Zemnick

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Zemnick
Koordinaten: 51° 52′ 0″ N, 12° 50′ 48″ O
Höhe: 75 m
Fläche: 6,83 km²
Einwohner: 102 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 06895
Vorwahl: 035387
KlebitzRahnsdorfWoltersdorfBülzigZahnaOttmannsdorfZallmsdorfLeetzaRaßdorfGadegastKülsoDietrichsdorfZörnigall-SiedlungZörnigallZörnigall-DorfZemnickMeltendorfGielsdorfIserbegkaElster (Elbe)ListerfehrdaMühlangerGallinZahna-ElsterLandkreis WittenbergBrandenburgJessen (Elster)KembergLutherstadt WittenbergKarte
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Lage von Zemnick in Zahna-Elster

Zemnick ist ein Ortsteil der Stadt Zahna-Elster im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zemnick ist ein Rundlingsdorf und liegt ca. 19 km nordöstlich von Lutherstadt Wittenberg.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Ortschaft Zemnick gehört der Wohnplatz Wolfswinkel, der nördlich von Zemnick liegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

7. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Zemnick ist altsorbischen Ursprungs. Das Gebiet wurde etwa ab dem 7. Jahrhundert von einem aus Osten kommenden Teil der Slawen besiedelt, die von auf Deutsch später als Wenden bezeichnet wurden. Eine weitere bedeutende Bevölkerungsgruppe bildeten die Flamen.

Typisch für die slawisch besiedelten Gebiete war eine Anlage der Dörfer in Hufeisenform, wie sie auch in Zemnick zu finden ist. Seit Gründung gilt Zemnick als Tochtergemeinde Gadegasts.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockwindmühle Zemnick um 1972

Im Rahmen der nationalsozialistischen Germanisierung sorbischstämmiger Ortsnamen hatte der Landrat des Kreises Schweinitz 1937 beantragt, Zemnick in „Birkenheim“ umzubenennen und so den sorbischen Namen zu tilgen. Die Gemeinde selbst stimmte dem Vorschlag unter Vorbehalt zu, bevorzugte jedoch Zemmendorf als neuen Namen. Anders als in anderen Regionen scheiterte die Umbenennung letztlich jedoch an der Ablehnung des zuständigen Regierungspräsidenten.[2]

Bockwindmühle Zemnick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bockwindmühle Zemnick gibt es heute nicht mehr.

Nachwendezeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Deutschen Wiedervereinigung blieb Zemnick zunächst Gemeinde des Landkreises Jessen, der zum 1. Juli 1994 in den Landkreis Wittenberg aufging. Darauf folgend trat Zemnick der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Elster-Seyda-Klöden bei, die nach Eingemeindungen eines Großteils ihrer Mitglieder durch die Stadt Jessen (Elster) im Jahr 2004 schließlich aufgelöst wurde und am 1. Januar 2005 in die neu gegründete VG Elbaue-Fläming überging.[3]

Sechs Jahre später, zum 1. Januar 2011 wurde aus der Stadt Zahna sowie den Gemeinden Dietrichsdorf, Elster (Elbe), Gadegast, Leetza, Listerfehrda, Mühlanger, Zemnick und Zömigall die Einheitsgemeinde und Stadt Zahna-Elster gebildet.[4][5] Die VG Elbaue-Fläming wurde aufgelöst und die politische Eigenständigkeit als Gemeinde ging verloren. Heute wird die Ortschaft durch einen -Rat nebst -Bürgermeister in Zahna-Elster repräsentiert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister des Ortsteils Zemnick ist Dirk Kreuzmann.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundesstraße 187, die Jessen (Elster) und Wittenberg verbindet, sind es in südlicher Richtung 5 km.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zemnick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Stadt Zahna-Elster. S. 12, archiviert vom Original am 10. April 2014; abgerufen am 10. April 2014 (PDF, ca. 6 MB).
  2. Gero Lietz: Zum Umgang mit dem nationalsozialistischen Ortsnamen-Erbe in der SBZ/DDR. Leipzig 2005, S. 176ff.
  3. Eintrag Zemnick. In: Genealogisches OrtsVerzeichnis (GOV). Verein für Computergenealogie. Auf: genealogy.net, abgerufen am 7. September 2013.
  4. Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt. den Landkreis Wittenberg betreffend. Abgerufen am 7. September 2013 (PDF; 206 kB).
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2011