Wieland Bruch

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Wieland Bruch

Wieland Bruch (* 20. Mai 1961 in Berlin) ist ein deutscher Großmeister für Schachkomposition.[1]

Schachkomposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1979 veröffentlichte Bruch etwa 400 Schachkompositionen. Ungefähr 300 davon erhielten Turnierauszeichnungen, darunter mehr als 160 Preise. Seine ursprüngliche Dömane war der Zweizüger. In letzter Zeit wandte er sich verstärkt der Komposition von Schachstudien zu.

Wieland Bruch
Deutsche Schachblätter, 1994
1. Preis
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8 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 8
7 Chess klt45.svg Chess bdt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess pdt45.svg 7
6 Chess pdt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess qlt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 6
5 Chess rdt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess nlt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 5
4 Chess --t45.svg Chess plt45.svg Chess --t45.svg Chess kdt45.svg Chess plt45.svg Chess pdt45.svg Chess ndt45.svg Chess --t45.svg 4
3 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess pdt45.svg Chess pdt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess rlt45.svg 3
2 Chess qdt45.svg Chess ndt45.svg Chess --t45.svg Chess nlt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg 2
1 Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess blt45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess --t45.svg Chess bdt45.svg Chess blt45.svg 1
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Matt in drei Zügen

Vorlage:Schachbrett/Wartung/Alt

Probespiele:
1. Sdf3+? Kxe4+!, deshalb zuerst die Öffnung der Linie e6–e4:
1. Sc6+!? Lxc6, aber nun scheitert 2. Sdf3+? an Kc4!
1. Sef3+? Ke3!, deshalb zuerst die Öffnung der Linie c1–e3:
1. Sb3+!? Dxb3, aber nun scheitert 2. Sef3+? an Kc4!
1. Db6+? Kxe5 2. Th5 matt, aber Tc5! 2. Dxc5+? Kxe5!

Lösung:
1. Kb8! (droht 2. Sdf3+ Kxe4 3. Sxg4 matt)
1. … Dxd5 2. Sb3+! Dxb3 3. Sf3 matt
1. … Lxd5 2. Sc6+! Lxc6 3. Sf3 matt
1. … Txd5 2. Db6+ Tc5 3. Dxc5 matt, 2. … Kxe5 3. Th5 matt mit den Nebenvarianten
1. … cxd2 2. Lxb2+ Dxb2 3. Txd3 matt
1. … Sxe5 2. Db6+ Tc5 3. Dxc5 matt
1. … Sh2 2. Sc6+ Lxc6 3. Df6 matt
Ein Logisches Problem mit dreimaliger Beseitigung des weißen Bauern d5 und weißer Sperrwechsel-Kombination in Bezug auf die Felder e3 und e4.

Bei der 1. Einzelweltmeistschaft (WCCI) 1998–2000 gewann Bruch die Silbermedaille in der Dreizüger-Abteilung[2], bei der 3. WCCI 2004–2006 errang er die Bronzemedaille in der Zweizüger-Abteilung.[3]

1991 entdeckte Bruch ein zu den Weißen Linienkombinationen gehörendes neues Thema, das Herbert Ahues später Bruchs Linienkombination taufte.[4] Bruch ist Autor zahlreicher Fachartikel. 1996 wurde er zum Internationalen Preisrichter für Schachkomposition[5] ernannt. Seit 2002 ist Bruch Mitarbeiter der schweizerischen Zeitschrift für Kunstschach idee & form.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1977 bis 1982 studierte Bruch in Berlin Musik. Beim Klavierwettbewerb in Budapest 1986 errang Bruch einen Platz in der Finalrunde. Er arbeitet als Pianist und Klavierpädagoge. Er lebt in Frankfurt (Oder), ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Großmeister für Schachkompositionen
  2. Ergebnisse der 1. Einzelweltmeisterschaft für Schachkompositionen
  3. Ergebnisse der 3. Einzelweltmeisterschaft für Schachkompositionen
  4. FIDE-Album 1989–1991, Nr. A120
  5. Internationale Preisrichter für Schachkompositionen