Wyhra

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Dieser Artikel beschreibt den Fluss Wyhra, für den gleichnamigen Ortsteil von Borna, siehe Borna.
Wyhra
Wiera
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Die Wyhra in Zedtlitz

Die Wyhra in Zedtlitz

Daten
Gewässerkennzahl DE: 56668
Lage Sachsen, Thüringen; Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Pleiße → Weiße Elster → Saale → Elbe → Nordsee
Quelle bei Oberwiera (Landkreis Zwickau)
50° 53′ 2″ N, 12° 31′ 45″ O50.88388888888912.529166666667
Mündung Pleiße bei Lobstädt51.14611111111112.443611111111Koordinaten: 51° 8′ 46″ N, 12° 26′ 37″ O
51° 8′ 46″ N, 12° 26′ 37″ O51.14611111111112.443611111111
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Länge 47 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 428,8 km²[1][2]
Abfluss am Pegel Streitwald 1[3]
AEo: 180 km²
Lage: 21,8 km oberhalb der Mündung
NNQ (10.08.1952)
MNQ 1930/2009
MQ 1930/2009
Mq 1930/2009
MHQ 1930/2009
HHQ (30.05.1941)
0 l/s
267 l/s
869 l/s
4,8 l/(s km²)
20,5 m³/s
98 m³/s
Mittelstädte Borna
Kleinstädte Frohburg
Gemeinden Oberwiera, Ziegelheim, Frohnsdorf, Langenleuba-Niederhain, Kohren-Sahlis
Das knapp 200 m lange Zwölfbogen-Viadukt der Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz bei Zedtlitz

Die Wyhra, oberhalb der Talsperre Schömbach auch Wiera, ist ein ca. 47 Kilometer langer Nebenfluss der Pleiße in Sachsen und Thüringen. Als Wiera ist der Fluss namensgebend für die Orte Ober- und Niederwiera im nördlichen Landkreis Zwickau, die Verwaltungsgemeinschaft Wieratal im östlichen Teil des Landkreises Altenburger Land, den Ortsteil Wyhra der sächsischen Stadt Borna sowie für das Wieratal.

Gewässerklassifizierung[Bearbeiten]

In Thüringen hat die Wiera nach dem Thüringer Wassergesetz den Status eines Gewässers II. Ordnung und steht damit in der Unterhaltungslast der Kommunen, in deren Gebiet sie fließt.[4]

In der Typisierung der Fließgewässer nach der Wasserrahmenrichtlinie ist sie dem Typ VI, feinmaterialreiche, karbonatische Mittelgebirgsbäche zugeordnet[5]. Sie gilt als künstlich verändertes Gewässer, dessen ökologischer Zustand und ökologisches Potential als schlecht eingeschätzt wird.[6] Der chemische Zustand im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie ist gut.[7] Trotz der Defizite in der Gewässerstruktur sind für den Oberflächenwasserkörper im Maßnahmenprogramm der Flußgebietsgemeinschaft Elbe bis 2015 keine Maßnahmen vorgesehen.[8]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Wyhra hat ihre Quelle bei Oberwiera im Norden des Landkreises Zwickau und trägt dort noch den Namen Wiera. Bei Engertsdorf tritt sie auf thüringisches Gebiet über und fließt in nördlicher Richtung bis zur östlich des Leinawaldes gelegenen Talsperre Schömbach bei Altmörbitz. Bei Wiesebach unterquert der Bach die 330 m lange und 17 m hohe Eisenbahnbrücke der bis 1995 betriebenen Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain, mit 16 Bögen und einer in Europa einzigartig intensiven Krümmung. Unterhalb der Talsperre Schömbach fließt sie als Wyhra ins Kohrener Land weiter durch Frohburg und Borna. An ihrer Mündung in die Pleiße bei Lobstädt ist sie ca. 2 m breit.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Als rechte Zuflüsse sind vor allem das von Kohren-Sahlis kommende Bachsystem Ratte-Katze-Maus (Ossabach), die bei Borna einmündende Eula sowie der Göpfersdorfer Bach und der Frohnsdorfer Bach zu nennen. Bei den linken Zuflüssen handelt es sich um eher kleinere Bäche und Gräben, da in nicht zu großer Entfernung die Wasserscheide zur Pleiße verläuft. Größter linker Zufluss ist der Ziegelheimer Bach, der bei Frohnsdorf mündet.

Orte am Gewässer[Bearbeiten]

Landkreis Zwickau, Sachsen

  • Oberwiera (Quellort), mit Niederwiera und Röhrsdorf

Landkreis Altenburger Land, Thüringen

Landkreis Leipzig, Sachsen

Galerie[Bearbeiten]

Der über 300 Meter lange Viadukt über die Wiera bei Wiesebach

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Hydrologisches Handbuch. Teil 2 – Gebietskennzahlen. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 30, abgerufen am 30. Dezember 2012 (PDF, 115 kB).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesanstalt für Umwelt (Hrsg.): Gebiets- und Gewässerkennzahlen Verzeichnis und Karte. Jena 1998; 26 S.
  2. Modellvorhaben zur Raumordnung (MORO) "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel" Regionaler Planungsverband Leipzig Westsachsen, Dresden, März 2010, Auf: klimamoro.de (pdf; 4,4 MB); Angabe hier: 422 km²
  3. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Elbegebiet, Teil I 2009. Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, 2012, S. 200, abgerufen am 20. Januar 2013 (PDF, deutsch, 5,22 MB).
  4. §§ 3, 68 Thüringer Wassergesetz
  5. Karte der Fließgewässertypen mit OWK-Grenzen der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, abgerufen am 10. Oktober 2012
  6. EG-WRRL Maßnahmenplanung 2009-2015 in Thüringen - Zustand und Zielerreichung der Oberflächengewässer, herausgegeben vom TMLFUN, 2009
  7. EG-WRRL Maßnahmenplanung 2009-2015 in Thüringen - Oberflächengewässer - stoffliche Belastung durch NH4-N, herausgegeben vom TMLFUN, 2009
  8. Bewirtschaftungsplan und Maßnahmeprogramm der FGG Elbe, aufgerufen auf www.thueringen.de am 10. Oktober 2012