Wrexen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wrexen
Koordinaten: 51° 30′ 33″ N, 8° 59′ 54″ O
Höhe: 201 m ü. NHN
Fläche: 7,84 km²[1]
Einwohner: 1527 (30. Jun. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 195 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 1970
Postleitzahl: 34474
Vorwahl: 05642
Luftbild (2013)
Luftbild (2013)

Wrexen ist ein Ortsteil der Stadt Diemelstadt im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Diemel am nördlichen Ortsrand bildet die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Direkt an die Bahnlinie grenzt der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Bei Wrexen mündet die Orpe in die Diemel. Im Bereich der Gemarkung von Wrexen sind folgende heutige und frühere Siedlungsbereiche bekannt:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am westlichen Ortsrand verläuft die A 44. Zum Ort führen die Bundesstraßen B 7 und B 252. Am Nordrand des Ortes verläuft die Obere Ruhrtalbahn. Der zum Ort gehörende Bahnhof Wrexen liegt in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 1141 in einer von Erzbischof Markolf von Mainz unterzeichneten Urkunde.[2] Der Ortsname soll von „Vraic“, der Bezeichnung für ein Sauergras, abstammen. Im Mittelalter gab es in Wrexen Mühlen, Eisen- und Kupferhämmer. Daraus wurden später Sägewerke, Papier- und Pappenfabriken. Hinzu kamen Sandsteinbrüche am Steinberg.

Am 1. November 1970 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen die Stadt Rhoden und die Gemeinde Wrexen auf freiwilliger Basis zur neuen Stadt Diemelstadt zusammengeschlossen.[3][4]

Wrexen hatte zeitweise eine gewisse touristische Bedeutung: Im Jahr 1971 erhielt der Ort das Prädikat Luftkurort[5] und bis zum Jahr 2011 war der Ort noch ein staatlich anerkannter Erholungsort.[6]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Wrexen

Die heutige evangelische Kirche wurde am 10. Oktober 1847 eingeweiht. Sie besteht überwiegend aus Wrexer Sandstein. Sie wurde an gleicher Stelle erbaut, wie die 1841 wegen Baufälligkeit abgerissene. Der Glockenturm ist relativ niedrig, da der Grund, auf dem die Kirche steht, nicht geeignet ist, einen schwereren zu tragen. Der Turm ist in vier Stockwerke unterteilt. Die drei Glocken stammen aus dem Jahr 1890.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wrexen produziert die „Smurfit Kappa Wrexen Paper & Board“, eine Tochter der „Smurfit Kappa Group“, mit rund 300 Mitarbeitern auf zwei Papiermaschinen ca. 240.000 Tonnen Papier und 80.000 Tonnen grafische Pappe pro Jahr.[7]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistik. In: Webauftritt. Stadt Diemelstadt, abgerufen im August 2020.
  2. Waldeckischer Geschichtsverein e. V., Bad Arolsen (Hrsg.): Waldeckische Ortssippenbücher. Band 72, 2004, S. 11.
  3. Zusammenschluss der Stadt Rhoden und der Gemeinde Wrexen im Landkreis Waldeck zur Stadt „Diemelstadt“ vom 27. Oktober 1970. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 46, S. 2179, Punkt 2188 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,0 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.
  5. Vereinsgeschichte. Heimat- und Verkehrsverein Wrexen e. V., abgerufen am 24. August 2014.
  6. 76. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 28. Oktober 2010; h i e r: Erstanerkennung, Bestätigung und Aberkennung von Prädikaten. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen (StAnz.). Nr. 6, 7. Februar 2011, ISSN 0724-7885, S. 199 (ms-visucom.de [PDF; abgerufen am 24. August 2014] Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung; II 6 – 067 – a – 08 – 03 # 009).
  7. smurfitkappa.com
  8. August Raszmann: Die deutsche Heldensage und ihre Heimat. Band 2. Carl Rümpler, Hannover 1863, S. XI (Online verfügbar in der Google-Buchsuche).