Werntalbahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Waigolshausen–Gemünden (Main)
Strecke der Werntalbahn
Streckennummer:5230
Kursbuchstrecke (DB):ex 811 (1976)
Streckenlänge:39,7 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV, 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:100 km/h
Strecke – geradeaus
von Schweinfurt
Bahnhof, Station
0,0 Waigolshausen 245 m
   
nach Würzburg Hbf
Bahnhof ohne Personenverkehr
5,5 Mühlhausen (Wern)
   
7,7 Gänheim
Bahnhof ohne Personenverkehr
11,7 Arnstein (Unterfranken) 220 m
   
16,2 Müdesheim
   
18,4 Binsfeld
Bahnhof ohne Personenverkehr
21,1 Thüngen 205 m
Bahnhof ohne Personenverkehr
28,1 Eußenheim 185 m
   
32,8 Gössenheim
Bahnhof ohne Personenverkehr
36,7 Wernfeld
   
Main-Spessart-Bahn von Würzburg
Bahnhof, Station
39,7 Gemünden (Main) 159 m
Strecke – geradeaus
Main-Spessart-Bahn nach Aschaffenburg

Die Werntalbahn ist eine eingleisige elektrifizierte Hauptbahn in Unterfranken, die gegenwärtig vor allem dem Güterverkehr dient. Sie verläuft im Werntal von Waigolshausen (südwestlich von Schweinfurt) über Arnstein nach Gemünden am Main.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1854 wurde die Strecke Schweinfurt–Würzburg als Teilstück der Ludwigs-West-Bahn in Betrieb genommen, die noch im selben Jahr bis Aschaffenburg verlängert wurde. Trotz des Umweges, der zur Anbindung von Würzburg notwendig war, erhielt diese Trasse Vorrang vor der direkten Führung durch das Werntal, die erst am 15. Mai 1879 eröffnet wurde. Die Strecke hatte ihre Bedeutung vor allem im regionalen Güter- und Personenverkehr. Letzterer nahm jedoch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr ab, schließlich wurde er zum 30. Mai 1976 komplett eingestellt. Im Güterverkehr hat die Werntalbahn ihre Bedeutung jedoch nie verloren. Als Umgehungsbahn des Knotens Würzburg wird sie nach wie vor stark befahren. Aus diesem Grund wurde sie 1971 gemeinsam mit der Bahnstrecke BambergWaigolshausen elektrifiziert (die Strecke Waigolshausen – Rottendorf wurde zum Sommerfahrplan 1972 auf elektrischen Betrieb umgestellt) und ab 2002 umfangreich saniert und modernisiert.

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Werntalbahn ist ein temporärer Abschnitt des Main-Spessart-Expresses Frankfurt (Main)Gemünden – (Würzburg) – SchweinfurtBamberg, auf dem Samstags und Sonntags zwei Ausflugszüge pro Richtung ohne den Umweg über Würzburg direkt zwischen Gemünden und Schweinfurt, ohne Halte auf der Werntalbahn, verkehren.[1]

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich des Bahnhofs Waigolshausen fädelt die Werntalbahn aus der Hauptstrecke von Schweinfurt nach Würzburg aus und führt in das Werntal hinab. Zunächst links, dann rechts der Wern führt die Strecke nach Arnstein, wo sie in Richtung Südwesten abknickt. Am südlichen Talhang führt die Strecke weiter bis Stetten, wo sie einen Bogen in Richtung Nordwesten beschreibt. Kurz hinter Stetten verlässt außerdem die bis hier meist parallel verlaufende B 26 das Werntal in Richtung Karlstadt. Ab Eußenheim muss die Wern aufgrund ihrer Windungen mehrmals überquert werden, bevor die Strecke in Wernfeld auf die Main-Spessart-Bahn aus Würzburg trifft, mit der sie jedoch nicht zusammengeführt wird, sondern parallel bis nach Gemünden (Main) verläuft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lage, Verlauf sowie einige Signale und zulässige Geschwindigkeiten der Strecke auf der OpenRailwayMap

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Linienplan Main-Spessart-Express. Abgerufen am 6. Dezember 2017.