Willy Michel (Unternehmer)

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Wilhelm «Willy» Michel[1] (* 29. April 1947 in Burgdorf, Kanton Bern; heimatberechtigt in Köniz und Burgdorf[1]) ist ein Schweizer Unternehmer von Medizinprodukten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willy Michel verbrachte seine Kindheit in Burgdorf als Sohn eines Bahnrangiermeisters. Er war Chemielaborant bei Ciba-Geigy in Basel. Danach sammelte er bei mehreren Industrie- und Pharmafirmen umfassende Erfahrungen in den Bereichen Entwicklung, Aussendienst und Marketing. Von 1978 bis 1984[2] war er an der Spitze von Novo Nordisk Schweiz.

1984 gründete er zusammen mit seinem Bruder Peter Michel die Disetronic AG. 1996 gelang der erfolgreiche Börsengang, worauf er 2003 einen Teil an Roche verkaufte. Gleichzeitig kaufte er den Bereich Injektionssysteme zurück und gründete daraus die heutige Ypsomed und brachte sie 2004 an die Börse. Er war seit Beginn ununterbrochen Präsident des Verwaltungsrates der damaligen Disetronic Gruppe und heute der Ypsomed Gruppe.[2] Von August 2011 bis Juni 2014 war er zusätzlich Chief Executive Officer (CEO) von Ypsomed.[3] Im Juli 2014 übernahm sein Sohn Simon die Geschäftsleitung, Willy Michel blieb Verwaltungsratspräsident.[4]

Michel ist Inhaber mehrerer Unternehmen, darunter Gesellschaften im Kunstbereich, in der Uhrenbranche (Armin Strom)[5] und in der Gastronomie. Bis Juni 2016 war Michel über die von ihm kontrollierte Beteiligungsgesellschaft BV Holding mittelbar Hauptaktionär des 2007 von ihm gegründeten Biotechunternehmens Finox, das an den ungarischen Pharmakonzern Gedeon Richter veräußert wurde.[6] Er besitzt mehrere Hotels, darunter das Stadthaus in der Burgdorfer Oberstadt.[5] Er ist Vizepräsident des Verwaltungsrates der BV Holding AG, von 2001 bis März 2008 deren Präsident. Ausserdem ist er Mitglied in verschiedenen Verwaltungsräten.[2]

Von 1998 bis 2001[2] gehörte er als liberaler Parteiloser dem Gemeinderat von Burgdorf an und war für das Polizei- und Verkehrsdepartement verantwortlich. Bekannt ist er auch für sein Mäzenatentum. So stiftete er dem Künstler Franz Gertsch das Museum Franz Gertsch in Burgdorf oder engagiert sich mit seiner Stiftung Willy Michel. Im Jahr 2000 kaufte Michel das Schloss Gümligen in Muri bei Bern und renovierte es.[7] Michel bewohnt das Schloss. Er hat eine Tochter und zwei Söhne.

Das Wirtschaftsmagazin Bilanz schätzte Michels Vermögen 2012 auf 750 Millionen Franken.[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wilhelm genannt Willy Michel in: moneyhouse.ch, abgerufen am 18. August 2011
  2. a b c d e f g @1@2Vorlage:Toter Link/www.ypsomed.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Corporate Governance Bericht 2011. Ypsomed. Abgerufen am 18. August 2011, S. 121 (PDF).
  3. Michel wieder Ypsomed-Chef in: Aargauer Zeitung vom 18. August 2011
  4. Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12.03 Uhr, strc: Generationen-wechsel bei Ypsomed: Auf Michel folgt Michel. In: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). (srf.ch [abgerufen am 9. November 2017]).
  5. a b Verblasste Ikone. In: SonntagsZeitung, 23. Mai 2010, S. 53.
  6. Stefan Schnyder: Willy Michel stösst sein Start-up ab. In: Berner Zeitung, 1. Juli 2016, abgerufen am 10. Juni 2018.
  7. Schloss Gümligen in: muri-guemligen.ch, abgerufen am 18. August 2011
  8. Willy Michel. (Memento vom 3. April 2014 im Webarchiv archive.today) In: Bilanz, abgerufen am 4. April 2014 (Archiv-Version).