Wladimir Wladimirowitsch Kara-Mursa

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Wladimir Kara-Mursa (2017)

Wladimir Wladimirowitsch Kara-Mursa (russisch Влади́мир Влади́мирович Кара́-Мурза́; * 7. September 1981 in Moskau) ist ein russischer Politiker und Journalist.

Kara-Mursa war Berater des 2015 in Moskau ermordeten Boris Nemzow. Gemeinsam haben sie im Januar 2004 in der Zeitung Nesawissimaja gaseta einen Artikel mit dem Titel „Über die Gefahr des Putinismus“ veröffentlicht und waren Mitglieder des Oppositionsbündnisses Komitee 2008.

Im Mai 2015 lag er nach plötzlichem Nierenversagen eine Woche im Koma.[1] Die Ärzte stellten eine schwere Vergiftung fest, konnten aber keine verursachende Substanz identifizieren. Zur medizinischen Rehabilitation verbrachte Kara-Mursa ein halbes Jahr in den USA. Seine Frau und seine drei Kinder leben seitdem aus Sicherheitsgründen in Washington, D.C.[2]

Keine zwei Jahre später, im Februar 2017, wurde Kara-Mursa wieder in die Intensivstation eingeliefert. Nach Angaben seiner Frau stellten seine Ärzte eine Vergiftung fest.[3] Am 19. Februar 2017 verließ Kara-Mursa Russland, um seine medizinische Behandlung im Ausland fortzusetzen. Sein Anwalt erklärte gegenüber der Presse, dass die medizinische Diagnose „toxischer Einfluss einer unbekannten Substanz“ gestellt worden sei.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wladimir Wladimirowitsch Kara-Mursa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Russische Opposition: Angst um Leib und Leben“, in: faz.net, 31. Mai 2015.
  2. Julian Hans: „Putins letzter Gegner“, in: Tages-Anzeiger, 17. September 2016.
  3. „Kara-Mursa vergiftet. Russischer Oppositioneller kämpft um sein Leben“, in: tagesschau.de, 9. Februar 2017.
  4. 'Poisoned' critic Vladimir Kara-Murza leaves Russia for treatment. BBC News, 19. Februar 2017, abgerufen am 19. Februar 2017 (englisch).