24 Stunden in seiner Gewalt
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | 24 Stunden in seiner Gewalt |
| Originaltitel | Desperate Hours |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1990 |
| Länge | 101 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Stab | |
| Regie | Michael Cimino |
| Drehbuch | Joseph Hayes, Lawrence Konner, Mark Rosenthal |
| Produktion | Michael Cimino, Dino De Laurentiis, Martha Schumacher |
| Musik | David Mansfield |
| Kamera | Douglas Milsome |
| Schnitt | Christopher Rouse |
| Besetzung | |
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24 Stunden in seiner Gewalt („Desperate Hours“) ist ein Thriller von Michael Cimino aus dem Jahr 1990. Er ist ein modernisiertes Remake von An einem Tag wie jeder andere aus dem Jahr 1955 mit Humphrey Bogart und Fredric March und basiert auf dem Drehbuch dieses Films, das von Joseph Hayes stammt, der darin sein eigenes Bühnenstück nach seinem Roman für die Leinwand adaptierte.[1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Nancy Breyers schmuggelt eine Schusswaffe in das Gerichtsgebäude, in dem es zur Verhandlung gegen ihren Klienten Michael Bosworth kommen soll, und verhilft diesem zur Flucht. Bosworths Bruder Wally und dessen Freund Albert warten mit einem Fluchtwagen vor dem Gerichtsgebäude und bringen den Flüchtigen aus der Stadt. Die Verbrecher überfallen das Haus der Familie Cornell, die als Geiseln genommen wird. Damit den Geiseln nichts geschieht, sollen sie gegenüber den Nachbarn sowie allen an der Tür klingelnden Personen ein normales Leben vortäuschen.
Die FBI-Agentin Brenda Chandler kommt auf die Spur der Bande. Die kriselnde Ehe der Cornells wird unter der Anspannung der Geiselnahme wieder gestärkt.
Alle drei Geiselnehmer kommen zu Tode, sämtliche Familienmitglieder überleben jedoch die Geiselnahme.
[Bearbeiten] Hintergrund
Der Film wurde in Salt Lake City, Park City, Coalville und Alta in Utah gedreht.[2] Zudem wurde im Zion National Park in Springdale in Utah gefilmt.[2] Weitere Aufnahmen entstanden in Colorado.[2] Die Dreharbeiten begannen am 23. Oktober 1989 und endeten am 2. Dezember 1989.[3] Der Film lief am 5. Oktober 1990 in den USA an.[4] In den Kinos in Deutschland war der Film ab dem 31. Januar 1991 zu sehen.[4] Die Verleiher nahmen in den US-amerikanischen Kinos über 2,7 Millionen US-Dollar ein.[3] In Deutschland wurden über 57.500 Kinobesucher gezählt.[3]
Der deutsche Titel „24 Stunden in seiner Gewalt“ ist falsch gewählt, da die Geiselnahme sich über rund 1,5 Tage erstreckt. Sie beginnt am Vormittag, während die Kinder in der Schule sind, und dauert bis zum übernächsten Abend.
[Bearbeiten] Kritik
Die Redaktion von kino.de urteilt: „Mit seinem Remake des Bogart-Klassikers »An einem Tag wie jeder andere« als eiskaltem Psychothriller versucht Michael Cimino, an Meisterwerke wie »Die durch die Hölle gehen« und »Heaven's Gate« anzuknüpfen. Mit Mickey Rourke (»Wilde Orchidee«), Anthony Hopkins (»Das Schweigen der Lämmer«) und Mimi Rogers (»Der Mann im Hintergrund«) hochkarätig besetzt, gelingt es Cimino mit einem schwachen Drehbuch voll oberflächlicher Charakterisierungen nur bedingt, Menschen in Extremsituationen spannend und glaubwürdig zu zeichnen. Es bleibt ein meisterlich fotografiertes Stück Suspense mit großen Momenten.“[5]
Der Bayerischer Rundfunk resümiert: „Cimino wählte für die Besetzung des charismatischen Psychopathen Michael Bosworth den Anfang der 90er Jahre auf seinem Karrierehöhepunkt stehenden Mickey Rourke (»Angel Heart«, »The Wrestler«), mit dem er bereits 1985 bei »Im Jahr des Drachen« zusammengearbeitet hatte. Perfekt ergänzt von namhaften Darstellern wie Anthony Hopkins (»Das Schweigen der Lämmer«, »Nixon«) und Mimi Rogers (»Der Mann im Hintergrund«, »The Doors« gelang ihm ein stilisierter, spannender Thriller, der den Zuschauern einiges an Nervenstärke abverlangt.“[6]
Roger Ebert schreibt in der Chicago Sun-Times vom 5. Oktober 1990, dass der Film eine moderne Version des Films An einem Tag wie jeder andere aus dem Jahr 1955 mit Humphrey Bogart sei. Ebert bezeichnete die Handlung als idiotisch. Der Film habe mehr Stil als Substanz.[7]
Hal Hinson höhnt in der Washington Post vom 10. Oktober 1990 darüber, dass der Charakter von Michael Bosworth einen IQ von „über 130“ habe und fragte, warum er sich nicht entsprechend verhalte. Die eindimensionalen Charaktere würden die Talente der Schauspieler nicht beanspruchen.[8]
Die Redaktion von cinefacts.de schreibt: „Die Verfilmung des Romans »An einem Tag wie jeder andere« von Joseph Hayes glänzt vor allem durch die Leistungen von Mickey Rourke und Anthony Hopkins.“[9]
[Bearbeiten] Auszeichnungen
Mickey Rourke wurde 1991 für die Goldene Himbeere nominiert.[10]
[Bearbeiten] Literatur
- Joseph Hayes: An einem Tag wie jeder andere (Originaltitel: The Desperate Hours). Deutsch von Maria Schweinitz. Naumann und Göbel, Köln 1994, 320 S., ISBN 3-625-20319-7
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Internet Movie Database: Hintergrundinformationen
- ↑ a b c Internet Movie Database: Drehorte
- ↑ a b c Internet Movie Database: Budget und Einspielergebnisse
- ↑ a b Internet Movie Database: Starttermine
- ↑ kino.de: Filmkritik
- ↑ br-online.de: Filmkritik, 15. September 2011
- ↑ Chicago Sun-Times: Filmkritik, Roger Ebert, 5. Oktober 1990
- ↑ The Washington Post: Filmkritik, Hal Hinson, 10. Oktober 1990
- ↑ cinefacts.de: Filmkritik
- ↑ Internet Movie Database: Nominierungen und Auszeichnungen
[Bearbeiten] Weblinks
- 24 Stunden in seiner Gewalt in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Sammlung von Kritiken zu 24 Stunden in seiner Gewalt bei Rotten Tomatoes (englisch)
Die letzten beißen die Hunde | Die durch die Hölle gehen | Heaven’s Gate | Im Jahr des Drachen | Der Sizilianer | 24 Stunden in seiner Gewalt | The Sunchaser