Viruzid

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Als Viruzide („virustötend“) werden Substanzen bezeichnet, die durch eine Zerstörung der viralen Nukleinsäure, häufiger durch eine Denaturierung oder Entfernung der Virushülle die Infektiosität von Viren herabsetzen oder vollständig verhindern. Die Fähigkeit zu dieser Virusinaktivierung wird als Viruzidie bezeichnet. Viruzide, die nur behüllte Viren inaktivieren können, werden als begrenzt viruzid bezeichnet.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viruzide dienen der Virusinaktivierung, meist außerhalb von lebenden Organismen.[1] Therapeutisch gegen Viren eingesetzte Stoffe bezeichnet man jedoch nicht als Viruzid, sondern als Virostatikum. Zertifizierte, viruzide Präparate sind in der DGHM-Liste für Desinfektionsmittel zu finden (Richtlinien für die Prüfung chemischer Desinfektionsmittel), die nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie geprüft werden. Die Wirksamkeit eines Viruzids hängt unter anderem vom eingesetzten Viruzid und von der korrekten Anwendung ab.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. Steinmann: Some principles of virucidal testing. In: The Journal of Hospital Infection. Band 48 Suppl A, August 2001, S. S15–S17, ISSN 0195-6701. PMID 11759018.
  2. T. Jefferson, C. Del Mar, L. Dooley, E. Ferroni, L. A. Al-Ansary, G. A. Bawazeer, M. L. van Driel, R. Foxlee, A. Rivetti: Physical interventions to interrupt or reduce the spread of respiratory viruses: systematic review. In: BMJ (Clinical research ed.). Band 339, 2009, S. b3675, ISSN 1756-1833. PMID 19773323. PMC 2749164 (freier Volltext).
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