Vollersode

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Wappen Deutschlandkarte
Vollersode
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Vollersode hervorgehoben

Koordinaten: 53° 20′ N, 8° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osterholz
Samtgemeinde: Hambergen
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 46,49 km2
Einwohner: 2947 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27729
Vorwahl: 04793
Kfz-Kennzeichen: OHZ
Gemeindeschlüssel: 03 3 56 010
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Bürgermeisterin: Angela Greff (SPD)
Lage der Gemeinde Vollersode im Landkreis Osterholz
BremenBremenLandkreis CuxhavenLandkreis OldenburgLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis VerdenLandkreis WesermarschAxstedtGrasbergHambergenHolsteLilienthalLübberstedtOsterholz-ScharmbeckRitterhudeSchwanewedeWorpswedeVollersodeKarte
Über dieses Bild

Vollersode (niederdeutsch Vollerso) ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Hambergen und liegt am Nordrand des Landkreises Osterholz in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giehler Bach im Springmoor bei Giehlermühlen
Historische Karte von 1795 mit den Orten Vollersode, Wal(l)höfen, Giehle und Giehler Mühle sowie dem Fluss Hamme.
Windmühle in Wallhöfen an der Straße „Mühlenberg“ nach Bornreihe

Die Gemeinde Vollersode liegt in der norddeutschen Tiefebene ca. 35 Kilometer nördlich von Bremen. Landschaftlich geprägt ist der Ort vom Übergang der Wesermünder Geest einem eiszeitlichen Endmoränengebiet, ins Teufelsmoor. Die Ortsteile Vollersode, Wallhöfen, Giehle und Giehlermühlen liegen auf der Geest in einer Höhe von 20 bis 30 m ü. NN. Die anderen Ortsteile sind Moordörfer auf einer Höhe von weniger als 5 m ü. NN. Durch die Gemeinde fließt der Giehler Bach als kleiner Wiesenfluss, der bei Viehspecken auf den Hamme-Oste-Kanal trifft und dort zum Fluss Hamme wird.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Südwesten grenzt Vollersode an Hambergen, im Nordwesten an Holste, die beide ebenfalls zur Samtgemeinde Hambergen gehören. Nordöstlich schließt sich die Gemeinde Gnarrenburg im Landkreis Rotenburg (Wümme) an. Südöstlich liegt die Einheitsgemeinde Worpswede, südlich die Stadt Osterholz-Scharmbeck.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Vollersode gliedert sich in insgesamt neun Ortsteile:

  • Ahrensdorf
  • Bornreihe
  • Friedensheim
  • Giehle
  • Giehlermoor
  • Giehlermühlen
  • Verlüßmoor
  • Vollersode
  • Wallhöfen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde 1185 als Valdersha urkundlich erwähnt. Der Name erklärt sich am Wappen, auf dem ein Brunnen zu sehen ist. Sode ist ein anderer Begriff für Brunnen also heißt Vollersode übersetzt Voller Brunnen. Das Glockenbechergrab von Wallhöfen liegt in einem Ortsteil von Vollersode auf den Geesthöhen des Teufelsmoores.

Vollersode bildete im Zuge der Gebietsreform 1974 mit den Gemeinden Hambergen, Axstedt, Holste und Lübberstedt die Samtgemeinde Hambergen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Vollersode setzt sich aus Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Wahlperiode begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026. Aus den Ergebnissen der vergangenen Gemeinderatswahlen ergaben sich folgende Sitzverteilungen:

Wahljahr SPD CDU Gesamt
2021[2] 7 6 13 Sitze
2016 8 5 13 Sitze

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin der Gemeinde Vollersode ist Angela Greff (SPD); ihre Stellvertreter sind Günter Renken (SPD) und Arne Schnackenberg (CDU).[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Vollersode
Blasonierung: „Auf schwarzem Grund eine silberne Wellenleiste und ein Sodbrunnen mit angehängtem Eimer. Der goldene Schildfuß ist mit schwarzen Feldsteinen belegt.“[4]
Wappenbegründung: Die Grundfarben Schwarz und Gold geben Moor und Geest als wechselnde Landschaft der Gemeinde wieder. Der Sodbrunnen mit angehängtem Eimer ist ein örtlich bekanntes Wahrzeichen für den Ortsteil Vollersode und im Fuß des Wappens symbolisieren die schwarzen Feldsteine die heute noch erhaltenen typischen Walleinfriedungen der älteren Gehöfte im Ortsteil Wallhöfen. Der silberne Schrägwellenbach stellt die Verbindung zur Hamme her.

Sehenswürdigkeiten, Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holländerwindmühle an der Straße von Wallhöfen nach Bornreihe; heute Wohnhaus.
  • Ehemalige Kornwassermühle in Giehlermühlen an der Bundesstraße 74; Mühlenstau ohne Rad noch vorhanden
  • Fernmeldeturm im Ortsteil Wallhöfen, ein 130 Meter hoher sogenannter Typenturm "FMT 2/73" von der Deutschen Funkturm GmbH betrieben für die Deutsche Telekom AG

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturschutzgebiet Springmoor bei Giehlermühlen westlich der Bundesstraße; Geesthochmoor mit Niedermoorbasis.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fußballverein Blau-Weiß Bornreihe aus dem Ortsteil Bornreihe spielt aktuell in der sechsklassigen Landesliga Lüneburg und trägt seine Heimspiele in der Sportanlage Bornreihe (4000 Plätze) in Vollersode-Bornreihe aus.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnanschluss über die Bahnhöfe Lübberstedt und Oldenbüttel, beide etwa 10 km entfernt an die Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven (–Cuxhaven).
Die Autobahn 27 (Walsrode–Cuxhaven) ist 19 km entfernt und über die Landstraße 134 erreichbar. Die Hauptverkehrsachse und Anbindung an die Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck und das Oberzentrum Bremen bildet die Bundesstraße 74 BremenStade.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L. Behrens: Die Entstehung der Moorkolonie Bornreihe. In: Männer vom Morgenstern Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (Hrsg.): Niederdeutsches Heimatblatt. Nr. 2. Nordwestdeutsche Zeitung, heute Nordsee-Zeitung GmbH, Bremerhaven 1931, S. 1–2 (Digitalisat [PDF; 4,2 MB; abgerufen am 13. Oktober 2018]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Vollersode – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Ergebnis Gemeinderatswahl 2021. Abgerufen am 14. August 2022.
  3. Gemeinderat Vollersode. In: Internetseite der Samtgemeinde Hambergen. Abgerufen am 13. Oktober 2018.
  4. Hauptsatzung der Gemeinde Vollersode. (PDF; 63,1 kB) In: Internetseite Samtgemeinde Hambergen. 8. März 2012, S. 1, abgerufen am 13. Oktober 2018.