Zörnigall

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Zörnigall
Koordinaten: 51° 52′ 14″ N, 12° 45′ 18″ O
Höhe: 76 m
Fläche: 3,57 km²
Einwohner: 867 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 243 Einwohner/km²
Postleitzahl: 06895
Vorwahl: 034922
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Lage von Zörnigall in Zahna-Elster

Zörnigall ist ein Ortsteil der Stadt Zahna-Elster im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt und hat etwa 901 Einwohner.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zörnigall besteht aus zwei unterschiedlichen Siedlungen. Das alte Dorf ist eine Sumpfwohnanlage, deren aus dem Sorbischen stammender Name sich von altsorbisch *černy gał (in etwa „schwarze Lichtung“) ableitet.[3] Urkundlich erwähnt wurde Czernegal erstmals 1380. Es erstreckt sich fast bis an die Ortsgrenze von Mühlanger.

1930 wurde das ehemalige Gut Zörnigall aufgeteilt. Die Kleinbauern des Dorfes kauften Teile des Großbesitzes, damit ihre Wirtschaften lebensfähig wurden. Außerdem wurde in der Nähe der Bahnlinie Wittenberg–Berlin auf den „Kohlhaasenstücken“ Siedlungsgelände frei. In kurzer Zeit entstand hier seit 1934 wie später im Nachbarort Abtsdorf eine Großsiedlung mit Schulgebäude.

An Michael Kohlhaas, der sich in dieser Gegend aufgehalten haben soll, erinnern außer den Kohlhaasenstücken der Kohlhaasbrunnen und die Michael-Kohlhaas-Straße.

Am 1. Januar 2011 wurde Zörnigall in die neue Stadt Zahna-Elster eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Rainer Pichert wurde zum ersten Mal am 26. Juni 1994 gewählt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundesstraße 187, die Jessen und Wittenberg verbindet, sind es in südlicher Richtung 1 km. Der Haltepunkt Zörnigall, der erst in den 1950er Jahren eingerichtet wurde, liegt an der Eisenbahnlinie Berlin–Lutherstadt Wittenberg–Halle (Saale) / Leipzig und wird von Regionalbahnen der DB Regio fahrplanmäßig angefahren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zörnigall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Stadt Zahna-Elster. S. 12, archiviert vom Original am 10. April 2014; abgerufen am 10. April 2014 (PDF, ca. 6 MB).
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 16. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.sachsen-anhalt.de
  3. Ernst Eichler: Die slawischen Ortsnamen zwischen Saale und Neiße. Band IV. Domowina-Verlag, Bautzen 2009, ISBN 978-3-7420-1716-1, S. 128.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2011