Zahna-Elster

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Zahna-Elster
Zahna-Elster
Deutschlandkarte, Position der Stadt Zahna-Elster hervorgehoben
Koordinaten: 51° 55′ N, 12° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Wittenberg
Fläche: 148,58 km2
Einwohner: 9288 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06895
Vorwahlen: 034924, 034922, 035383, 035387
Kfz-Kennzeichen: WB, GHC, JE
Gemeindeschlüssel: 15 0 91 391
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 1
06895 Zahna-Elster
Webpräsenz: stadt-zahna-elster.de
Bürgermeister: Peter Müller (Freie Wähler)
Lage der Stadt Zahna-Elster im Landkreis Wittenberg
Brandenburg Sachsen Dessau-Roßlau Landkreis Anhalt-Bitterfeld Annaburg Bad Schmiedeberg Coswig (Anhalt) Gräfenhainichen Jessen (Elster) Kemberg Oranienbaum-Wörlitz Lutherstadt Wittenberg Zahna-Elster Zahna-ElsterKarte
Über dieses Bild

Zahna-Elster ist eine Stadt und Einheitsgemeinde im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt.

Zahna-Elster entstand am 1. Januar 2011 aus dem Zusammenschluss von Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Elbaue-Fläming.[2] Wegen eines Formfehlers wurde die Eingemeindung Mühlangers am 29. Mai 2013 durch das Landesverfassungsgericht für ungültig erklärt, welche am 1. Januar 2014 erneut in Kraft trat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahna-Elster liegt im Norden des Landkreises Wittenberg und erstreckt sich zwischen Fläming und Elbaue.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahna-Elster besteht laut Hauptsatzung der Stadt aus neun Ortschaften, die weitgehend die zuvor eigenständigen Gemeinden abbilden, und 20 Ortsteilen:[3]

Die Ortschaft Zörnigall besteht aus einem älteren Dorf und der neueren Siedlung, welche etwas abseits im Nordwesten von Zörnigall-Dorf liegt.

Die Ortslagen von Zörnigall sowie die Weiler Ottmannsdorf und Wolfswinkel werden in der Hauptsatzung der Stadt Zahna-Elster nicht mehr ausdrücklich erwähnt. Gleiches gilt für die Ortsteile Hohndorf und Prühlitz, aus deren Zusammenschluss der Ort Mühlanger am 1. April 1939 entstand.[4]

Klebitz Rahnsdorf Woltersdorf Bülzig Zahna Ottmannsdorf Zallmsdorf Leetza Raßdorf Gadegast Külso Dietrichsdorf Zörnigall-Siedlung Zörnigall Zörnigall-Dorf Zemnick Meltendorf Gielsdorf Iserbegka Elster (Elbe) Listerfehrda Mühlanger Gallin Zahna-Elster Landkreis Wittenberg Brandenburg Jessen (Elster) Kemberg Lutherstadt Wittenberg
Lage aller Ortsteile der Stadt Zahna-Elster (anklickbare Karte)
Rahnsdorf, Klebitz,
Woltersdorf, Zahna,
Bülzig
 
(Ottmannsdorf),
Zallmsdorf,
Leetza,
Raßdorf
Zörnigall
Külso,
Dietrichsdorf
Nachbargemeinden
Gadegast
(Wolfswinkel),
Zemnick
Mühlanger,
(Hohndorf), (Prühlitz),
Gallin
Meltendorf,
Gielsdorf,
Iserbegka, Elster (Elbe)
Listerfehrda
Feldsteinkirche Rahnsdorf (Zahna-Elster) 2011

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Bildung der Stadt Zahna-Elster am 1. Januar 2011 gab es auf deren jetzigem Gebiet etliche Eingemeindungen in Gründungsgemeinden der Stadt. Die Eingemeindungen nach Zahna fanden in den Jahren 1992,[5] 2003[6] und 2008[7] statt. Weitere Eingemeindungen gab es 1950 und 1974.[8]

Die am 1. Januar 2011 erfolgte Eingemeindung von Mühlanger wurde am 29. Mai 2013 für ungültig erklärt. Zum 1. Januar 2014 wurde Mühlanger wieder in die Stadt eingegliedert.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bülzig 1. Juli 2008 Eingemeindung nach Zahna
Dietrichsdorf 1. Januar 2011
Elster (Elbe) 1. Januar 2011
Gadegast 1. Januar 2011
Gallin 1. Mai 1974 Eingemeindung nach Mühlanger
Gielsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Elster (Elbe)
Hohndorf 1. Mai 1974 Eingemeindung nach Mühlanger
Iserbegka 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Elster (Elbe)
Klebitz 1. Januar 1992 Eingemeindung nach Zahna
Leetza 1. Januar 2011
Listerfehrda 1. Januar 2011
Meltendorf 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Elster (Elbe)
Mühlanger 1. Januar 2011
29. Mai 2013
1. Januar 2014

Wiederherstellung der Gemeinde
erneute Eingemeindung
Prühlitz 1. Mai 1974 Eingemeindung nach Mühlanger
Rahnsdorf 1. Juli 2003 Eingemeindung nach Zahna
Woltersdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Bülzig
Zahna, Stadt 1. Januar 2011
Zallmsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Leetza
Zemnick 1. Januar 2011
Zörnigall 1. Januar 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat von Zahna-Elster besteht aus 20 Stadtverordneten und setzt sich seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 wie folgt zusammen:[9][10]

Partei / Liste Sitze
Freie Wähler 7
CDU 6
Landwirtschaft, Umwelt und Natur (LUN) 2
Die Linke 2
SPD 2
Allianz der Bürger (AdB) 1
Gesamt 20

Zusätzliches Mitglied ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Müller (Freie Wähler) wurde am 7. November 2010 mit 54,9 Prozent der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt.[11]

Ortschaftsräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtgebiet ist in neun Ortschaften gegliedert, die jeweils durch einen Ortschaftsrat und Ortsbürgermeister vertreten werden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. Mai 2011 durch den Landkreis Wittenberg genehmigt.

Blasonierung: „Schräggeviert von Silber und Blau, oben ein linkshin schwimmender blauer Karpfen, vorn und hinten je eine goldene Ähre mit Halmblättern unten ein blauer Hecht. Im goldenen Mittelschild aus gewelltem blauen Schildfuß wachsend eine dreitürmige rote Burg mit offenem Torbogen; die Türme mit schwarzen Fenstern und beknauften roten Spitzdächern; der mittlere Turm erhöht, mit Sims und stärker als die anderen.“[12]

Das vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltete Wappen verbindet Elemente der Wappen der namensgebenden Ortsteile Zahna und Elster (Elbe) sowie der vorherigen Verwaltungsgemeinschaft. Während der Mittelschild in reduzierter Symbolik und veränderten Tinkturen Bezug auf Zahna nimmt, verweisen die Fische auf den früher betrieben Fischfang, die Ähren auf die landwirtschaftliche Tradition der Dörfer.[13]

Die Farben der Stadt sind Blau-Weiß.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist blau-weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend; Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße B 187 zwischen Lutherstadt Wittenberg und Jessen (Elster) sowie die Landesstraße L 126 zwischen Lutherstadt Wittenberg und Klebitz verlaufen über das Stadtgebiet.

Die Stadt wird durch die Bahnstrecke Berlin–Halle (Bahnstationen Zahna, Bülzig, Zörnigall) sowie die Bahnstrecke Roßlau–Falkenberg/Elster (Bahnstationen Mühlanger und Elster (Elbe)) erschlossen. Der Bahnhof Klebitz an der Strecke Berlin–Halle wird seit 14. Dezember 2014 nicht mehr durch die DB Regio AG bedient.[14][15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zahna-Elster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. GemNeuglG WB
  3. Hauptsatzung der Stadt Zahna-Elster vom 14. August 2014
  4. Mühlanger, Chronik unserer Heimat. Archiviert vom Original am 10. April 2014, abgerufen am 10. April 2014.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1992
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2008
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  9. Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  10. Stadtratswahl am 25. Mai 2014 auf www.stadt-zahna-elster.de
  11. Ergebnis der Wahl am 7. November 2010
  12. a b Amtsblatt des Landkreis Nr.10/2011 Seite 2 (PDF; 2,3 MB)
  13. Jörg Mantzsch: Das Wappen der Stadt Zahna-Elster, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt beim Landkreis Wittenberg 2011 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)
  14. Der stillgelegte Bahnhof Klebitz. Abgerufen am 10. April 2015.
  15. Nahverkehr in Klebitz: Zug rauscht durch. Abgerufen am 10. April 2015.