Walter Krämer (Politiker)

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Walter Krämer (vor 1933)

Walter Krämer (* 21. Juni 1892 in Siegen; † 6. November 1941 in Hahndorf) war ein deutscher Politiker der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er war 1932/33 Abgeordneter des Preußischen Landtags, wurde 1933 verhaftet und 1941 in einem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald in Hahndorf bei Goslar ermordet. Zuvor hatte er als sogenannter „Arzt von Buchenwald“ vielen Häftlingen medizinisch geholfen, wofür ihm der Staat Israel im Jahr 2000 postum den Titel Gerechter unter den Völkern verlieh.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weimarer Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Krämer war von Beruf Schlosser, ab 1910 freiwilliger Soldat bei der kaiserlichen Marine. Ende des Ersten Weltkriegs wurde er wegen eines Einbruchs in ein Lebensmitteldepot der Offiziere, später wegen seiner Beteiligung an den Aufständen revolutionärer Matrosen in Kiel inhaftiert. Befreit durch die Novemberrevolution, kehrte Krämer 1918 nach Siegen zurück, wo er sich im Arbeiter- und Soldatenrat engagierte. Er schloss sich der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) an und nahm im März 1920 an den Kämpfen in der Folge des Kapp-Putsches auf der Seite der Roten Ruhrarmee teil, in der er als Abschnittskommandeur tätig war. Ende 1920 trat er der KPD bei, deren Organisationssekretär im Unterbezirk Siegen er ab 1923 war. Ab 1925 vertrat er die KPD in der Stadtverordnetenversammlung. Er war als Unterbezirks- bzw. Bezirkssekretär in Krefeld, Wuppertal, Kassel und Hannover tätig. 1932/33 war er Mitglied des Preußischen Landtags. Damit war er neben Fritz Fränken (KPD) und Fritz Fries (SPD) einer von drei Weimarer Landtagsabgeordneten der politischen Linken, die im Siegerland tätig waren.[1]

Die Region war eine Hochburg der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Ihr nachfolgend war die NSDAP bereits 1930 im nahezu rein protestantischen Wittgenstein mit einem Drittel der Stimmen stärkste Partei und im Siegerland (mit dem katholisch-antinazistischen Johannland) mit bis zu einem Drittel der Stimmen in den protestantischen Gemeinden hinter dem antisemitisch-christlichen EVD zweitstärkste Partei (Reich: 18,3 %).[2] Politische und kulturelle Gegenkräfte – Katholiken, Sozialdemokraten, Kommunisten, Liberale – waren von marginaler Bedeutung.[3]

Bei einem Angriff nationalsozialistischer Abgeordneter auf Mitglieder der KPD-Fraktion im Mai 1932 wurde Krämer ernsthaft verletzt.[4] Krämer war Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG).[5]

Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Reichstagsbrand 1933 wurde Krämer am 28. Februar in Hannover verhaftet. Wegen Hochverrats wurde er zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Haftorte waren ab Januar 1935 Hameln, Hannover und Hildesheim. Mit dem Haftende wurde er von der Gestapo erneut festgenommen und am 15. Januar 1937 im KZ Lichtenburg und im August 1937 im KZ Buchenwald inhaftiert.

Krämer wurde nach der Verdrängung der als Kapos eingesetzten „Gewohnheitsverbrecher“ durch die im Lageruntergrund agierende KPD Kapo des Häftlingskrankenbaus. „Insbesondere durch die Initiative des kommunistischen Landtagsabgeordneten Walter Krämer änderten sich die Verhältnisse im Krankenbau grundlegend. Von diesem Zeitpunkt ab wurde der Krankenbau zu einem Hauptstützpunkt des Kampfes gegen die SS sowie zu einer Oase zur Sicherheit der gefährdeten Häftlinge.“[6]

Er eignete sich medizinische Kenntnisse im Selbststudium an, organisierte die Krankenversorgung und führte auch selbst Operationen durch, um zum Beispiel durch Misshandlungen der SS verletzten oder von erfrorenen Gliedmaßen betroffenen Mithäftlingen das Leben zu retten. Er galt als „ein sehr vorzüglicher Wundbehandler und Operateur“.[7] Er weigerte sich, über sowjetische Kriegsgefangene das Todesurteil „Tbc-krank“ zu verhängen. Im Frühjahr 1940 erreichte er die Schließung eines von Mithäftlingen als „Mordhöhle“ charakterisierten Sonderlagers für meist staatenlose Juden aus Wien und den besetzten Ostgebieten mit dem Hinweis auf Seuchengefahr auch für die SS und die umliegenden Dörfer. „500 kaum noch lebensfähige Skelette brachte diese Rettungsaktion ins große Lager.“[8]

In den ersten Novembertagen 1941 wurde Krämer zusammen mit seinem Stellvertreter Karl Peix zunächst im „Bunker“ des Lagers inhaftiert, um dann in das Außenkommando Goslar überstellt zu werden. In einem Steinbruch bei Hahndorf wurden beide auf Anweisung des Lagerkommandanten Karl Otto Koch am Vormittag des 6. November von der SS „auf der Flucht erschossen“. Zum Mordmotiv gibt es unterschiedliche Annahmen. Krämer stand für die illegalen Strukturen der politischen Häftlinge im Lager, die der SS nicht ganz verborgen geblieben waren. Die Lager-Gestapo hatte bei ihm vermerkt „Darf nicht entlassen werden!“[9] Krämer hatte ein großes Wissen über Verstöße von SS-Angehörigen gegen dienstliche Verpflichtungen. Er wusste von der Korruptheit des Lagerkommandanten. Er hatte Koch wegen einer Syphilis heimlich behandeln müssen.[10]

Seine Witwe Elisabeth „Liesel“ Krämer, geb. Lehmann, erhielt von der KZ-Verwaltung eine Urne mit seiner Asche, die im November 1941 in Siegen beigesetzt wurde.[11]

Rezeption – Erinnerungskultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerhalb der Heimatregion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein für das Außenkommando Goslar des KZ Buchenwald, aufgestellt am 110. Geburtstag Krämers 2002
Stolperstein für Walter Krämer in Hannover, verlegt am 4. Dezember 2012[12]

Krämers Tätigkeit im Krankenrevier des Lagers führte nach 1945 zu dem Beinamen „Arzt von Buchenwald“. Der Publizist und Politikwissenschaftler Eugen Kogon (CDU) würdigte seinen Buchenwald-Mithäftling in Der SS-Staat u. a. als „starke, mutige Persönlichkeit.“ (1946).[13] Der DDR-Schriftsteller und Mithäftling Bruno Apitz setzte ihm in Nackt unter Wölfen (1956, Verfilmung 1963) ein internationales Denkmal, indem er der Hauptperson den Namen Walter Krämer gab.[14] Vor allem in der Jugend der DDR war Krämer weithin bekannt, da der Roman von Apitz Pflichtlektüre an den Schulen war.[15] An der Martin-Luther-Universität Halle promovierte Christine Wenzel mit einer Dissertation über „das Leben und Wirken des deutschen Kommunisten Walter Krämer“ (1970).[16] In Weimar und in Neukirchen bei Karl-Marx-Stadt wurden zwei Medizinische Fachschulen nach Krämer benannt (1970). 1992/93 verloren sie durch die Wende ihren Namen. Im Weimarer „Traditionskabinett Walter Krämer“ (1975ff.) ausgestellte und bewahrte Relikte aus Krämers privatem und politischem Leben wurden nun entfernt und teilweise vernichtet, weitere konnte die NS-Gedenkstätte seiner Heimatstadt Aktives Museum Südwestfalen retten und ausstellen. Es gab in Berlin-Lichtenberg eine Stomatologische Klinik (1976ff.), die nach Krämer benannt, war. Am Klinikum Suhl gab es ein „Arbeitskollektiv Walter Krämer“ (1986ff.) und andernorts einige weitere Benennungen.[17]

1999 wurde Krämer postum von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem mit dem Titel Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet. An dem Verleihungsakt in Siegen durch den israelischen Botschafter am 11. April 2000, dem 55. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald nahmen mehr als 400 Personen teil.[18]

In Westdeutschland war Krämer außerhalb seiner Herkunftsregion, wo seine Vita strittig rezipiert wurde und er lange ohne Ehrung blieb, weitgehend unbekannt. An seinem 110. Geburtstag 2002 wurde in Goslar-Hahndorf auf Initiative des Vereins „Spurensuche Goslar“ ein Gedenkstein für das ehemalige KZ-Außenkommando, dem Krämer angehört hatte, gesetzt.[19] Am 25. April 2011, dem 66. Jahrestag der Befreiung durch die Third United States Army, ehrte ihn die Lagergemeinschaft des Konzentrationslagers Buchenwald-Dora mit einer Gedenktafel. Es war die erste Ehrung für einen Deutschen. Daran nahmen aus dem Siegerland Gruppen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und der DKP teil. Es sprachen u. a. der zeitweise in Siegen tätige Medienwissenschaftler Karl Prümm sowie Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.[20] In Hannover verlegte Gunter Demnig vor dem Eingang der Buchhandlung Lehmanns an der Heiligerstraße 16 am 4. Dezember 2012 einen Stolperstein für Krämer.[21][22] Dort hatte sich das Parteibüro der KPD befunden, in dem Krämer als Bezirksleiter tätig gewesen war. Den Stein hatte die VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein gespendet.[23]

Innerhalb der Heimatregion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Ende des Nationalsozialismus gab es am Siegener Grab Krämers eine jährliche Kranzniederlegung am zweiten Sonntag im September, dem „Tag der Opfer des Faschismus“, die Krämer repräsentierte. In den ersten Jahren beteiligten sich daran und an begleitenden Veranstaltungen zunächst auch die Stadt Siegen und nichtkommunistische regionale Politiker.[24]

Bereits 1946 forderte die KPD im Kontext mehrerer Straßenumbenennungen, eine Siegener Straße nach Walter Krämer zu benennen,[25] womit sie allein blieb. Nachdem 1947 eine Ratsmehrheit eine Siegener Straße nach dem nationalsozialistischen Oberbürgermeister Alfred Fissmer benennen wollte, was die britische Militärregierung untersagte, schlug die KPD dafür Walter Krämer vor. Der Antrag wurde von CDU, SPD und FDP abgelehnt. Im politischen Klima des Kalten Kriegs blieben die KPD und mit ihr die VVN damit im Siegerland randständig.[26] Anders im benachbarten Kreis Altenkirchen. Dort wurde 1948 ein Erholungsheim nach Krämer benannt.[27]

Porträt-Stele vor dem Kreisklinikum Siegen auf dem Walter-Krämer-Platz, eingeweiht im November 2016

Mit dem Verbot der KPD 1956 endeten vorerst alle Bemühungen um eine Würdigung Krämers. 1975 ergriff der jüdische Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Hugo Herrmann öffentlich das Wort und verwies auf Krämer, der in Buchenwald versucht habe, "den Quälereien an den Juden ein Ende zu setzen", was er mit seinem Leben bezahlt habe.[28] Das blieb eine Einzelstimme. Im November 1979 beantragte die VVN im Kulturausschuss der Stadt, die nach dem Antisemiten Adolf Stoecker benannte Straße nach Krämer umzubenennen, die allein von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) unterstützt wurde und auf minimale öffentliche Resonanz stieß. Der Antrag wurde nach monatelanger Wartezeit abgelehnt.[29]

Neue Initiativen im Erinnerungsdiskurs gab es seit der Mitte der 1980er Jahre. Sie stießen auf die geschlossene Ablehnung von Politik und Verwaltung. Gewerkschaften und SPD, traditionelle Instanzen der Arbeiterbewegung, schwiegen. Benennungen von Straßen, Plätzen, Schulen oder Krankenhäusern nach Nationalsozialisten, deren Wegbereitern oder wegen NS-Verbrechen Verurteilter wurden hingegen vorgenommen. Hier kam es zu einer Welle von Neubenennungen in den 1960er und 1970er Jahren, so zu Friedrich Flick, Lothar Irle, Jakob Henrich, Ernst Bach, Bernhard Weiß u. a. Sie wurden bis in die 1980er Jahre nicht als problematisch angesehen und jeweils von breiten politischen Mehrheiten auch gegen starke Kritik vehement verteidigt.[30]

Der in Siegen lehrende Literaturwissenschaftler Karl Prümm und das Vorstandsmitglied Klaus Dietermann der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit erarbeiteten auf deren Beschluss eine Biografie Krämers, die 1986 erschien.[31] Heftigen Widerspruch gegen die Publikation formulierte der CDU-Kommunalpolitiker Paul Tigges (Lennestadt), Gründungs- und Vorstandsmitglied der Christine-Koch-Gesellschaft. 1985 beantragte die DKP, einen Mahn- und Gedenkort für Walter Krämer einzurichten. Rat und Verwaltung reagierten darauf nicht. 1991 veranstaltete die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit eine „Walter-Krämer-Woche“.[32] Ein Vorschlag 1997, einen zentralen Platz in Siegen nach Krämer zu benennen, wurde im Stadtrat erneut nur von einer Minderheit unterstützt.[33] 1998 schließlich beschloss der Stadtrat, Krämer mit einer Tafel an seinem Geburtshaus – abseits der Innenstadt in einem Wohngebiet – zu ehren.[34] Am 27. Januar 1999, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wurde sie angebracht.[35] 2007 scheiterte ein Bürgerantrag zur „Änderung von historisch-belasteten und zweifelhaften Straßenbezeichnungen“, damit auch die Umbenennung der Adolf-Stöckerstraße in Walter-Krämer-Straße.[36] Der städtische Hauptausschuss lehnte ab. Die Benennungsvorschläge erstreckten sich inzwischen auf eine Straße, eine zentrale Siegbrücke und ein Krankenhaus.[37] Sie blieben erfolglos. Am 24. Mai 2011 wurde ein Antrag der Ratsfraktionen von Grünen, Linken und SPD („Siegbrücke“) mehrheitlich abgelehnt.[38] In der folgenden öffentlichen Diskussion kritisierte der Historiker Ulrich Opfermann die CDU-Haltung als „wenig geschichtsbewußt“. Sie habe durch „ihre Entscheidung zu Krämer eine gute Chance vergeben“. Opfermann erklärte den Vorgang mit „Wurzeln“ dieser Partei „in der antidemokratischen und antisemitischen DNVP“. Er verwies auf den Siegener CDU-Politiker und Zeitgenossen von Krämer Ernst Bach, der trotz seiner rechtsextremistischen Vergangenheit und korrupter Praktiken per Ratsbeschluss eine Straßenbenennung erhalten hatte.[39] Zum 70. Todestag veranstalteten die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Siegener NS-Gedenkstätte „Aktives Museum Südwestfalen“ eine Walter-Krämer-Gedächtniswoche und die regionale VVN-BdA zusammen mit der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora ein Symposium zu Krämer. Inzwischen aber hatte sich die CDU-Fraktion geöffnet.[40][41] 2012 schließlich beschloss der Rat der Stadt Siegen mehrheitlich, den Platz vor dem Haupteingang des Kreisklinikums im Stadtteil Weidenau als Walter-Krämer-Platz zu bezeichnen.[42]

Im November 2014 wurde am Siegener Kreisklinikum der Walter-Krämer-Platz fertiggestellt. Er wurde von Erwin Wortelkamp gestaltet. Es sind mehrere Elemente zu sehen, die Leben und Wirken Walter Krämers symbolisieren. Eine Stele zeigt Krämers Konterfei, ein Spruch des französisch-jüdischen Philosophen Emmanuel Levinas auf dem Boden leitet die Besucher in das Klinikum: „Die Sorge für den anderen siegt über die Sorge um sich selbst.“ Bei der offiziellen Einweihung im Dezember 2014 sprach Landrat Andreas Müller (SPD) von einem „würdevollen Ereignis und einem bedeutsamen Tag für Siegen“, bis zu dem es „ein langer Weg“ gewesen sei, da Krämer zu den „unerwünschten NS-Opfern“ gehört habe. Bürgermeister Steffen Mues (CDU) erklärte, Krämers vorbildliches humanitäres Engagement und der Widerstand gegen das NS-Regime seien deutlich höher wertzuschätzen als die Kritik. Er erinnerte an den Landrat Paul Breuer (CDU) und dessen aktives Engagement für die Benennung des Platzes. Das sei „mutig, wegweisend – kurz: richtig“ gewesen.[43] Der Krämer-Biograf und Leiter der NS-Gedenkstätte Klaus Dietermann sieht Breuer und Mues als wichtige Unterstützer der Krämer-Würdigung.[44]

Im Februar 2015 beschloss der AStA der Universität Siegen, studentische Gremien in Zukunft nach Krämer zu benennen. [45]

Bei einer Umfrage zum "größten" Siegen-Wittgensteiner anlässlich des 200 jährigen Jubiläums "200 Jahre Kreise Siegen und Wittgenstein" setzte sich Krämer mit 44 % der Stimmen gegen Fritz Busch (33,7 %) und Johann Heinrich Jung-Stilling (6,8 %) klar durch. [46]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen, Berlin 1998, 9. Aufl.
  • Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer. Schlosser, Politiker, Arzt von Buchenwald, Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 2015
  • Klaus Dietermann: Späte Teil-Anerkennung. In: Siegener Beiträge. Jahrbuch für regionale Geschichte 4 (1999), S. 153–157
  • Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer – von Siegen nach Buchenwald. Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 1986
  • David A. Hacket: Der Buchenwald-Report. Bericht über das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, München 1996
  • Liesel Krämer: Alle Achtung, liebe Liesel, da hätte mancher die Hose voll gemacht, in: Hannoversche Frauen gegen den Faschismus 1933–1945, Lebensberichte, hg. von VVN/BdA, Hannover 1982, S. 36–40
  • Walter Poller: Arztschreiber in Buchenwald. Bericht des Häftlings 996 aus Block 36, Offenbach 1960, 2. Aufl.
  • Bodo Ritscher: Arzt für die Häftlinge. Aus dem Leben Walter Krämers. Weimar-Buchenwald 1988
  • Christine Roßberg (Wenzel): Arzt ohne Examen, Berlin (DDR) 1982
  • Krämer, Walter. In: Hermann Weber, Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945. 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Karl Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Walter Krämer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitweiliger Unterbezirkssekretär der KPD war noch Rudolf Hennig, Mitglied des Reichstags (1930–1933): Der Kommunismus im Siegerland, in: Siegener Zeitung, 5. April 1933.
  2. Zahlenangaben siehe: Dieter Pfau, Christenkreuz und Hakenkreuz. Siegen und das Siegerland am Vorabend des „Dritten Reiches“, Bielefeld 2000, S. 212f.; Ulrich Friedrich Opfermann, Siegerland und Wittgenstein im Nationalsozialismus. Personen, Daten, Literatur, Siegen 2001, S. 174f.
  3. Alle Angaben in diesem Abschnitt, soweit nicht anders angegeben: Ulrich Friedrich Opfermann, "Mit Scheibenklirren und Johlen". Juden und Volksgemeinschaft im Siegerland und in Wittgenstein, Siegen 2009, S. 31ff., 48, 53ff., 57f.
  4. Bodo Ritscher, Arzt für Häftlinge, Weimar-Buchenwald, 1988, S. 21.
  5. Einzelheiten siehe: Ulrich Friedrich Opfermann, Siegerland und Wittgenstein im Nationalsozialismus. Personen, Daten, Literatur. Ein Handbuch zur regionalen Zeitgeschichte (= Siegener Beiträge, Sonderband 2001), Siegen 2000; 2. Aufl. 2001; Hermann Weber/Andreas Herbst, Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945, Berlin 2004, S. 404.
  6. David A. Hackett (Hrsg.), Der Buchenwald-Report. Bericht über das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, München 2002, S. 247.
  7. David A. Hackett (Hrsg.), Der Buchenwald-Report. Bericht über das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, München 2002, S. 91.
  8. David A. Hackett (Hrsg.), Der Buchenwald-Report. Bericht über das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, München 2002, S. 197.
  9. Mithäftling Paul Grünewald (Häftlingssanitäter und Schreiber in Buchenwald), in: Die Glocke vom Ettersberg. Mitteilungsblatt der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora, Frankfurt a. M., 1974, H. 55, S. 6f.
  10. Eugen Kogon: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager, Reinbek 1974, S. 304f.
  11. Alle Achtung liebe Liesel, da hätte mancher die Hosen voll gemacht, in: Hannoversche Frauen gegen den Faschismus 1933–1945, H. 3, Hannover 1981–1983.
  12. Walter Krämer auf erinnerungundzukunft.de.
  13. Eugen Kogon, Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager, Berlin 1946, S. 132.
  14. Bruno Apitz, Nackt unter Wölfen, Halle 1958.
  15. Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer. Schlosser, Politiker, Arzt von Buchenwald, Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 2015, S. 227.
  16. Christine Wenzel (Rossberg): Das Leben und Wirken des deutschen Kommunisten Walter Krämer, ein Vorbild für die Mitarbeiter des Gesundheitswesens in der Deutschen Demokratischen Republik, Diss. A, Halle 1970.
  17. Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer. Schlosser, Politiker, Arzt von Buchenwald, Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 2015, S. 228.
  18. Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer. Schlosser, Politiker, Arzt von Buchenwald, Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 2015, S. 235.
  19. Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer. Schlosser, Politiker, Arzt von Buchenwald, Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 2015, S. 236.
  20. VVN-BdA: 66. Jahrestag Selbstbefreiung der Häftlinge: KZ Buchenwald
  21. Veronika Thomas: 21 neue Stolpersteine für Hannover, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 29. November 2012.
  22. Siegener Zeitung, Printausgabe, 11. Dezember 2012.
  23. Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer. Schlosser, Politiker, Arzt von Buchenwald, Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 2015, S. 232.
  24. Vergeßt die teuren Toten nicht, in: Freiheit, 21. September 1948.
  25. Neue Straßennamen in Siegen, in: Freiheit, 7. Juni 1946.
  26. Umbenennung der Straßen, in: Freiheit, 18. Februar 1947.
  27. Walter-Krämer-Erholungsheim. Ehrung eines ermordeten Siegerländer Antifaschisten, in: Freiheit, 10. Februar 1948.
  28. Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer. Schlosser, Politiker, Arzt von Buchenwald, Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 2015, S. 229.
  29. Heiner Walter, Adolf-Stöcker-Straße jetzt umbenennen, in: Westfälische Rundschau, 7. Dezember 1979.
  30. In den 1980er Jahren begann eine Namensdiskussion zum Friedrich-Flick-Gymnasium, die sich in mehrfach wiederholte. Die Namensgegner waren dann 2009 erfolgreich.
  31. Klaus Dietermann/Karl Prümm, Walter Krämer – von Siegen nach Buchenwald, Siegen 1986; Neuauflage 1991.
  32. Vor 50 Jahren im KZ ermordet. Der Siegener Walter Krämer: Vergessen?, in: Westfälische Rundschau, 6. November 1991.
  33. Noch keine Einigung über Benennung: „Der Platz ist ja nun einmal ein Platz“ minderheitlich [zu „Walter-Krämer-Platz“], in: Westfälische Rundschau, 18. September 1997.
  34. Gedenktafel soll an Walter Krämer erinnern. Späte Ehre für den „Arzt von Buchenwald“, in: Siegener Zeitung, 20. Mai 1998; Dietermann, Klaus, Späte Teil-Anerkennung, in: Siegener Beiträge. Jahrbuch für regionale Geschichte 4 (1999), S. 153–157.
  35. Geburtshaus Walter Krämer aufsiegen-guide.de
  36. Behandlung des Antrages im Hauptausschuss des Rates der Stadt Siegen vom 15. August 2007. Vgl. Vorlage 1498/2007, Niederschrift der Sitzung vom 15. August 2007; Bastian Föst, Massenmörder mit Auszeichnung, in: Westfälische Rundschau, 13. August 2007.
  37. Georg Maag, Walter Krämer. Ehrung rückt in weite Ferne, in: Westfälische Rundschau, 26. Januar 2010, online: .
  38. Alexander Völkel: Rat sagt Nein. Walter Krämer wird in Siegen nicht geehrt, in: Westfälische Rundschau, 25. Mai 2011, Alexander Völkel: Eine Schande für Siegen, in: Westfälische Rundschau, 25. Mai 2011. Einen Überblick über die jüngere Diskussion gibt die folgende Seite von WDR Radio: [1].
  39. Alexander Völkel, Rat sagt Nein. Walter Krämer wird in Siegen nicht geehrt, in: Westfälische Rundschau, 25. Mai 2011, Kommentare, siehe: [2].
  40. Fraktionsmehrheit sieht Positives. CDU will Krämer würdigen, in: Siegener Zeitung, 31. Mai 2011.
  41. Noch kein Sieg in Siegen. Seit 65 Jahren verweigert man in Südwestfalen einem Kommunisten, Antifaschisten und im KZ Ermordeten die Ehrung in: neues deutschland, 2. April 2011.
  42. Walter-Krämer-Platz – Ideologische Schlammschlacht, Westdeutsche Allgemeine Zeitung online vom 1. März 2012
  43. „Mutig, weigweisend – richtig“. Walter Krämer-Platz offiziell eröffnet, Siegerland-Kurier vom 10. Dezember 2014.
  44. Klaus Dietermann, Karl Prümm: Walter Krämer. Schlosser, Politiker, Arzt von Buchenwald, Verlag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Siegen 2015, S. 237.
  45. Stupa beschließt Benennung Studentischer Gremien nach Walter Krämer Website des AStA der Universität Siegen, abgerufen am 12. Mai 2015.
  46. Abstimmung: Walter Krämer ist größter Siegen-Wittgensteiner. In: Westfalenpost 10.7.2017