Gesundbrunnen BerlinOrtsteile des Bezirks Mitte
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0105 Wedding 9,23 84.194 9.122
Mitte Hansaviertel Tiergarten Moabit Wedding Gesundbrunnen BerlinOrtsteile des Bezirks Mitte
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0106 Gesundbrunnen 6,13 91.705 14.960
Mitte Hansaviertel Tiergarten Moabit Wedding Gesundbrunnen BerlinOrtsteile des Bezirks Mitte
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Der Großteil des Bezirks ist verhältnismäßig dicht besiedelt mit einer durchschnittlichen Einwohnerdichte, die doppelt so hoch ist wie allgemein in Berlin. Eine Ausnahme bildet der Ortsteil Tiergarten, dessen Einwohnerdichte nur halb so hoch ist wie die von Berlin. Das Hansaviertel ist der flächenmäßig kleinste Ortsteil unter den 96 Ortsteilen Berlins.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Naturdenkmale im Bezirk Mitte

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spreeinsel (gelb) auf einem Stadtplan von 1688

Das alte Berlin entstand an einer Gabelung der Spree, sodass sich eine seichte Furt mit vielen Sandbänken herausbildete. Auf einer erhöhten Sandbank in der Mitte der Spree siedelten die ersten Fischer (genannt Fischerinsel auf der Spreeinsel von Berlin) und es bildete sich ein Marktflecken heraus – am Molkenmarkt stand auch der Roland von Berlin (heute gegenüber auf der anderen Spreeseite am Märkischen Museum).

Die beiden Spreearme sind aktuell stark umbaut, auf der Insel steht im Norden die Museumsinsel. In der Mitte befanden sich früher das Berliner Stadtschloss (1950 gesprengt und abgetragen) und am selben Ort seit 1976 der Palast der Republik, dessen Abriss im Jahr 2009 beendet wurde. Im Süden liegen Gebäude des Wohngebietes Fischerinsel. Am Ostufer der Spree breitet sich heute ein großer Platz mit dem Fernsehturm hin zum Alexanderplatz. Nur einen Steinwurf von der Fischerinsel und dem Molkenmarkt steht das Rote Rathaus und das Nikolaiviertel mit der ältesten Kirche Berlins.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide des Bezirks Mitte 2010

Per 31. Dezember 2015 zählte der Bezirk Mitte 363.236 Einwohner auf einer Fläche von 39,5 Quadratkilometern.[4] Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 9.203 Einwohnern pro Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2012 lag der Ausländeranteil bei 28,2 Prozent, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund am Stichtag bei 46,6 Prozent lag.[1] Beide Werte waren jeweils die höchsten in allen Berliner Bezirken. Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 14,1 Prozent.[2] Am 31. Dezember 2012 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 39,1 Jahre.[1]

Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (2010)[5]
Deutsche ohne Migrationshintergrund 55,5 % (184.000)
Deutsche mit Migrationshintergrund und Ausländer 44,5 % (144.000)
Migrationshintergrund aus muslimischen Staaten (Türkei, Arabische Liga, Iran etc.) 18,0 % (60.000)
Migrationshintergrund aus EU-Ländern 10,7 % (35.400)
Sonstige (u. a. aus der ehemaligen Sowjetunion, Ostasiaten, Afrodeutsche, Jugoslawien etc.) 14,5 % (48.000)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2011[6]
Wahlbeteiligung: 50,7 %
 %
30
20
10
0
29,1
24,1
17,1
10,6
9,9
1,6
7,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006[6]
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,5
+6,0
-2,4
-1,8
+9,9
-4,3
-3,8
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Bezirksbürgermeister von Mitte ist Christian Hanke (SPD), der 2006 im Rahmen einer Zählgemeinschaft der SPD mit den Stimmen der Verordneten der Linken und der FDP gegen die CDU und die Grünen zum Bezirksbürgermeister gewählt wurde. In den Berliner Bezirken ist eine Zählgemeinschaft (anders als in den Landesparlamenten der Bundesrepublik) nicht mit einer Koalition verbunden, sodass sich die Fraktionen bei Sachfragen jeweils Mehrheiten suchen. Seit 2011 besteht eine Zählgemeinschaft mit der CDU.

Bezirksbürgermeister

Hier werden die Bürgermeister des Bezirks Mitte seit 2001 aufgeführt. Die Bürgermeister des ehemaligen Bezirks Mitte und heutigen Ortsteils Mitte finden sich dort.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen des Bezirks Mitte

Das Wappen des Bezirks Mitte wurde nach der Bezirksfusion der drei Bezirke Mitte (alter Bezirk), Tiergarten und Wedding durch den Heraldiker Theodor Lorenz (* 6. April 1929, † 25. März 2005) neu entworfen und gestaltet. Das heutige Wappen wurde am 9. Oktober 2001 durch den Senat von Berlin verliehen.

Wappen von Bezirk Mitte
Wappenbeschreibung:

„Der sechsfach in Rot und Silber geständerte Schild ist mit einem goldenen Mittelschild belegt, darin ein wachsender schwarzer, rotbewehrter und -gezungter Bär, der in den Pranken einen blauen Schild mit aufrechtem goldenem Lilienzepter hält. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.“[7]

Wappenbegründung:

Die Farben von Rot und Silber entsprechen den historischen Stadtfarben Berlins. Auch das Herzschild mit dem Berliner Bären verweist auf den ehemaligen Bezirk Mitte als der historischen Mitte Berlins ebenso wie die Lage in der gefächerten Schildteilung auf die zentrale Lage des Bezirks deutet. Der kleine Schild mit dem Zepter war bereits das Herzschild im Wappen der Dorotheenstadt – es ist ein Kennzeichen der Herrschergewalt und verweist auf die historische Rolle Berlins als Residenzstadt und Hauptstadt mehrerer deutscher Staaten. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International

JapanJapan Higashiōsaka, Japan (seit 1959, damals mit dem alten Bezirk Wedding und dem japanischen Fuse begründet)
IsraelIsrael Cholon, Israel (seit 1970 freundschaftliche Beziehungen, seit 1980 Partnerstadt, damals mit dem alten Bezirk Wedding begründet)
FrankreichFrankreich Tourcoing, Frankreich (seit 1995, damals mit dem alten Bezirk Wedding begründet)
JapanJapan Shinjuku (seit 1994): So wie Berlin-Mitte das Herz der deutschen Bundeshauptstadt darstellt, so ist Shinjuku das Herz der japanischen Hauptstadt Tokio
JapanJapan Tsuwano (seit 1995) zurückgehend auf den Gelehrten Mori Ogai, der einige Zeit in Berlin lebte
UngarnUngarn Terézváros (Bezirk von Budapest), Ungarn (seit 2005)
TurkeiTürkei Beyoğlu (Stadtteil von Istanbul), Türkei (seit 2008)

National

Bundeshauptstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bezirk Mitte befinden sich der Deutsche Bundestag im Reichstagsgebäude, der Bundesrat, die Bundesregierung sowie zahlreiche Botschaften.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BerlinAbend.JPG
Blick auf den Ortsteil Mitte

Bebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sakralbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater und Opern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  2. a b Arbeitslosigkeits-Atlas – Arbeitslosigkeit in Berlin – Zahlen und Quoten in der Stadt und in den Bezirken. Berliner Morgenpost. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  4. a b Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2015, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 4. Juni 2016 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  5. Statistischer Bericht – Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2010 (PDF). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 20. Juni 2013.
  6. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin
  7. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen