Walternienburg

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Walternienburg
Ortswappen von Walternienburg
Koordinaten: 51° 58′ 0″ N, 11° 56′ 16″ O
Höhe: 57 m
Fläche: 18,77 km²
Einwohner: 519 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39264
Vorwahl: 039248
Walternienburg (Sachsen-Anhalt)
Walternienburg
Walternienburg

Walternienburg ist ein Ortsteil der Stadt Zerbst/Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Der Ort ist teilweise namengebend für die Walternienburg-Bernburger Kultur eine Kultur der Jungsteinzeit.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nuthe

Walternienburg zwischen Zerbst/Anhalt und Barby liegt an der Nuthe, die nahe dem Ort in die Elbe mündet. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Mittlere Elbe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Walternienburg mit der Landgemeinde Walternienburg vereinigt.[1]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Walternienburg eine selbständige Gemeinde mit den zugehörigen Ortsteilen Ronney und Poleymühle. Auf einer Gemeindefläche von 18,77 km² lebten 519 Einwohner (31. Dezember 2008).[2] Am 1. Januar 2010 erfolgte die Eingemeindung nach Zerbst/Anhalt.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Walternienburg war Heinz Reifarth.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 2. Juni 1995 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 38/1995 registriert.

Blasonierung: „Gespalten durch Wellenschnitt Gold über Blau; vorn ein blauer Wellenpfahl, hinten ein dreistufiger goldener Turm mit schwarzen Dächern, goldener Kugel und schwarzer Wetterfahne.“

Die Gemeindefarben sind Blau-Gold (Gelb).

Die Schildspaltung durch Wellenschnitt symbolisiert die Nähe der Gemeinde zum Elbstrom, der blaue Wellenpfahl stellt die Nuthe dar, über der sich als ortsspezifisch der 1000-jährige Turm der ehemaligen Burg als weithin sichtbares Wahrzeichen der Gemeinde erhebt. Die Farbe Blau symbolisiert das Wasser (Elbe und Nuthe), das Metall Gold das Korn als Hinweis auf den ländlichen Charakter Walternienburgs.

Das Wappen wurde von der Magdeburger Heraldikerin Erika Fiedler gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 30. August 1995 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt.

Die Flagge ist blau-gelb längsgestreift. Das Wappen der Gemeinde ist mittig auf die Flagge aufgelegt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elbfähre

Von Schora an der Bundesstraße 184 zweigt eine Straßenverbindung über Güterglück und Walternienburg zur Gierseilfähre in Ronney über die Elbe nach Barby ab. Weitere Straßenverbindungen bestehen nach Zerbst und nach Leitzkau. Im Nachbarort Güterglück bestehen Bahnanschlüsse nach Magdeburg und Dessau-Roßlau.

Walternienburg ist Grundschulstandort (auch für die Orte Gehrden, Gödnitz, Güterglück, Hohenlepte, Moritz, Nutha sowie Lübs und Prödel, beide Stadtteile der Stadt Gommern).

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen der Kirchengemeinde Walternienburg mit der Kirche St. Bartholomäus (mit Orgel) gehören zum Pfarramtsbereich Leitzkau im evangelischen Kirchenkreis Elbe-Fläming der der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Walternienburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 203.
  2. statistik.sachsen-anhalt.de, pdf-Datei
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010